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Naturschutzpreis an Georg Grabherr und Thomas Wizany

23.11.2011 Pressemeldung von Stefanie Glantschnig

v.l. Hans Kutil (Obmann Naturschutzbund Salzburg), Thomas Wizany, Hildegard Breiner (Obfrau Naturschutzbund Vorarlberg), Georg Grabherr, Roman Türk (Präsident Naturschutzbund Österreich)
v.l. Hans Kutil (Obmann Naturschutzbund Salzburg), Thomas Wizany, Hildegard Breiner (Obfrau Naturschutzbund Vorarlberg), Georg Grabherr, Roman Türk (Präsident Naturschutzbund Österreich) © Manfred Strobl

Der Naturschutzbund vergab am Montag seinen „Österreichischen Naturschutzpreis“ an den Vorarlberger Vegetations- und Naturschutzbiologen Georg Grabherr sowie den Salzburger Karikaturisten Thomas Wizany. Die beiden wurden damit für ihren Einsatz für Bildung und Information im Umwelt- und Naturschutz geehrt.

Der Österreichische Naturschutzpreis wird seit 1975 vom Naturschutzbund Österreich an Personen vergeben, die sich öffentlich um den Natur- und Umweltschutz in Österreich verdient gemacht haben. Er geht an Personen, die bei der Darstellung umweltwissenschaftlicher Themen ein hohes sachliches Niveau aufweisen, gesellschaftspolitisch wirksame Themen behandeln und in der Öffentlichkeit außergewöhnlich engagiert und couragiert für Natur und Umwelt eintreten. Die Auszeichnung wurde zuletzt 2009 an Bernd Lötsch vergeben. Weitere prominente Träger des Preises sind u.a. Hans Kutil, Friedensreich Hundertwasser, Otto König und Freda Meissner-Blau.

 

 

Univ.-Prof. Mag. Dr. Georg Grabherr – Naturschutzprofessor und Vordenker
Mitte der 90er Jahre entdeckte der im letzten Jahr an der Uni Wien emeritierte Professor Georg Grabherr letzte Vorkommen des extrem seltenen Bodensee-Vergissmeinnichts und setzte sich für dessen Schutz ein. Ihm ist es zu verdanken, dass sich inzwischen die Bestände in Vorarlberg wieder erholt haben.

 

Grabherr initiierte als Naturschutzprofessor zahlreiche, auch international bedeutende Naturschutzprojekte, wie z.B. die weltweite Klimastudie GLORIA. Das GLORIA-Netzwerk beobachtet die Hochgebirgsvegetation als umfassenden Indikator für die Auswirkungen des Klimawandels und fungiert auch als Frühwarnsystem. Auch die Hemerobiestudie, die die Naturnähe des Waldes untersucht, ist eines seiner Meisterwerke mit Auswirkung auf die gesamte Forstpolitik.

 

Dafür, dass Georg Grabherr es verstanden hat, Naturschutz in den Köpfen und Herzen der Menschen zu verankern und eine Generation von Studenten in die Berufswelt entlassen hat, die ein umfassendes ökologisches Verständnis haben, gebührt ihm die höchste Auszeichnung, die der Naturschutzbund zu vergeben hat.


 

Mag. arch. Thomas WIZANY – mit spitzer Feder für mehr Zivilcourage
Vor allem die Bilder sind es, mit denen der Architekt und Künstler Thomas Wizany für den Natur- und Umweltschutz spricht. Seine vielen hervorragenden, spitzfindigen und treffsicheren (gesellschafts-)politischen Karikaturen, die über eine große Tageszeitung verbreitet werden, bringen immer wieder Naturschutzanliegen auf den Punkt und die Bevölkerung zum Nachdenken. In seiner Themenwahl sowie in der Umsetzung ist Wizany dabei ausgesprochen mutig und couragiert. Seine Palette reicht von A wie Atomunfall bis Z wie Zugstreichungen. Gerade seine natur- und umweltpolitisch kritischen Karikaturen wecken immer wieder Aufmerksamkeit und unterstützen den Naturschutzbund bei seiner Arbeit.

 

Thomas Wizany stellt immer wieder sozial und ökologisch brisante Themen pointiert dar und vermittelt sie mit Charme und Witz einer breiten Öffentlichkeit. Für seine Kreativität und Unermüdlichkeit dankt ihm der Naturschutzbund mit dem Österreichischen Naturschutzpreis.

 

 

 

 

 

Bilder: Die Verwendung ist bei Nennung der Fotocredits (Manfred Strobl) und im Zusammenhang mit Berichten über den Naturschutzbund Österreich honorarfrei.


 

Rückfragehinweis für Journalisten: Mag. Dagmar Breschar, Naturschutzbund Österreich,
Tel. 0664/45 35 753,
dagmar.breschar@naturschutzbund.at  

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