NATURSCHUTZBUND
Kärnten

Adalbert-Stifter-Straße 21
9500 Villach
Tel. und Fax: 04242/21 41 42
Email: kaernten@ naturschutzbund.at
Bürozeiten: Mo-Fr 9 - 13 Uhr

Obmann: Mag. Klaus Kugi
Sekretariat: Anita Karl





Zum NATURSCHUTZBUND Österreich




Mitgliedstarife NATURSCHUTZBUND Kärnten

A-Mitgliedschaft inkl. Zeitschrift "Natur und Land"
EUR 22,-

B-Mitgliedschaft inkl. "Natur und Land" (für Angehörige, Studenten, Senioren)
EUR 11,-


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Artenschutzprojekt "Wiedehopf in Kärnten"
Aufruf zur Mitarbeit

Der Wiedehopf (Upupa epops) gehört zu den attraktivsten Vogelarten Kärntens. Sein farbenprächtiges Aussehen und seine faszinierende Lebensweise erwecken nicht nur bei Ornithologen großes Interesse. Leider ist der Brutbestand wohl wegen Veränderungen in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsweise Österreichweit im Abnehmen begriffen und so zählt der Wiedehopf derzeit zu den stark gefährdeten Arten der heimischen Vogelwelt.

Unter der Federführung des Naturschutzbundes Österreich, Landesstelle Kärnten, und mit Unterstützung der Vereine BirdLife Kärnten, Naturwissenschaftlicher Verein, Arge Naturschutz und Kärntner Jägerschaft soll der landesweite Brutbestand im Jahr 2009 erfasst werden.

Der Wiedehopf ist eine wichtige Indikatorart für intakte Kulturlandschaften. Die Ergebnisse der geplanten Studie sollen daher Rückschlüsse für unsere Naturschutzarbeit ermöglichen, ganz speziell für eine Neu-Ausrichtung der landwirtschaftlichen Nutzung. in der Kulturlandschaft. Kärnten besitzt innerhalb Österreichs eine große Verantwortung zur Erhaltung dieser Art, da schätzungsweise 15 bis 25 % des nationalen Bestandes hier brüten (Österreich: 100 bis 300 Bp.; FRÜHAUF 2005). Die Ergebnisse der Bestandserhebung sollen in weiterer Folge auch als Grundlage für gezielte Maßnahmen, wie Brutplatzverbesserungen, Nistkastenaktion, Flächenbewirtschaftung etc., herangezogen werden.

Methodisch wollen wir bei diesem Forschungsprojekt auf die bereits mehrfach bewährte Mithilfe unserer naturinteressierten Mitbürger in Kärnten zurückgreifen. Zu diesem Zweck ergeht vor Brutbeginn unser Aufruf an die Bevölkerung Wiedehopfbeobachtungen so rasch wie möglich an uns zu melden. Diese Meldungen werden dann im Bezug auf eine mögliche Brut durch einen Experten vor Ort im Gelände überprüft.

Als Endergebnis unseres Forschungsprojektes wird schließlich ein Bericht über die derzeitige Bestandessituation samt einer Verbreitungskarte erstellt werden. In weiterer Folge sollen dann auch konkrete Maßnahmen zum Schutz der Art ergriffen werden. Jede Meldung einer Wiedehopfsichtung an uns kann so zur Erhaltung dieses wunderschönen Vogels beitragen.

Falls Sie in letzter Zeit also einen Wiedehopf beobachtet haben, ersuchen wir um rasche telefonische oder schriftliche Benachrichtigung mit Datum, Ort und Art der Beobachtung!


Kontaktadressen:
Österreichischer Naturschutzbund
Landesstelle Kärnten
Adalbert Stifterstraße 21
A-9500 Villach
Tel.: 04242/214142 ; 9.00 - 13.00 Uhr
Mag. Klaus Kugi, Obmann:
Tel.: 0676/3368262
E-Mail:oenb.kaernten@happynet.at

Mag. Andreas Kleewein
Erlenweg 12
A-9220 Velden
Tel.: 0650/9513051
E-Mail: andreas.kleewein@gmx.net


Wer hat den Wiedehopf gesehen?

Wiedehopf Steckbrief:

Körpergröße: 28 cm (circa Taubengröße)
Farbe: Körper: braun
Flügel und Schwanz:schwarzweiß
K
örperform: schlank mit kurzen Beinen, langem gebogenen Schnabel sowie auffallender Federhaube
Flug: schmetterlingshaft und wellenförmig
Verhalten: läuft mit nickenden Kopfbewegungen auf Boden und ernährt sich hauptsächlich von Großinsekten
Einjährige Paarbildung
Ein bis zwei Jahresbruten
Brutdauer 16 Tage
24-30 Tage bis Junge flügge sind

Lebensraum:
Der Wiedehopf bevorzugt offene Landschaften warmtrockener Standorte mit kurzer Pflanzendecke und Bruthöhlen zur Nestanlage. Höchste Bestandsdichten in Mittelmeerländern, aber auch Brutvorkommen in Skandinavien und in den Alpen (höchstgelegener Brutnachweis in 2000 Meter ü.M.)

Das Projekt des Österreichischen Naturschutzbundes - Landesstelle Kärnten wird finanziell und substantiell vom Amt der Kärntner Landesregierung, Abt. 20, Uabt. Naturschutz unterstützt.






Forellenprojekt-Fortsetzung

Mittlerweile wurden am Gurkursprung erfreulicherweise ebenfalls autochthone Vorkommen der "Kärntner Urforelle" entdeckt.

Vom großen Vorkommen der autochthonen Görtschitztalforellen soll beginnend mit Oktober 2008 ein groß angelegtes Nachzuchtprojekt gestartet werden, welches innerhalb der nächsten 3 Jahre den vollen Umfang erreichen soll. Zielvorgabe: Alljährliche Nachzucht von ca. 200 000 autochthonen Forellensetzlingen für den Besatz in den umliegenden Gewässern des Gurkeinzugsgebietes.

Wir freuen uns über den tollen Erfolg des vom NATURSCHUTZBUND-Kärnten initiierten Forellenprojektes!


Bild 1: Flossendetail einer "Urforelle": Fett- und Schwanzflosse
Bild 2: Ein anderer Urtypus: "Urforelle", Unteres Gailtal
Bild unten: "Urforelle" Gurkursprung

© Klaus Kugi
© Klaus Kugi

Fett- und Schwanz-
flosse der Urforelle




manuelles Abfischen




Bleiburg

Nachdem es uns gelungen war in den Jahren 2005//0607 große Flächen nahe der Stadt Bleiburg zu erwerben, erfolgte im Winter 2007/08 eine ökologische Ausgestaltung nach Plänen des Landschaftsplaners DI Roland Schiegl. Damit sollte eine Verbesserung der Laichmöglichkeiten diverser dort lebender Amphibienarten erreicht und gleichzeitig auch neue Habitate für Reptilien geschaffen werden.


Bild 1: Fläche vor der Gestaltung, im Hintergrund Hochstaudenflur
Bild 2: Bau der Trockensteinmauer
Bild 3: Der größte der vier angelegten Tümpel im Spätsommer 2008
Bild 4: Zwei Waldpädagoginnen, Frau Weissenbacher und Frau Korak, die unsere Biotope jungen Besuchern zugänglich machen werden


© Klaus Kugi
© Klaus Kugi

© Schiegl

© Klaus Kugi



Hornviper-Schutzprojekt im Bergsturzgebiet Schütt

Nachdem wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, dass die Vorkommen unserer größten und schönsten Vipernart stark zurück gegangen bzw. sogar teilweise schon erloschen sind, haben wir uns gemeinsam mit Helga Happ vom Reptilienzoo Klagenfurt entschlossen, ein wissenschaftlich begleitetes Projekt zur Rettung dieses hochinteressanten Reptils ins Leben zu rufen.

Ziele:
  • Aufklärung der Bevölkerung
  • Einstellung illegaler Sammeltätigkeiten und von permanenten Störungen durch Tierfotografen etc.
  • Biotopmanagement: z. B. durch Entkusseln (Schwenden) von geeigneten Lebensräumen
  • Wissenschaftlich begleitete Bestandsaufnahmen


Bild 1: Hornotter (Vipera ammodytes)
Bild 2: Weibliche Hornotter
Bild 3: Helga Happ, Leiterin des Reptilienzoos Happ in Klagenfurt mit einem Prachtexemplar einer Hornviper

Hornotter © Helga Happ

Weibliche Hornotter © Helga Happ

Helga Happ © Klaus Kugi



Pflegemaßnahmen an der Wernberger "Froschwiege"

Wie alljährlich wurden auch heuer wieder umfangreiche Pflegemaßnahmen an der Froschwiege der Naturschutzjugend durchgeführt.


Bild 1: Mag. Sandra Wagenleitner mit ihrem Hündchen bei der Arbeit
Bild 2: Anita Karl und Obmann Mag. Klaus Kugi, die in einer Arbeitspause rasch wichtige Büroarbeit besprechen
Biotoppflege an der Froschwiege © Klaus Kugi

Klaus Kugi und Anita Karl © Archiv




Schiefling: Errichtung einer Beobachtungsplattform im Moor

Nach Ankauf mehrerer Parzellen von stark verwaldeten Pfeifengras-Wiesen im Rakouzamoor in den Jahren 2000/01 ist es uns gelungen sowohl eine größere Fläche davon zu roden, als auch gemeinsam mit dem Ramsarverein Schiefling und der ARGE Naturschutz nahe einer Radbrücke eine Aussichtsrampe mit Plattform für Naturbeobachter zu errichten. Wir hoffen, dass diese Möglichkeit intensiver Naturbeobachtungen von zahlreichen Besuchern genützt werden wird.


Bilder rechts:
Bild 1: Entfernung von Fichten Beobachtungsplattform
Bild 2: Während der ersten Rodungsarbeiten im Dezember 2007
Bild 3: Beobachtungsrampe noch unvollendet
Bild unten: Die Beobachtungsplattform bietet auch Platz zum Verweilen

© Klaus Kugi
Klaus Krainer beim Roden © Klaus Kugi

Rodung im Winter 2007/08 © Klaus Kugi

Beobachtungsplattform © Klaus Kugi




Wunderblume von Lendorf

Die so genannte Wunderblume von Lendorf (Rhododendron luteum) zählt zweifellos zu den größten botanischen Kostbarkeiten Kärntens, denn es handelt sich hier um den einzigen Standort dieser Spezies in ganz Österreich. Dank eines Ankaufs im Jahr 1969 und darauf folgender Umzäunung, sowie einer vegetativen Vermehrung des "Urstrauchs" konnte dieses Kleinod dauerhaft gerettet werden.

Nunmehr stehen Pflegemaßnahmen an, weil die Beschattung durch übergroße Fichten sich negativ auf die Vitalität der Rhododendronsträucher auswirkt. Mit Beginn November bzw. Dezember 2008, sicher jedenfalls nach Zufrieren des benachbarten Moores, sollen Teile der alten Fichten schonend gefällt und über das zugefrorene Moor abtransportiert werden.


Bild 1: Wunderblume = Rhododendron blühend
Bild 2: Durch Beschattung beeinträchtigte Rhododendron-Sträucher
Wunderblume © Klaus Kugi

Durch Beschattung beeinträchtigte Rhododendron-Sträucher © Klaus Kugi