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Warum Insekt des Jahres?

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Das Insekt des Jahres wird ausgerufen vom Kuratorium "Insekt des Jahres": Der NATURSCHUTZBUND Österreich ist Mitglied des Kuratoriums.

In Deutschland wird schon seit vielen Jahren ein "Insekt des Jahres" gewählt, das von Österreich lange Zeit automatisch mitgetragen wurde. Es stellte sich jedoch heraus, dass viele dieser Insekten für Österreich nur untergeordnete Bedeutung haben bzw. etliche in Österreich lebende Insekten in Deutschland nicht vorkommen, wie beispielsweise das Wiener Nachtpfauenauge. Der NATURSCHUTZBUND Österreich, die Österreichische Entomologische Gesellschaft und das Institut für Naturschutz und Landschaftsökologie wählen deshalb seit Beginn des neuen Jahrtausends für Österreich manchmal ein eigenes "Insekt des Jahres".

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Insekten des Jahres

2012: Hirschkäfer

Hirschkäfer © J.Gepp
Hirschkäfer © J.Gepp
Obwohl den Hirschkäfer jeder kennt, haben ihn die meisten Menschen noch nicht gesehen. Auf ihr langes Leben und ihre Schönheit, aber auch ihre Bedrohung soll mit der Wahl zum Insekt des Jahres 2012 hingewiesen werden. Der Klimawandel könnte die Entwicklung der Europäischen „Riesenkäfer“ begünstigen.

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2011: Die Große Kerbameise

Zwei Arbeiterinnen der Großen Kerbameise betasten sich ©D. Bretz
Zwei Arbeiterinnen der Großen Kerbameise betasten sich. © Dieter Bretz
Sie sind Helden in Kinderfilmen und Kinderbüchern, aber auch Hauptdarsteller in Gruselfilmen. Nun ist auch endlich eine Ameise "Insekt des Jahres". Ameisen laufen einem fast überall über den Weg, ganz im Wortsinn. Leider werden sie aber meist als Störenfriede angesehen. Bei näherer Beschäftigung mit dieser sehr artenreichen Insektenfamilie – über 12 600 Arten sind bisher weltweit beschrieben, kann man sich deren Faszination aber wohl kaum entziehen.

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2010: Der Ameisenlöwe (Myrmeleon formicarius)

Ameisenlöwe ©Johannes Gepp
Ameisenlöwe
Der Ameisenlöwe (Myrmeleon formicarius) ist ein Räuber, der Ameisen und andere kleine Tiere mit einer verblüffenden Methode fängt: Er baut im sandigen Boden Trichter. Wenn die Beute dort hineinläuft, kommt sie nicht wieder heraus, weil sie mit dem lockeren Sand zum Trichtergrund rutscht. Dort wartet mit seinen großen Zangen der Ameisenlöwe und injiziert ein lähmendes Gift. Der Ameisenlöwe ist eine bis zu 17 mm große Larve mit bräunlicher Färbung. Das erwachsene Tier ist grazil mit vier durchsichtigen, 3,5 cm langen Flügeln und heißt Ameisenjungfer.

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2009: Die Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata)

Blutzikade ©Angela Schwarz
Blutzikade
Insekt des Jahres 2009 ist die Gemeine Blutzikade, die ganz harmlos ist und nur an Pflanzen saugt. Der Name des neun bis elf mm großen, schwarzen Tieres kommt von dem auffallend roten Muster auf den Flügeln, die dachförmig zusammengelegt werden. Sie ist wie bisher die meisten Insekten des Jahres recht häufig und soll mit ihrer schönen Färbung für Sympathie für alle Insekten werben.

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2008: Das Krainer Widderchen (Zygaena carniolica)

Krainer Widderchen ©Thomas Keil
Krainer Widderchen
Die Widderchen sind eine Gruppe von besonders hübschen Schmetterlingen mit auffallender Fühlerform und Flügelzeichnung. Unter ihnen wurde eine Art, das Krainer Widderchen, vom Kuratorium als Star eines Jubiläums ausgewählt: Es wurde 2008 zum 10. Insekt des Jahres gekürt!

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2007: Die Ritterwanze (Lygaeus equestris)

Ritterwanze ©Jürgen Deckert
Ritterwanze
NATURSCHUTZBUND Österreich und Österreichische Entomologische Gesellschaft wählten gemeinsam mit den Deutschen Entomologen die Ritterwanze für 2007 zum "Insekt des Jahres". Der Grund: Wanzen gehören zu den farbenprächtigsten und interessantesten Insekten. Auch mit dem schlechten Image soll aufgeräumt werden, das den Wanzen wegen der blutsaugenden Bettwanze anhaftet.

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2006: Der Siebenpunkt (Coccinella septempunctata)

Siebenpunkt ©Johannes Gepp
Siebenpunkt
Der Siebenpunkt ist etwas ganz Besonderes. Wohl zu keinem anderen Insekt haben die Menschen in Mitteleuropa eine so liebevolle Beziehung entwickelt. Es gibt viele Gründe, warum man ihn kennt und mag. Er ist eine häufige Art mit langer Erscheinungszeit, er lebt in der Umgebung des Menschen und mit seinem rot-schwarzen Farbmuster ist er auffällig. Seine Beweglichkeit und Flugfreudigkeit auf der warmen Menschenhand und sein scheinbares Reagieren auf gesprochene Verse ist besonders bei Kindern beliebt.

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2005: Die Steinhummel (Bombus lapidarius)

Steinhummel ©Heiko Bellmann
Steinhummel
Ohne ihren Hofstaat verschlafen sie den Winter allein unter der Erde oder anderen geschützten Stellen: die Hummelköniginnen. Sie wissen daher nichts von der Ehre, die ihnen zuteil wurde. Das Kuratorium "Insekt des Jahres" hat für 2005 stellvertretend für die rund 30 heimischen Hummelarten die Steinhummel, Bombus lapidarius, gekürt. Zum ersten Mal findet diese Wahl gemeinsam mit der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft statt. Der Bayerische Minister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Werner Schnappauf, ehrt dieses Insekt als Schirmherr.

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2004: Segelfalter (Iphiglides podalirius)

Bachhaft ©Hans Ehmann
Bachhaft
Der Segelfalter ist mit bis zu 10 cm Flügelspannweite der größte europäische Tagfalter. Sein unvergleichlicher, oft minutenlanger Gleitflug gab ihm den Namen, durch seine elegante Erscheinung ist er das "Mannequin" unter den Ritterfaltern, zu denen auch der Schwalbenschwanz gehört. Von diesem unterscheidet er sich vor allem durch seine deutlich längeren schwarzen Hinterflügelfortsätze mit den hellen Enden.

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2003: Bachhaft (Osmylus fulvicephalus)

Bachhaft ©Johannes Gepp
Bachhaft
Der Bachhaft wurde für das "Internationale Jahr des Wassers" ausgewählt, weil er an naturgemäßen, sauberen Gewässern lebt, zum Überleben aber nicht nur den Wasserlebensraum, sondern auch eine intakte Auenlandschaft benötigt. Dort kann der als anspruchsvolle Insektenart geltende Bachhaft dann sogar massenhaft auftreten. Das Insekt lebt versteckt und ist deshalb nur wenigen Österreichern bekannt.

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2002: Quelljungfern (Cordulegasteridae)

Quelljungfer ©Johannes Gepp
3 sehr ähnliche Arten: Cordulegaster boltonii, C. bidentatus, C. heros
Alljährlich wählen eine Insektenart des Jahres, für das Jahr 2000 war es das Wiener Nachtpfauenauge, im Jahr 2001 der Alpenbockkäfer. Für das Jahr 2002 wurde von NATURSCHUTZBUND, Insektenkundlichen Gesellschaften und dem Institut für Naturschutz die Libellengattung Quelljungfern zum „Insekt des Jahres“ gewählt – als Larven von Bewohnern sauberer Quellbäche. Quelljungfern zeichnen sich nicht nur durch besondere Langlebigkeit und Größe aus, sondern sind wichtige Indikatoren sauberer Quellen und kleiner Waldbäche.

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2001: Der Alpenbockkäfer (Rosalia alpina)

Alpenbock ©Dietmar Streitmaier
Alpenbock
Mit seiner kontrastreichen blauschwarzen Färbung ist der Alpenbockkäfer (Rosalia alpina) einer der auffälligsten Vertreter der 1.500 heimischen Totholz bewohnenden Käfer. Der himmelblaue Waldbewohner besiedelt das Altholz von Rotbuchenwäldern auf Kalkböden zwischen 600 und 1.000 m Seehöhe und ist eine der wenigen EU-geschützten, prioritären Insektenarten.

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2000: Das Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pyri)

Wiener Nachtpfauenauge ©Siegfried Erlebach
Wiener Nachtpfauenauge
Das Wiener Nachtpfauenauge wurde wegen seiner Attraktivität, aber auch wegen der großen Gefährdung und Abhängigkeit von großen Bäumen in der Kulturlandschaft zum ersten Österreichischen Insekt des Jahres gewählt. Der besondere Nachtfalter ist von Süden her bis Niederösterreich verbreitet. Seit etwa 1960 sind in Österreich anhaltend deutliche Häufigkeitsrückgänge zu verzeichnen. Als Gründe dafür sind intensive Insektizidanwendung in Obstbaumkulturen, das Verschwinden von Kirschbaumalleen, aber auch Klimaänderungen anzunehmen.

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