NATURSCHUTZBUND
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Buchtipp:
Ich, der Luchs -
geheimnisvolle
Waldkatze
Önj-Haslach, 17 Seiten,
2 Euro + Versand,
Bestelladr.: önj-Haslach,
T+F 07289/73038,
luchs@boehmerwaldnatur.at




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Luchs-Steckbrief


Weitere Infos:
luchs.boehmerwaldnatur.at


Letzte Chance für den Luchs?

Seit einigen Jahren hinterlässt der als ausgerottet gegoltene Luchs wieder seine Spuren in unseren Wäldern. Das Überleben der größten heimischen Katze ist bei uns aber langfristig nicht gesichert: Ein Großteil der Todesfälle in den ohnehin kleinen Luchspopulationen geht auf den Menschen zurück. Vorurteile und "Futterneid" führen zu illegalen Tötungen, andere Tiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer, ...

Mit dem Luchsprojekt möchte der NATURSCHUTZBUND gemeinsam mit den Betroffenen, allen voran den Jägern, dem gefährdeten Heimkehrer helfen!

Dazu brauchen wir auch Ihre Unterstützung!

Einst erfüllte der Luchs im Wald eine wichtige Funktion, indem er dazu beitrug, das Gleichgewicht zwischen Huftierbeständen und der Vegetation aufrecht zu erhalten. Nachdem der Mensch alle Großräuber aus unseren Wäldern verdrängt hatte, haben die Jäger diese Regulierungsfunktion - stellvertretend? - übernommen. Nun schickt sich der Luchs an, in seine angestammtes Revier zurückzukehren, eine Heimkehr, die nicht ganz ohne Probleme verläuft ....

Verhasster Heimkehrer?
Die Verbreitung des Luchses (Lynx lynx) umfasste einst alle Waldgebiete Mitteleuropas. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde er allerdings bis auf wenige Rückzugsgebiete ausgerottet. Als lästiges "Raubwild" wurde er gnadenlos liquidiert: mit Gewehr, Giftködern und Tellereisen. Die letzten Luchshinweise aus Österreich stammen von 1880.

Nach 150 Jahren Abwesenheit wanderten in den letzten Jahrzehnten immer wieder einzelne Tiere in unsere Wälder ein. In Mitteleuropa wurde die Rückkehr von "Meister Pinselohr" durch Wiedereinbürgerungsprogramme unterstützt. Im Gebiet der Turrach (Steiermark) wurden unter Mitwirkung des NATURSCHUTZBUND neun Luchse ausgesetzt. Heute kommt der Eurasische Luchs in Österreich vor allem im nördlichen Mühl- und Waldviertel sowie im Dreiländereck Salzburg-Steiermark-Kärnten (Gurktaler Alpen) und in Südkärnten (Karawanken) wieder vor, zählt aber immer noch zu den seltensten Säugetieren unseres Landes.

Denn die Heimkehr des Luchses ist nicht unumstritten. Das alte Feindbild vom Raubtier Luchs als Konkurrent erschwert der Katze mit den Pinselohren die Rückkehr in ihre angestammten Reviere. Illegale Abschüsse stellen nach wie vor in allen Luchspopulationen große Probleme dar.

Genügend Raum zum Leben?

Große, möglichst zusammenhängende Waldgebiete sind für den großen Räuber der optimale Lebensraum. Sie bieten ausreichend Deckung und Rückzugsmöglichkeiten. Der recht anspruchslose und anpassungsfähige "Jäger auf leisen Sohlen" kommt aber auch recht gut in unserer offenen, reich gegliederten Kulturlandschaft zurecht, in der er meist sogar mehr Beute findet. - Er ist also eher ein Indikator für menschliche Toleranz, als für intakten Lebensraum. Luchse sind Einzelgänger und beanspruchen riesige Territorien (mehrere dutzend bis mehrere hundert Quadratkilometer), die sie bei ihren Beutezügen und Wanderungen durchstreifen.


Steckbrief:
Bezeichnung: Männchen - Kuder, Weibchen - Kätzin oder Katze
Aussehen: hochbeinig, kurzer Stummelschwanz mit schwarzer Endbinde, runder Kopf, ausgeprägter Backenbart, schwarze Haarbüschen ("Pinsel") an den Ohren, rötlich-braunes bis grau-beiges Fell mit schwarzen Flecken
Größe: Schulterhöhe: 50 - 70 cm, Kopf-Rumpf-Länge: 80 - 120 cm
Gewicht: ca. 20 kg (Kuder etwas schwerer als Kätzin)
Nahrung: Schalenwild, hautsächlich Rehe, daneben auch Rotwild, Wildschweine, Füchse, Marder, Mäuse, Vögel, ...
Pro Tag benötigt er zwischen 1 und 3 kg Fleisch.
Junge: meist 2 (1-5 möglich), werden im Mai/Juni geboren, nur jedes zweite Jungtier überlebt das erste Lebensjahr


Luchsspuren?

Normalerweise bekommen wir die heimlichen Jäger nicht zu Gesicht: Sie sind nachtaktiv, scheu, gut getarnt und meiden den Menschen. Das einzige was wir zu sehen bekommen sind ihre Spuren: die ihrer Pfoten ("vergrößerte Katzenspuren", allerdings ohne Krallen) oder ihrer Mahlzeiten (Luchsrisse haben ein charakteristisches Aussehen, sie sind für Kartierungsarbeiten von großer Bedeutung).

Von Luchsen und Rehen – eine wechselvolle Beziehung

In unseren Breiten lebte der Luchs lange vor uns Menschen gemeinsam mit und vom Reh, ohne es auszurotten. Beide haben sich aneinander angepasst, ihre Bestände gegenseitig reguliert.

Die Umwandlung einstiger Urwälder in Kulturlandschaft haben vielerorts zu einem starken Anstieg der Rehbestände geführt. In der Anfangsphase der Wiederbesiedlung fällt es dem geduldigen und schlagkräftigen Pirschjäger daher relativ leicht, unter den unvorbereiteten Tieren Beute zu machen, die überdies durch das Fehlen von Großräubern unvorsichtig gewordenen sind. Nach einiger Zeit haben die Rehe aber wieder gelernt, mit dem natürlichen Feind umzugehen. Sie werden vorsichtiger und aufmerksamer, verteilen sich - und damit auch die Verbissschäden an jungen Bäumen - gleichmäßiger im Raum. Dadurch wird auch die Großkatze gezwungen, ihr Revier auszudehnen. In etablierten Luchspopulationen ist der Einfluss des Großräubers auf die Rehpopulationen also relativ gering. Die Zahl der von den Jägern erlegten und im Straßenverkehr getöteten Rehe ist ungleich höher.


Gemeinsam für den Luchs

In der Gruppe Luchs.net Austria wollen NATURSCHUTZBUND, Naturschutzjugend, Jäger und Luchsexperten das Überleben des Luchses in Österreich sichern! Der Luchs ist eine der gefährdetsten Tierarten Österreichs, EU-weit ist er nach der FFH-Richtlinie geschützt.

Luchs.net will eine systematische Sammlung und Überprüfung von Luchshinweisen (Risse, Fährten, Sichtungen, ...) - ein Meldenetz - aufbauen und den Luchsschutz in Österreich zentral koordinieren. Diese langfristige Bestandserfassung ist notwendig, um gesicherte Individuenzahlen angeben zu können. Erst wenn wir wissen, wie viele Pinselohren tatsächlich in Österreich leben, kann über weitere Maßnahmen diskutiert werden.

Eine wesentliche Aufgabe sieht der NATURSCHUTZBUND in der Erhöhung der Akzeptanz des Luchses durch Öffentlichkeitsarbeit. Die Rückkehr eines Spitzenpredators in unsere Kulturlandschaft führt zwangsläufig zu Konflikten mit verschiedenen Interessengruppen wie Jägern, Landwirten und Naturschützern. Laufende Information und fachlich fundierte Aufklärung sollen falsche Ängste beseitigen, Vorurteile abbauen, Verständnis schaffen und einen sachlichen Umgang erreichen.

Auch Entschädigungssysteme beim Riss von Haustieren und Gatterwild könnten zur Entschärfung der Situation beitragen. Wichtig ist auch, eine Berücksichtigung des Luchseinflusses beim Abschussplan zu erreichen, um die Jäger nicht unnötigem Druck auszusetzen.

Auf Dauer kann der Luchs in Mitteleuropa nur überleben, wenn die einzelnen, isolierten Vorkommen miteinander vernetzt werden. Das ist das vorrangige Ziel der europäischen Luchsschützer!


Hat der Luchs Zukunft?

Die Zukunft des Luchses liegt in unserer Hand. Wir müssen entscheiden ob wir einem unserer letzten Großräuber ein langfristiges Überleben zugestehen. Geeignete Lebensräume wären vorhanden: Große, zusammenhängende Waldgebiete und ein ausreichendes Beuteangebot.
Nur durch Kompromissbereitschaft aller Interessengruppen wird ein langfristiges Miteinander von Mensch und Luchs möglich. Eine schwierige Aufgabe, die große Anforderungen an die Betroffenen stellt: Wir wollen die begangenen Fehler gegenüber der Natur und dem Luchs wieder gutmachen. Helfen Sie uns dabei!


Situationsbericht: Der Luchs in Österreich

Seit der Wiederansiedlung des Luchses in den österreichischen Alpen sind bald 25 Jahre vergangen. War die Rückkehr noch von lauten Zwischenrufen begleitet, wurde es in den folgenden Jahren ruhig um den Luchs. Wenngleich eher verstreut und rar, so gibt es doch immer wieder Hinweise auf seine Anwesenheit. In einigen Gebieten zeichnen sich auch erfreuliche Entwicklungen ab.

Die Rückkehr des Luchses in die Ostalpen hat eine lange Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts bei uns ausgerottet, ist seit mehr als zwei Dezennien von dieser großen Katze wieder die Rede. Seit eben diesem Zeitraum wird mehr oder weniger intensiv versucht, die Entwicklung der Luchse im Land mitzuverfolgen. Als jagdbares Wildtier, jedoch ganzjährig geschont, ist der Luchs in den Landesjagdgesetzen verankert. Nicht zuletzt deshalb waren es einzelne Jagdverbände, die schon bald nach der Wiederansiedlung des Luchses die Sammlung von Hinweisen übernahmen. Auch die überwiegende Anzahl an Hinweisen kommt von Jägern. Mittlerweile sind zu den Jagdverbänden noch einige Institutionen hinzugekommen, die sich ebenfalls um Hinweise kümmern (u. a. NATURSCHUTZBUND Österreich und Naturschutzjugend Haslach, OÖ Nationalpark Kalkalpen).

Bis Mitte der 90er Jahre lässt sich rückblickend über die Entwicklung der Luchspopulation Folgendes sagen: Nach der Wiederansiedlung 1976 - 79 in der Turrach verteilten sich die Luchse bald in verschiedene Richtungen. Das Muster der Verteilung schien jedoch eher einer Zerstreuung als einer geordneten Besiedlung zu gleichen. Ein Schwerpunkt der Abwanderung aus dem Aussetzungsgebiet Turrach erfolgte nach Süden. Aus Kärnten liegt die längste Dokumentation von Hinweisen vor, da die dortige Jägerschaft schon Anfang der 80er Jahre mit der Sammlung von Luchshinweisen begonnen hatte. In diesem Bundesland kam es 1990 innerhalb der Jägerschaft zur Gründung einer "Luchsgruppe" mit dem Ziel, über eine bessere Ausbildung in der Beurteilung von Luchshinweisen (z. B. auch bei Schadensfällen an Haustieren) genauere Kenntnisse über die Situation des Luchses zu erhalten. Ein ähnlicher Ausbildungskurs wurde in der Folge auch in der Steiermark durchgeführt.

Bis 1995 ergaben die erhaltenen Meldungen das Resümee, dass in den österreichischen Alpen keine etablierte Luchspopulation existiert, sondern vereinzelte Individuen für die Hinweise sorgen. Die Schwerpunktgebiete mit vermehrten Hinweisen für diesen Zeitraum waren die Karnischen und Gailtaler Alpen sowie die Gurktaler Alpen im Dreiländereck Kärnten, Steiermark und Salzburg. In geringerer Zahl ergaben sich Hinweise aus den Kara-wanken und vereinzelt aus der Obersteiermark. Ein gesicherter Hinweis auf Nachwuchs ergab sich nur in einem Fall (1993, Gebiet Turrach).

Im Norden Österreichs ließ die steigende Anzahl an Hinweisen im Mühl- und Waldviertel eine Besiedelung des Luchses vor allem der geschlossenen Waldgebiete an der Grenze zu Tschechien erkennen.

Mittlerweile wurden die Luchshinweise aus dem Zeitraum 1995 - 1999 aufgearbeitet. Die Karte/Abb. zeigt die Verteilung der Hinweise im österreichischen Alpenraum bzw. im Mühl- und Waldviertel. Für die Einschätzung der Situation des Luchses in den Ostalpen ist jedoch wichtig, dass der überwiegende Teil der 110 Hinweise als unbestätigt, d.h. nicht von "Luchsfachleuten" überprüft, registriert werden musste. Weiters sind viele Hinweise zeitlich und räumlich nicht eindeutig zuordenbar, um daraus auf die (längere) Anwesenheit eines Luchses zu schließen. Jungennachweise sind für den untersuchten Zeitraum ebenfalls nicht vorhanden.

Die vorliegenden Daten lassen für den österreichischen Alpenraum leider nur dieselbe Einschätzung der Situation des Luchses zu, wie sie schon 1995 getroffen wurde: Es existiert keine gesicherte Luchspopulation, sehr wahrscheinlich stammen die Hinweise von wenigen vereinzelten Individuen.

Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen: Im Reichraminger Hintergebirge und Sengsengebirge (u. a. Nationalpark Kalkalpen - siehe unten) ist seit 1996 die zunehmende Anwesenheit des Luchses bemerkbar und inzwischen mit einer Reihe von Hinweisen abgesichert.

Luchsbroschüre

Buchtipp:
Ich, der Luchs - geheimnisvolle Waldkatze
rote Punkte:
Luchsnachweise im Alpenraum
grüne Punkte:
Nachweise von Luchsen aus
der Tschechisch-Bayrisch-
Österreichischen
Luchspopulation.
grau hinterlegt:
Waldverteilung in Österreich



Karte © J. Laass; Th. Huber; M.
Forstner; Ch. Fuxjäger; Th.
Engleder; Stift Schlägl;
Landesjagdverbände
Luchsnachweise in Österreich

Die Anwesenheit des Luchses in den geschlossenen Waldgebieten des nördlichen Mühl- und Waldviertels scheint gesichert, und durch eine beträchtliche Anzahl von überprüften Hinweisen belegt. Vereinzelt scheinen Luchse mittlerweile auch gegen Süden in weniger bewaldete Gebiete vorzudringen. Das Vorkommen von Reproduktion ist durch den Fund von zwei verendeten und einem irrtümlich erlegten Jungluchs in den Jahren 1999 bzw. 2000 erwiesen.

Die dringlichste Aufgabe für die Zukunft ist der Aufbau eines effizienten Beobachtungsnetzes, um einerseits die Qualität der Beobachtungen zu heben und andererseits auch Hinweise aus bisher unbeobachteten Gebieten zu erhalten. Um die Zusammenarbeit aller am Luchs interessierten Institutionen und Personen zu verstärken, ist derzeit eine österreichweite Luchsgruppe im Entstehen. Ausgehend von dieser Plattform sollten weitere Aktivitäten gesetzt werden, um die Situation des Luchses in Österreich zu verbessern (Öffentlichkeitsarbeit, Ausbildung von Luchsfachleuten etc.).

Autor:
DI Thomas Huber, Tassach 9, 9542 Afritz, T 04247/2157


Luchse im Böhmerwald/Mühlviertel/Waldviertel

Seit den späten 80er Jahren gibt es im nordwestlichen Österreich (Böhmerwald, Mühlviertel, Waldviertel) wieder regelmäßige Hinweise auf den Luchs (Lynx lynx). Es handelt sich dabei um die natürliche Ausdehnung der Luchsverbreitung der Böhmisch-Bayerischen Population gegen Südosten.

Während die Rückkehr dieses großen Beutegreifers in seine angestammten Lebensräume von vielen Naturfreunden als Bereicherung der Artenvielfalt betrachtet wird, sehen manche Landnutzer den Luchs als unerwünschten Konkurrenten an.

Die önj Haslach versucht gemeinsam mit der OÖ Jägerschaft den Umgang mit dem Thema Luchs objektiv und sachlich zu gestalten. Monitoring, wissenschaftliche Forschung, Entschädigungsmechanismen und Öffentlichkeitsarbeit stellen dabei wichtige Bestandteile dar.

Hinweise auf Jungluchse gibt es im nördlichen Österreich seit Beginn der 90er Jahre. Für 1999 und 2000 kann Reproduktion durch insgesamt 3 getötete Jungtiere belegt werden. Illegale Nachstellungen und Verkehr stellten sich dabei als größtes Problem für die Luchse heraus.

Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich weite Teile des nordwestlichen Österreichs als Luchshabitat eignen. Ebenso zeichnen Untersuchungen zur Akzeptanz von Luchsen in der Region ein relativ positives Bild.

Dem Mühlviertel kommt sowohl Richtung Alpen, als auch Richtung Karpaten eine wichtige Brückenfunktion in der Vernetzung von Luchspopulationen zu. Hier kommen sich die Alpenluchse und die Luchse der Böhmischen Masse am nächsten.

Intensive Zusammenarbeit besteht mit dem Luchsprojekt im Bayerischen Wald. Ebenso besteht ein Gedankenaustausch mit dem angrenzenden böhmischen Luchsprojekt und anderen Luchsprojekten in Österreich, der Schweiz und Rumänien.

Es sind noch wenige Luchse, die durchs nördliche Österreich streifen, aber mit etwas Akzeptanz und Glück können wir hoffentlich einen interessanten Mitbewohner dauerhaft willkommen heissen.


Autor: Thomas Engleder, önj Haslach
http://luchs.boehmerwaldnatur.at

Kontakt: luchs@boehmerwaldnatur.at



Nationalpark Kalkalpen: Der Luchs ist wieder da!
Kurze Chronologie der Wiederbesiedelung des Luchses

Winter 1996/1997: Erste Spuren im Nationalparkgebiet: Große Skepsis begleitet die ersten Luchsfährten im Schnee

Winter 1998/1999: Mehrere Fährten und erster Riss: Fährtenkartierung durch den NP Kalkalpen. In der Nähe einer Fütterung wurde ein gerissenes Hirschkalb gefunden.

Mai 1999: Bislang einzige Sichtung eines Luchses (Sengsengebirge) durch einen Nationalpark-Mitarbeiter.

Winter 1999/2000: Der Luchs hinterlässt immer mehr Spuren: Ca. 25 voneinander unabhängige Fährten und mehrere Rehrisse konnten gefunden werden.

März 2000: Erstes Foto: Durch den Einsatz einer durch Bewegungsmelder ausgelösten Kamera gelang das erste Belegfoto im Reichraminger Hintergebirge.

Winter 2000/2001:Der Luchs ist nicht allein: Zwei nebeneinander verlaufende Fährten bestätigen die Vermutung, dass mindestens zwei Luchse das Gebiet durchstreifen.


Datenerfassung: Mitarbeiter der Österreichischen Bundesforste und des Nationalparks. Wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung.

Sollten auch Sie diesbezügliche Beobachtungen machen oder gemacht haben, so bitten wir Sie, uns zu informieren. Nur gemeinsam ist es möglich, langfristig einen Überblick über die Wiederbesiedelung eines der seltensten Säugetiere Österreichs zu erhalten.

DI Christian Fuxjäger, OÖ. NP-Kalkalpen, T 07584/3951-241