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Wald-Naturschutz-Tagung

 

Welchen Anforderungen muss der Wald gerecht werden? Welchen Platz hat dabei die Natur? Warum trifft der Naturschutz häufig auf Widerstand? Handelt es sich dabei nur um Vorurteile? Welche Rahmenbedingungen brauchen Forstwirtschaft, Tourismus, Jagd und Energiewirtschaft, was fordert der Naturschutz? In welchen Bereichen gibt es Gemeinsamkeiten, wo echte sachliche Gegensätze?

Wie kann man diese überwinden und zu einer „Partnerschaft für einen Wald voller Leben“ kommen?


Die gemeinsame Veranstaltung von NATURSCHUTZBUND, Bundesforsten und Land Salzburg soll alle wesentlichen AkteurInnen im Wald ansprechen und einbinden und Anknüpfungspunkte für neue Ideen, Projekte und Allianzen bieten. Sie richtet sich an Naturinteressierte und NGOs, WaldbesitzerInnen und WaldnutzerInnen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, Privatpersonen, sowie VertreterInnen offizieller Institutionen und der Verwaltung.

Details & Programm

Mehr Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung für unsere Wälder

 

Beim NATURSCHUTZBUND hat Waldschutz Tradition.

 

Junge
 Luchse
Der Luchs braucht intakte, ungestörte Wälder. Und vor allem Akzeptanz! © Josef Limberger
Kaum ein Lebensraum prägt Österreich so stark und wird gleichzeitig in so vielfältiger Weise von uns Menschen genutzt. Deshalb engagiert sich der NATURSCHUTZBUND seit Jahrzehnten für naturnahe Wälder: als Raum zum Leben für Pflanzen, Tiere und Menschen! Im Jahr der Wälder wird er seine Bemühungen fortsetzen und sich im Dialog mit den Waldnutzern für mehr Natur im Wald einsetzen.


Obwohl 48% unsers Landes bewaldet sind, kämpfen viele Waldbewohner auch im Internationalen Jahr der Wälder um ihr Bestehen! Nur wenige Baumarten bilden den Großteil unserer Wälder. Und viele ihrer Bewohner - Spechte, Fledermäuse, der Luchs oder der Alpenbock - brauchen naturnahe, ungestörte Bereiche zum Überleben.

 

Totholz
Es gibt nichts lebendigeres als totes Holz!
Um diesen bedrohten Tier- und Pflanzenarten das Überleben zu ermöglichen, engagieren wir uns und gehen mit gutem Beispiel voran: Besonders wertvolle Gebiete kaufen und betreuen wir, wie etwa die Schluchtwälder an der Ranna in OÖ, setzen Schutzprojekte für einzelne Wald-Arten um, beispielsweise für die Wildkatze, erheben das Vorkommen besonders sensibler Arten, wie des Schwarzspechts und  informieren u.a. über die Bedeutung von Alt- und Totholz. Und wir diskutieren intensiv mit allen Betroffenen und Interessensgruppen über die Zukunft unseres Waldes.

 

Wald-Naturschutzkongress: Handlungsbedarf und Vorzeigeprojekte

Der NATURSCHUTZBUND veranstaltete am 21. und 22. November 2011 gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten und dem Land Salzburg einen Wald-Naturschutz-Kongress mit über 170 Teilnehmern. Die erfolgreiche Veranstaltung suchte nach Wegen, wie der Spagat zwischen nachhaltiger Nutzung der Ressource Holz und der Erhaltung der Lebensvielfalt im Wald zu schaffen ist. Einen Rückblickauf die Veranstaltung und nähere Infos finden Sie hier.

Was jeder zum Waldschutz beitragen kann

Pinus cembra
Papier sparen heißt Wald schützen!
Mehr Schutz und nachhaltige Nutzung unsere Wälder ist das Ziel der UNO und seiner Mitgliedsstaaten für 2011.

 

Das internationale Jahr der Wälder richtet sich aber nicht nur an die Regierungen, Waldbesitzer und –bewirtschafter oder die Holzindustrie, sondern auch an jeden einzelnen von uns.

Denn als bewusste Verbraucher können wir alle zum Schutz der Wälder beitragen

 

Oft helfen auch schon kleine Maßnahmen, den Wald zu schützen und seine naturverträgliche Nutzung zu fördern!

Hier einige Tipps...

 

  • Gehen sie sparsam mit Holz und Papierprodukten um

Papier sparen heißt Wald schützen, besonders bei Papier aus Tropenholz: Muss es wirklich Küchenrolle sein und jeder Text ausgedruckt werden? Druckerstandard auf doppelseitig, Pfandflaschen statt Getränkekartons, nicht jede Jause muss beim Kauf noch (mehrfach) eingepackt werden, zum Geschenkpapier gibt’s auch originelle Alternativen, „Kein Werbematerial“-Aufkleber...

 

  • Nutzen sie wenn möglich Recyclingpapier

Mittlerweile gibt es von Klopapier über Druckerpapier bis zu Pappbechern alles. Das Umweltzeichen garantiert 100% Recycling-Papier und die Einhaltung strenger Kriterien.Übrigens: Die Herstellung von 500 Blatt Recyclingpapier spart im Vergleich zu Frischfaserpapier auch Energie, soviel dass damit eine 100-Watt-Glühlampe 44 Stunden leuchten könnte. Quelle: IFEU Heidelberg

  • Achten Sie bei Holzprodukten auf die Herkunft

Bevorzugen Sie Produkte aus Holz mit Gütesiegel (PEFC oder FSC-Siegel). Deren Produktion unterliegt einem Kriterienkatalog, mit sowohl ökologischen als auch sozialen Mindeststandards. Unabhängig welches Zertifizierungssystem: Achten Sie auch darauf, Holz aus der Umgebung - mit möglichst kurzen Transportdistanzen – zu verwenden.

  • Vermeiden Sie Produkte aus Palmöl

Für die Viehhaltung und auch die Produktion von Palmöl werden vor allem in den Tropen riesige Waldflächen gerodet. (Palmöl versteckt sich in Pizzen, Fertigsuppen, Waschmitteln, Kosmetika, Kerzen, aber auch in der Energieerzeugung.)

  • Unterstützen Sie die Schutzprojekte des NATURSCHUTZBUNDES

Seine Landesgruppen und unzähligen Aktivisten arbeitet intensiv für die Erhaltung naturnaher Wälder, um bedrohten Tier- und Pflanzenarten das Überleben zu ermöglichen. Helfen auch Sie vor Ort mit oder unterstützen Sie die Naturschutzarbeit mit einer Spende!

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