Arge Biogas
des NATURSCHUTZBUNDes
Österreich
Museumsplatz 2
A-5020 Salzburg
Tel.: 0043-(0)662-64 29 09
Fax: 0043-(0)662-64 37 344
Email: arge.biogas
@naturschutzbund.at


Arge Biogas des NATURSCHUTZBUNDes Österreich

Die ÖNB-Arge Biogas hat sich als überparteiliche, gemeinnützige Gruppe von Landwirten, Biogas-Fachexperten und engagierten Personen gebildet. Ziel ist, durch verstärkte Information für Landwirte und politische Entscheidungsträger den Einsatz und die intensive Nutzung der Biogastechnik in Österreich zu erreichen.

Die Arge Biogas ist als Arbeitsgemeinschaft dem Österreichischen NATURSCHUTZBUND untergeordnet, dessen Rechtsform ein
gemeinnütziger Verein ist.







Aktuelle Biogas-Termine

Biogasberatung in Österreich

Biogas-Gazette
April 2008
(400 Kb)

Biogas-Gazette
Juli 2006
(1,5 MB)

Biogas-Gazette September 2005 (251 Kb)

Biogas-GazetteAugust 2004 (350 Kb)

Biogas als Treibstoff

Ziele der Arge Biogas

Veranstaltungen

Tagung: Biogaserzeugung im Grünland
April 2008, Eugendorf

Die Jahrestagung der Arge Biogas beschäftigte sich dieses Jahr ganz aktuell mit dem Thema "Biogaserzeugung im Grünland"

Die sinnvolle Nutzung von Energiepflanzen zum Antrieb von Fahrzeugen war eines der zentralen Themen der Tagung.


Auch die immer wieder zitierte Konkurrenz zur Produktion von Lebensmitteln wurde angesprochen: Die Erzeugung von Biogas aus Energiepflanzen darf auf keinen Fall in dieser Konkurrenz erfolgen. Und das ist auch möglich, so Walter Graf, Leiter der Arge Biogas, weil sowohl Nahrungsmittelherstellung als auch Energieproduktion auf derselben Fläche durch Fruchtfolge vereinbar sind. Als Energiepflanze rechnet sich nicht nur Mais, der in Monokulturen gezogen wird, sondern auch fast alle Pflanzen, die als Zwischenfrucht vor und nach Getreide angebaut werden und die in relativ kurzer Zeit eine respektable Biomasse produzieren können.

Die Produktion von Biogas aus Gras und die Aufbereitung auf Erdgasqualität zur Verwendung als Kraftstoff bietet viele Vorteile: Wer mit Biogas fährt, ist umweltfreundlicher und kostengünstiger unterwegs, die Nutzung von Wiesengras steht auch nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion (vorhandene Überschüsse im Grünland können genutzt werden).

Mehr zu den Vorträgen gibt es bei den Veranstaltungen.




Mitgliedschaft

Literatur- und Link-Tipps

Klimaschutz und biologische Vielfalt gehen Hand in Hand

In einer neuen Broschüre präsentiert der Deutsche Verband für Landschaftspflege Bioenergieanlagen, die Schnittgut aus Biotop- und Landschaftspflege einsetzen. Diese Beispiele zeigen, dass Naturschutz und Erneuerbare Energien auch wirtschaftlich vereinbar sind.
D
er Verband belegt mit diesen Praxisbeispielen, wie die kontrovers diskutierten Themen Biologische Vielfalt und Energiegewinnung aus Biomasse positiv zu verknüpfen sind.
Die Broschüre beschreibt verschiedene Anlagen in ganz Deutschland, die zur Nachahmung inspirieren. Geschildert werden unter anderem die Nutzung von Landschaftspflegeheu, eine Möglichkeit, Feuchtgrünlandmaterial trocken zu vergären und der Einsatz von Material aus der Heidepflege bei der Nahwärmeversorgung.

Weitere Informationen zu der zugrunde liegenden Studie sowie zu den Praxisbeispielen finden Sie hier.


Studie bewertet Aufbereitungstechnologien für Biogas

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik hat im Rahmen des Verbundprojektes "Biogaseinspeisung" eine zusammenfassende Studie erstellt, welche die am Markt verfügbaren Technologien zur Aufbereitung des Biogases auf Erdgasqualität bewertet. Ziel der Studie ist es, für Planer, Anwender und Interessenten Antworten auf technische und wirtschaftliche Fragen zu geben. Je nach Anlagengröße und Randbedingungen vor Ort eignen sich demnach unterschiedliche Aufbereitungstechnologien. Bei weniger als 50 % Abwärmenutzung wird der Betrieb nach dieser Studie wirtschaftlich grenzwertig, und zwar umso mehr, je kleiner die Anlage ist.

Näheres zur Studie finden Sie hier.



Abwärme aus Biogasanlagen: Vielfache Nutzungsmöglichkeiten

Das Problem der Abwärmenutzung von Biogasanlagen ist so alt wie die Biogas-Technologie selbst: Während Abnahme und Vergütung des erzeugten Stroms durch den Netzbetreiber über das EEG geregelt ist, verpufft die Abwärme oft ungenutzt, oder muss gar in Kühltürmen "vernichtet" werden. Das Bremer Energie Institut und das Bremer Institut für Umweltverfahrenstechnik untersuchten in einer Studie insgesamt 17 Möglichkeiten zur Abwärmenutzung landwirtschaftlicher Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 250 und 2.000 kWel. Zehn davon stufen sie als prinzipiell wirtschaftlich machbar ein. Die Lösungsvorschläge reichen von der thermischen Gärrestaufbereitung über Saftherstellung bis zur Kälteerzeugung. Die Ergebnisse stehen in Form eines Materialienbandes und eines Leitfadens bereit. Gefördert wurde die Studie im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.



EUROSOLAR AUSTRIA unterstützt Faktor 1000 -Technologie "Elektroantrieb"für eine effiziente Mobilität
Bereits über 300 Elektrotankstellen im Elektrotankstellen-verzeichnis www.elektrotankstellen.net in Österreich erfasst

Der Eurosolar Austria Arbeitskreis 15 - "Nachhaltige Mobilität" hat auf der Homepage www.elektrotankstellen.net ein Verzeichnis eingerichtet, in dem Fahrer von Elektrofahrzeugen Lademöglichkeiten finden. "Gestern wurde bereits die 300. "Elektroautotankstelle" eingetragen und täglich werden es mehr!", berichtet Initiator Ing. Herbert Eberhart stolz. "Unser Tankstellennetz muss eigentlich nur erfasst werden, zum Aufladen eines Elektroautos reicht eine normale 230V/16A-Steckdose, teure Infrastruktur wie Erdgastankstellen ist beim Wechsel auf Elektroautos nicht notwendig", so der Elektroautofahrer weiter. Einmal "Volltanken" kostet beim Peugeot 106 electric weniger als 2 Euro und auch bei der Versicherung und Wartung kann sehr viel Geld gespart werden. Durch den Einsatz von Elektroantrieben kann durch den hohen Wirkungsgrad wesentlich mehr Energie eingespart werden als bei allen anderen Technologien, die auf Verbrennungsmotore setzen.

Faktor 1000 -Technologie
Mit der Strommenge eines einzigen 2 Megawatt-Windrades (mehr als 4 Millionen Kilowattstunden pro ha möglich) kann ein Elektroauto (z.B. der Peugeot 106 electric) spielend leicht über 22 Millionen Kilometer zurücklegen. Auf der gleichen Fläche kann auch Pflanzenöl angebaut werden, was bei einem Ertrag von 1000 Liter pro ha und einem Verbrauch von 4,5 Liter pro 100km aber nur eine Reichweite von 22.000 km ergibt. Damit kann man mit Elektroautos und Windrädern pro ha eine um den Faktor 1000 höhere Reichweite erzielen und der Feinstaub und der Lärm aus dem Verkehr wird zusätzlich reduziert, so der stellvertretende Vorsitzende von EUROSOLAR AUSTRIA, Ing. Martin Litschauer. Mit Strom aus Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen sowie Wasserkraftwerken können wir mit Hilfe unserer Landwirte die notwendige Energie für unsere Mobilität zur Verfügung stellen und gleichzeitig unsere Klimaziele erreichen.

Kostenloser Eintrag ins Elektrotankstellenverzeichnis
Gerade Wirte, Hotels und Pension können die Möglichkeit nutzen und sich kostenlos auf www.elektrotankstellen.net/meldeformular eintragen, wenn Sie Steckdosen für Elektroautos zur Verfügung stellen. Damit sind Sie für Elektroautofahrer ideal als Reststation oder Übernachtungsmöglichkeit geeignet.



Professorentitel für Biogasexperten Walter Graf

Am 15. Mai 2007 überreichte Bundesministerin Claudia Schmidt den Professorentitel an Walter Graf. Der Fachjournalist für Umwelt und Energie bemüht sich seit langem um die Forcierung erneuerbarer Energieträger. Graf gilt als exzellenter Kenner der Biogasszene in Österreich und ist in wichtigen einschlägigen Gremien kompetenter Ansprechpartner für Praxis und Wissenschaft. In zahlreichen Publikationen, wissenschaftlichen Beiträgen und Vorträgen informiert er die breite Öffentlichkeit über die Machbarkeit und den sinnvollen Einsatz der Vergärung biogener Stoffe. Als Autor von "Kraftwerk Wiese - Strom und Wärme aus Gras" ist er im deutschsprachigen Raum bekannt. Graf ist Vorsitzender der Arge Biogas Österreich des NATURSCHUTZBUNDes und Schulungsbeauftragter für Biogasanlagenbetreiberschulungen bei der Landwirtschaftkammer.





Ministerin Schmidt verleiht Walter Graf den Professorentitel
Stellungnahme des NATURSCHUTZBUNDes Österreich
zum Entwurf des
Österreichischen Biomasseaktionsplans

10 Punkte-Programm für eine erneuerbare, effiziente und nachhaltige Energiepolitik

1. Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag
2. Kennzeichnungspflicht für Atomstrom im Händlermix
3. Kostenwahrheit für alle Energieträger
4. Ziel = 100 % Erneuerbare bei Strom, Wärme und Treibstoffen
5. 100 % Ökostrom bis 2020
6. Energiesparen bringt's: jetzt damit beginnen
7. Effizienz und Nachhaltigkeit sind Pflicht
8. Forschung und Entwicklung für Erneuerbare
9. Verkehrsparen = Energiesparen
10. Ökosoziales Steuersystem


VertreterInnen heimischer Ökoenergieverbände und -interessenvertretungen - Ing. Walter Graf (ARGE Biogas des NATURSCHUTZBUNDes), Stefan Hantsch (Geschäftsführer IG Windkraft), Doris Holler (Eurosolar Austria und Ökonews), Prof. Dkfm. Ernst Scheiber (Geschäftsführer Österreichischer Biomasseverband) sowie Dr. Gerhard Heilingbrunner (Präsident Umweltdachberband) präsentierten aus Anlass des 20. Jahrestags des Super-GAUs in Tschernobyl das 10-Punkte-Programm.

Neben langfristigen Rahmenbedingungen für eine erneuerbare, effiziente und nachhaltige Energiezukunft sprachen sich die TeilnehmerInnen auch für eine sofortige Korrektur des Vorschlags für ein neues Ökostromgesetzes aus.

"
Während wir hier ein 100%-Ziel an erneuerbarer Energieversorgung einfordern und die EU einen ambitionierten Biomasse-Aktionsplan präsentiert, stehen die Zeichen für Ökostrom in Österreich jedoch keineswegs zum Besten", so Heilingbrunner. "Der jüngst erfolgte Landtagsbeschluss in Oberösterreich für eine Neuverhandlung des Ökostromgesetzes lässt uns wieder Hoffnung schöpfen, dass auch Energieminister Martin Bartenstein noch zur Vernunft kommt", spricht Heilingbrunner die jetzt auch aus den Reihen der Regierungsparteien laut werdende Kritik an der geplanten Novelle des Ökostromgesetzes an. "Es sind längst nicht mehr allein die VertreterInnen von Umweltorganisationen - wie dem Umweltdachverband - und Ökostrombetreibern, die sich öffentlich gegen dieses Ökostrom-Verhinderungsgesetz aussprechen. Diese Novelle torpediert das heimische Kyoto-Ziel und setzt die Technologieführerschaft einzelner Bereiche aufs Spiel. Damit wird ein innovativer, rasch wachsender und zudem umweltschonender Wirtschaftszweig in seiner Entwicklung eingebremst und die ländlichen Regionen um eine Zukunftschance beraubt." Heilingbrunner appellierte daher an die Verhandlungspartner von ÖVP und SPÖ: "Den Ökostrom in Österreich abzudrehen, würde für dieses Land und seine Bevölkerung langfristig großen Schaden anrichten und schwerwiegende Auswirkungen auf Österreichs Energiepolitik haben. Legen Sie diese Novelle zurück und schnüren Sie endlich ein umfangreiches und wirksames Paket für die Energiezukunft Österreichs - für mehr erneuerbare Energieerzeugung und mehr Energieeffizienz!"