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Grünes Band - Green Belt Hotspots - Juwelen am Grünen Band entlang der Österreichischen Grenze |
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| Naturjuwele an der Oberösterreichischen Grenze Niederösterreichischen Grenze Burgenländischen Grenze Steirischen Grenze Kärntner Grenze |
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NATURSCHUTZBUND Österreich - wir setzen uns ein für das Grüne Band! |
Der militärische Übungsplatz Boletice Tschechien (Böhmerwald/Sumava) - Österreich Der militärische Übungsplatz Boletice rückte im Zusammenhang mit der Ausweisung von NATURA 2000-Gebieten gemäss der europäischen Vogelrichtlinie (79/409) sowie der europäischen Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume (92/43) in den Vordergrund allgemeinen Interesses. Die militärische Nutzung dieses Raumes hat paradoxerweise den Schutz von bedrohten Biotopen und ihren Lebewesen ermöglicht, was auch kürzlich durch offizielle Untersuchungen bestätigt wurde. Das Gebiet um den militärischen Übungsplatz Boletice gehört unter Gesichtspunkten des Naturschutzes zu einem der wertvollsten Gebiete in Tschechien. Für eine Reihe von Arten erfüllt es die anspruchsvollen Bedingungen der Vogelschutzrichtlinie: für das Haselhuhn (Bonasa bonasia), den Wachelkönig (Crex crex), den Sperling (Glaucidium passerinum), den Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) und die Heidelerche (Lullula arborea) und wurde somit als offizielles Vogelschutzgebiet für die genannten Arten vorgeschlagen. Gleichzeitig soll das Gebiet zum europäischen Schutzgebiet "proposed sites of community importance" vorgeschlagen werden. Hierbei ginge es hauptsächlich um den Schutz der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) und ihren Lebensraum, zu dem die gesamten Fluss- und Quellengebiet in dem entsprechenden Areal gehören. Hier geht es um das Flussgebiet Blanice, das Bachgebiet"Zlaý potok", und das Quellengebiet des "Kremzský potok". Bei der bisherigen militärischen Nutzung des Gebietes konnten die meisten Arten dieser zukünftigen Schutzgebiete gut überleben, was sich allerdings angesichts geplanter Großskiprojekte und andere Tourismuseinrichtungen in naher Zukunft ändern könnte. Das tschechische Verteidigungsministerium erklärt wiederholt Interesse an der Nutzung dieses Gebietes, gleichzeitig besteht allerdings von anderer Seite (z.B. von potentiellen Investoren) großes Interesse daran, den Militärübungsplatz zu verkleinern oder gar aufzuheben. |
Eiserner Vorhang |
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| Plöckensteinsee und Urwald im Dreiländereck ("Trojmezná") Dreiländereck Tschechien - Österreich - Deutschland (Bayern) Zu den Naturperlen in den Nationalparken Sumava und Bayerischer Wald gehören auch 8 Gletscherseen, von denen sich 5 auf tschechischer Seite befinden: der See "Luka", "prasilské jezero" und der Plöckensteinsee auf Nationalpark-Gebiet sowie der Schwarze See und der Teufelssee im Landschaftsschutzgebiet Sumava. Der See erstreckt sich in einer Höhe von 1089 m über dem Meeresspiegel ca. 17 km von der Stadt Volary entfernt am Hang des höchsten Berges von Sumava, dem Plöcken (1378 m). Der See hat eine elliptische Form und ist 540 m lang, 450 m breit und hat eine max. Tiefe von 18,3 m. Aus dem See entspringt der Bach Jezerní Potok ("Seebach"), der bei Zelnava in die Moldau mündet. Etwa 200 m vom Seedamm aus breitet sich ein steinernes Meer vom Gletscherursprung mit einem Ausmaß von 6 ha aus. Über dem Wasserspiegel ragt der Felsen Jezerní stena (Seewand) empor, der etwa 330 m hoch ist. Um den Plöckensteinsee herum befindet sich noch der letzte ursprüngliche Fichtenhochwald in Tschechien - der bekannte Urwald im Dreiländereck (Trojmezenský prales). Er erstreckt sich entlang des Dreisessel ("Tristolicník") (1302 m) entlang des Plöckens an den Hängen des Bergkamms, der die Staatsgrenze zwischen Österreich, Tschechien und Deutschland bildet. Er besteht vorwiegend aus Bergfichtenwald mit Vogelbeere, an einigen Stellen finden wir auch Krummholz auf Geröll verankert und "feuchte" Fichtenwälder. Bei den älteren der hier vorkommenden Bäumen wurde ein Alter von 300 Jahren festgestellt. Aufgrund ihres sehr langsamen Wachstums können die hier vorkommenden Fichten allerdings auch ein noch höheres Alter erreicht haben. Im Jahre 1864 wurde hier z.B. eine 1170 (!) alte gesunde Fichte identifiziert. Die Fichten auf dem Bergkamm erreichen lediglich eine Höhe von ca. 5-10 m. Der Wald in den unteren Hanglagen (in die zweite Zone des Nationalparks eingegliedert) ist leider abgeholzt worden. Der Übergang vom ursprünglichen Bergmischwald zum Tannenbuchenkiefernwald ist daher im Dreiländereckurwald leider nicht erhalten geblieben. Einen geringen Buchen- und Tannenanteil finden wir lediglich am Plöckensteinsee selber. Das einzige Überbleibsel ursprünglicher Waldvegetationsübergänge finden wir in dem kleineren Urwaldfragment im angrenzenden Hochficht auf österreichischer Seite. |
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| NATURA 2000- und Vogelschutzgebiet Maltsch Österreich (Oberösterreich) - Tschechien Die Pressefahrt zum "Grünen Band Europa" macht auf ihrem Weg von Bayern nach Kärnten auch in Oberösterreich Station. Auf dem Programm steht ein Besuch des Natura 2000- und Vogelschutzgebiets Maltsch. Dieses erstreckt sich entlang des gleichnamigen Flusses zwischen den Ortschaften Hacklbrunn bei Sandl und der Einmündung des Eisenhuterbaches bei Leopoldschlag. Als Schutzgebiet gilt der Flusslauf selbst und seine unterschiedlich breiten Uferbegleitflächen. Das morphologisch über weite Strecken intakte Fließgewässer selbst, das Vorkommen von Flussperlmuschel und Fischotter, die Lebensräume bedrohter Vogelarten nach der EU-Vogelschutzrichtlinie wie Wachtelkönig, Birkhuhn, Haselhuhn, Neuntöter, Schwarzspecht und andere sowie die begleitenden Bürstlingsrasen und Feuchtwiesen sind die herausragendsten Schutzgüter. An ihren Lebensraumansprüchen orientiert sich die Abgrenzung des 530 Hektar großen Gebiets. |
Balzender Birkhahn |
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| nach oben | Naturschutzgebiet Lainsitzniederung Österreich (Niederösterreich) - Tschechien Nach 14 Jahren intensiver Bemühungen seitens der NÖ Naturschutzabteilung, der NÖ Agrarbezirksbehörde und engagierten Naturschützern vor Ort war es im Sommer 2000 so weit. Durch die Verordnung vom 21.07.2000 wurde die Lainsitzniederung zwischen Gmünd und der tschechischen Staatsgrenze zum Naturschutzgebiet erklärt. Der 7 km lange Lainsitzabschnitt zählt laut der Initiative "Lebende Flüsse" zu den wertvollsten Flussstrecken Österreichs. In dem bis zu 200 Meter breiten und teilweise 9 Meter tiefen Talboden kann die Lainsitz ungehindert und frei mäandrieren. Bei den zahlreich auftretenden Hochwässern ist oftmals die gesamte Niederung für längere Zeit überschwemmt. Der unter Schutz gestellte Abschnitt ist immer noch von enormen Gewässermorphologischen Umgestaltungen betroffen. Riesige, erst vor kurzem abgeschnittene Flußschlingen zeugen von der uneingeschränkten Dynamik dieses Fließgewässerabschnittes. Verschiedenste Lebensräume wie Altarme, Tümpel, Auwaldreste, Hochstaudenflure und extensiv genutzte, artenreiche, feuchte sowie trockene Mähwiesen prägen das Gebiet. Diese besonders hohe Standort- und Strukturvielfalt ergibt sich aus der natürlichen Dynamik dieser Wildflusslandschaft sowie durch die ursprüngliche, mosaikartige und meist extensive Wiesenbewirtschaftung. Die Reste der ehemals ausgedehnten Auenlandschaft nördlich von Gmünd sind der größte naturnah erhaltene Mäanderabschnitt aller Mittelgebirgsflüsse Niederösterreichs. An der Lainsitz befindet sich die letzte große Auwiesenniederung des Waldviertels. Aus der Vielfalt verschiedenster Lebensraumtypen ergibt sich die große Anzahl gefährdeter Tier-(Fischotter, Wachtelkönig, Heller und Dunkler Ameisenbläuling, Sumpfschrecke, Grüne Keiljungfer u.a.) und Pflanzenarten (Knäuel-Simse, Heide-Nelke, Fadensimse, Teufelsabbiß, Moor-Labkraut u.a.). Das Lainsitztal ist eine wichtige Fläche des nominierten Natura-2000 Gebiets "Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft" sowie des RAMSAR-Gebietes "Teich-, Moor- und Flusslandschaft Waldviertel". Ein Teil der Gebietsfläche wird von acht Lebensraumtypen (drei davon prioritär) des Anhang I der FFH-Richtlinie eingenommen. Ferner ist das Lainsitztal Lebensraum für zehn Tierarten der FFH-Anhänge II bzw. IV sowie sechs Anhang I - Arten der Vogelschutzrichtlinie (VSRL). Dementsprechend wurden die Lainsitzwiesen bereits 1995 als Teilgebiet des Important Bird Area (IBA) "Waldviertler Teiche" ausgewiesen. Durch die Unterschutzstellung dieses einzigartigen Gebiets ist ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Sicherung der Wildfluß- und Auenlandschaft sowie die Erhaltung der durch extensive Wiesenbewirtschaftung geprägten Kulturlandschaftselemente gesetzt worden. |
![]() Hier fühlt sich auch der Fischotter wohl |
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| Biosphärenresrvat und Ramsargebiet Trebon Tschechien - Österreich (Waldviertel) - Fläche: 700 km2 - Höhe über dem Meeresspiegel: 410 m (Veselí nad Luzicí) - 550 (Homolky) - 1979 durch einen Bescheid des tschechischen Kulturministeriums zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. - Waldfläche: 42% - Umschliesst die tschechischen Kreise: Jindrichuv Hradec, Tábor, Ceské Budejovice Bereits im Jahre 1977 wurde das Gebiet um die Treboner Fischteiche zu einem Biosphärenreservat der UNESCO erklärt. Seit 1990 sind seine Feucht- und Sumpfgebiete im Rahmen der Ramsarkonvention unter dem Namen "Treboner Teiche" geschützt, seit 1993 auch Teile seines Torfgebiets. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich in Form eines Beckens in einer Höhe von 410-550 Metern. Die ursprüngliche Sumpflandschaft wurde bis ins 12. Jahrhundert bewirtschaftet. Weitgehend unbeschädigt blieben bis heute einige Torfgebiete sowie einige Trockenbiotope. Durch Eingriffe des Menschen - Teichgründungen sowie Wiesen- und Weidelandnutzung - sind neue Arten von Biotopen entstanden, die heutzutage ein unverwechselbares Mosaik verschiedener Lebensräume und eine hohe Biodiversität auf relativ kleiner Fläche bilden. Ca. 400 Arten der bedrohten Flora Tschechiens sind in diesem Gebiet beheimatet, von denen 104 bedrohte Tierarten darstellen (34 kritisch bedroht, 34 stark und 35 bedroht). Das Gebiet zeichnet sich durch eine starke Fischotterpopulationen sowie große Lachsvorkommen aus. Das Gebiet umfasst auch 29 kleine besonders geschützte Gebiete mit einer Gesamtfläche von 4030 Hektar, von denen das nationale Naturreservat "Stará reka" mit einer Fläche von 750 Hektar wohl das grösste ist. Das Gebiet ist in drei unterschiedliche Pflegestufen unterteilt. Am charakteristischsten für die Landschaft sind Wasserflächen (15 % der Fläche), besonders Fischteiche (465 auf einer Fläche von 7448 Hektar). Wälder nehmen 43 % der Fläche ein und landwirtschaftliche Nutzfläche ca. 30 %. Das größte Problem in dieser Landschaft ist die großflächige Torf- und Schuttsandausbeutung. Weitere Probleme sind die intensive landwirtschaftliche Nutzung sowie die intensive Nutzung einiger Fischteiche. Die große Zufuhr von Nährstoffen und Futtermitteln sowie hohe Fischbesätze führen zu einer überdurchschnittlichen Eutrophierung der Gewässer, was das Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten zur Folge hat. Einige Lokalitäten sind auch durch intensive Freizeitnutzung in der Sommersaison belastet. |
![]() Besondere Schönheiten: Treboner Teiche |
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| nach oben | Inter-Nationalpark Thayatal-Podyji Österreich (Niederösterreich) - Tschechien An der Grenze zwischen West und Ost, zwischen Ebene und Hochland, hat ein Fluss seine eigene Welt erschaffen. Eine Welt, die noch intakt ist, in der die Natur sich ungestört entwickeln darf. Der Inter-Nationalpark Thayatal-Podyjí zwischen Österreich und Tschechien. Bis zu 150 Meter tief hat sich die Thaya in den geologischen Formationen des Waldviertels eingetieft. Durch unterschiedliche Härte des Gesteins bildeten sich charakteristische Talmäander, die heute das Thayatal prägen. Entlang der Flussschleifen gibt es eine enge Verzahnung verschiedenster Lebensräume: Wiesen, Hangwälder, Trockenrasen und Felsen bieten Platz für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten wie z. B. Schwarzstorch, Smaragdeidechse, Gottesanbeterin, Uhu, Diptam oder Bunte Schwertlilie. Die Unzugänglichkeit und die Randlage zu Tschechien verschonte das Tal weitgehend vor menschlichen Eingriffen. So konnte eines der schönsten Durchbruchstäler Europas in seiner Ursprünglichkeit bewahrt bleiben. Neben der beeindruckenden Naturlandschaft fasziniert die Nationalparkregion auch mit ihren Burgen und Ruinen und den Geschichten, die sich darum ranken. Der Nationalpark Thayatal ist in der Tat ein Park der Grenzen. Er ist das Tor zwischen der milden, sanften Hügellandschaft des Weinviertels und dem rauen, ursprünglichen und mystisch-reizvollen Waldviertel. Er ist ein Teil der Region Retzer Land und Znaimer Land. Und er überwindet Grenzen. Denn die Natur ist beiderseits der Thaya in gleicher Weise wertvoll und schützenswert. Zum effizienten Schutz der Natur ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig. Schon vor Entstehen des Nationalparks Thayatal haben die Umweltminister beider Länder und der Landeshauptmann von Niederösterreich eine Deklaration zur Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg unterzeichnet. Dieser Vertrag ist die Grundlage für die künftige gemeinsame Entwicklung dieses wertvollen Naturraumes an der früher so strikten Grenze. Zur Behandlung wichtiger Fragen von beiderseitigem Interesse gibt es eine bilaterale Kommission, die sich aus Vertretern der zuständigen Ministerien und Naturschutzabteilungen, der Nationalparkverwaltungen und der Beiräte zusammensetzt. Auch die Nationalparkdirektoren und die Mitarbeiter treffen sich mehrmals im Jahr um gemeinsame Projekte umzusetzen. |
Das Thayatal beim Überstieg |
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March-Thaya-Auen Gemeinsam mit den angrenzenden Donau-Auen stellen die March-Thaya-Auen einen einzigartigen Landschaftskomplex dar, der nicht nur unterschiedlichste Biotoptypen, sondern auch die Hauptstädte Wien und Bratislava verbindet. Diese außergewöhnliche Lage verleiht den March-Thaya-Auen neben der ökologischen Bedeutung auch heute noch eine besondere geschichtliche Stellung. |
![]() Thaya-Auen |
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Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel/Fertö-Hanság Das Gebiet rund um den Neusiedler See liegt, wie der Steppensee selbst, zwischen den letzten (sichtbaren) Ausläufern der Alpen und der Kleinen Ungarischen Tiefebene, der westlichsten Steppenlandschaft Europas. |
Die seltene Großtrappe findet hier einen geeigneten Lebensraum |
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| Flusslandschaft Drau-Mur Dreiländereck Slowenien - Ungarn - Kroatien Das Einzugsgebiet von Drau und Mur ist rund 40.000 Quadratkilometer groß (fast so groß wie die Schweiz). Die Drau entspringt in Südtirol (Italien); die Mur, ihr wichtigster Nebenfluss, im österreichischen Nationalpark Hohe Tauern. Beide Flüsse vereinigen sich in der Pannonischen Tiefebene im kroatischen Legrad und münden im Kopacki Rit in die Donau. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ergriff die Stiftung Europäisches Naturerbe (EURONATUR) die Initiative und startete ein Projekt zum Schutz der Flusslandschaft an Drau und Mur. Erster Schritt war die Schaffung einer Plattform für Naturschützer aus Österreich, Slowenien, Ungarn und Kroatien. Das deutsche Bundesumweltministerium unterstützte das Vorhaben und half bei der Finanzierung der ersten internationalen Naturschutzkonferenz über die Zukunft von Drau und Mur im Mai 1993. Ziel aller Teilnehmer war es, den noch weitgehend natürlichen Flussabschnitt der Drau mit ihrem Nebenfluss Mur in seiner Ursprünglichkeit zu bewahren, denn das Beispiel verbauter Flussstrecken hatte gezeigt, wie rapide der Artenschwund in einer beschädigten Auenlandschaft vor sich geht. Seitdem wurde auf allen Seiten viel gearbeitet. EURONATUR hatte dabei eine koordinierende Rolle. Das Ergebnis: Die fünf Anrainerländer haben insgesamt 2.300 Quadratkilometer unter Schutz gestellt. Tatsächlich handelt es sich um eines der größten geschützten Teilstücke im "Grünen Band Europas". Schutzgebietsverwaltungen existieren bislang allerdings nur im Donau-Drau-Nationalpark in Ungarn, für die Vojvodina in Serbien und für den Naturpark Kopacki Rit in Kroatien, also gerade mal für knapp ein Drittel der Gesamtfläche. Die restlichen Teile des neuen Flussschutzgebietes erfahren dagegen keinerlei Betreuung außer durch private Naturschützer. EURONATUR erarbeitete 1997 den Vorschlag für die Ausweisung eines fünf Länder übergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates Donau-Drau-Mur. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag der fünf Umweltminister ist bislang nicht zustande gekommen, bleibt aber wichtiges Ziel der Naturschützer in der Region. Fast wie ein Wunder mutet es an, dass mitten im dicht besiedelten Europa ein intakter Flusskorridor dieser Größe voll seltener Tiere und Pflanzen noch immer existiert. Dies war nur möglich, weil er die Ländergrenze bildete zwischen jahrzehntelang voneinander abgeschotteten Nationen. Das Grüne Band Europa als Garant für die Sicherung dieses unschätzbar wertvollen Teils des europäischen Naturerbes. Unsere Reise führt uns ins Dreiländereck von Slowenien, Kroatien und Ungarn, wo Drau und Mur noch parallel fließen. Breite Sedimentablagerungen in den Tälern der beiden Flüsse tragen mächtige Auwälder und Feuchtwiesenkomplexe. Uralte, durch die Flussdynamik entstandene Mäander und Flussterrassen prägen das Landschaftsbild. Die Murregion zeichnet sich unter anderem durch die höchste Dichte von Weißstörchen in Slowenien aus. Folgerichtig liegt hier auch das 1999 von Euronatur zum Europäischen Storchendorf ernannte Dorf Velika Polana. |
Murgebiet: DIE Weißstorch-Region |
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Goricko - die slowenische Toskana Die sanfte Hügellandschaft Goricko ist Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, die sich in extensiv genutzten Kulturlandschaften besonders wohl fühlen. Dazu gehören neben den Störchen etwa 250 Paare der seltenen Zwergohreulen sowie etliche Orchideenarten. Wegen des Mosaiks von Trockenwiesen, kleinparzellierten Äckern, breiten Streuobstwiesen und Hecken wird dieses Gebiet auch die "slowenische Toscana" genannt. |
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| Lebende Erde im Vulkanland Österreich (Steiermark) - Slowenien Verein zum Schutz der Blauracke im NATURA 2000- Gebiet am Grünen Band Der Verein widmet sich dem Naturschutz, der Öffentlichkeitsarbeit, der landwirtschaftlichen Umstrukturierung sowie der Schaffung zusätzlicher touristischer Einkommensmöglichkeiten für die ländliche Bevölkerung der Region. Es werden alte Traditionen wie das Korbflechten ebenso gefördert wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Der Verein ist mit Partnerorganisationen im In- und Ausland ständig in Kontakt um eine länderübergreifende Artenschutzinitiative für die Blauracke und andere gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erreichen. Seit 1996 betreut Bernard Wieser das steirische Verbreitungsgebiet der Blauracken und als Angestellter des Vereines derzeit über 400 ÖPUL-Betriebe. Er organisiert Veranstaltungen für die Umweltbildung der Bevölkerung. Neben den landwirtschaftlichen Betrieben werden mit Kindergärten und Schulen Naturwanderungen durchgeführt. Auch die Ausbildung von ansässigen Interessierten zum Exkursionsbegleiter ist seine Aufgabe. Er ist der Herausgeber der Vereinszeitung "Der Blaukrah"Neben dem Artenschutzprojekt Blauracke betreut er in den Bezirken Feldbach und Radkersburg zusammen mit den Schulen den Amphibienschutz seit 1998. Auch bei der Initiative "Mein Quadratmeter Raabtal" ist er seit dem Bestehen aktiv. Seit Beginn des Jahres 2003 obliegen ihm die regionalen Arbeiten im NATURA 2000-Gebiet im Auftrag des Landes Steiermark. |
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Naturpark Südsteirisches Weinland
Im Naturpark Südsteirisches Weinland ist also die Inwertsetzung von Kulturlandschaft das zentrale Thema. Es geht darum, Strategien zu entwickeln, die Landschaft zu erhalten und aus allen Landschaftstypen (nicht nur aus Weingärten und Kürbisfeldern) Wertschöpfung zu erzielen, also auch aus Produkten wie Honig, Käse, Brot u.a.m. |
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Natura 2000-Gebiet Dobratsch Dreiländereck Österreich - Italien - Slowenien 1348 ereignete sich an der Südflanke des Dobratsch der bislang größte Bergsturz in den Ostalpen. Aufgrund dessen sich im gesamten betroffenen Gebiet neue einzigartige Lebensräume bildeten, die sich für die Forschung als überaus reichhaltig und informativ erwiesen. Das ganze Gebiet ist durch die Südexposition besonders für wärmeliebende Arten geeignet, von denen einige hier ihre nördliche Verbreitungsgrenze haben. Besonders hervorzuheben: Das einzige Vorkommen der Illyrischen Gladiole in Österreich, welches sich zur Gänze im Besitz des NATURSCHUTZBUND Kärnten befindet und durch regelmäßige Mahd gepflegt wird. Manaesche, Hopfenbuche, stellenweise Schwarzkiefer sind Charakterarten des dortigen Waldes. Bemerkenswert auch der Vogelreichtum mit nahezu allen Arten von Rang und Namen wie Wanderfalke, Uhu, Schwarzspecht, Ziegenmelker (größte Kärntner Population), um nur einige davon zu nennen. Auch der Reichtum an Reptilien ist einzigartig. (Größter Bestand der Sandviper in Österreich). Das Kerngebiet der Schütt ist seit 1942 Naturschutzgebiet. Große Bereiche sind darüber hinaus Landschaftsschutzgebiete und liegen im nunmehr neu errichteten Naturpark Dobratsch. Herausragende Teile wurden als Natura-2000 Schutzgebiete genannt und ein umfangreiches Life-Projekt ermöglicht seit 2002 tiefgreifende Natur-Managementmaßnahmen (Bärenbrücke, Ankauf gefährdeter Standorte, Pflegemaßnahmen etc.). |
![]() Der Bär - Zuwanderer von Süden |
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| nach oben | Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Naturjuwele am "Grünen Band". Dies ist nur eine Auswahl an schützenswerten Lebensräumen. Sie waren gleichzeitig die Stationen der Pressefahrt vom 26. - 30. April 2004. | |||
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