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NATURSCHUTZBUND |
Artenschutzprojekt "Wiedehopf in Kärnten" Aufruf zur Mitarbeit Der Wiedehopf (Upupa epops) gehört zu den attraktivsten Vogelarten Kärntens. Sein farbenprächtiges Aussehen und seine faszinierende Lebensweise erwecken nicht nur bei Ornithologen großes Interesse. Leider ist der Brutbestand wohl wegen Veränderungen in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsweise Österreichweit im Abnehmen begriffen und so zählt der Wiedehopf derzeit zu den stark gefährdeten Arten der heimischen Vogelwelt. Unter der Federführung des Naturschutzbundes Österreich, Landesstelle Kärnten, und mit Unterstützung der Vereine BirdLife Kärnten, Naturwissenschaftlicher Verein, Arge Naturschutz und Kärntner Jägerschaft soll der landesweite Brutbestand im Jahr 2009 erfasst werden. Der Wiedehopf ist eine wichtige Indikatorart für intakte Kulturlandschaften. Die Ergebnisse der geplanten Studie sollen daher Rückschlüsse für unsere Naturschutzarbeit ermöglichen, ganz speziell für eine Neu-Ausrichtung der landwirtschaftlichen Nutzung. in der Kulturlandschaft. Kärnten besitzt innerhalb Österreichs eine große Verantwortung zur Erhaltung dieser Art, da schätzungsweise 15 bis 25 % des nationalen Bestandes hier brüten (Österreich: 100 bis 300 Bp.; FRÜHAUF 2005). Die Ergebnisse der Bestandserhebung sollen in weiterer Folge auch als Grundlage für gezielte Maßnahmen, wie Brutplatzverbesserungen, Nistkastenaktion, Flächenbewirtschaftung etc., herangezogen werden. Methodisch wollen wir bei diesem Forschungsprojekt auf die bereits mehrfach bewährte Mithilfe unserer naturinteressierten Mitbürger in Kärnten zurückgreifen. Zu diesem Zweck ergeht vor Brutbeginn unser Aufruf an die Bevölkerung Wiedehopfbeobachtungen so rasch wie möglich an uns zu melden. Diese Meldungen werden dann im Bezug auf eine mögliche Brut durch einen Experten vor Ort im Gelände überprüft. Als Endergebnis unseres Forschungsprojektes wird schließlich ein Bericht über die derzeitige Bestandessituation samt einer Verbreitungskarte erstellt werden. In weiterer Folge sollen dann auch konkrete Maßnahmen zum Schutz der Art ergriffen werden. Jede Meldung einer Wiedehopfsichtung an uns kann so zur Erhaltung dieses wunderschönen Vogels beitragen. Falls Sie in letzter Zeit also einen Wiedehopf beobachtet haben, ersuchen wir um rasche telefonische oder schriftliche Benachrichtigung mit Datum, Ort und Art der Beobachtung! Kontaktadressen: Österreichischer Naturschutzbund Landesstelle Kärnten Adalbert Stifterstraße 21 A-9500 Villach Tel.: 04242/214142 ; 9.00 - 13.00 Uhr Mag. Klaus Kugi, Obmann: Tel.: 0676/3368262 E-Mail:oenb.kaernten@happynet.at Mag. Andreas Kleewein Erlenweg 12 A-9220 Velden Tel.: 0650/9513051 E-Mail: andreas.kleewein@gmx.net |
Wer hat den Wiedehopf gesehen? |
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| Wiedehopf Steckbrief: Körpergröße: 28 cm (circa Taubengröße) Farbe: Körper: braun Flügel und Schwanz:schwarzweiß Körperform: schlank mit kurzen Beinen, langem gebogenen Schnabel sowie auffallender Federhaube Flug: schmetterlingshaft und wellenförmig Verhalten: läuft mit nickenden Kopfbewegungen auf Boden und ernährt sich hauptsächlich von Großinsekten Einjährige Paarbildung Ein bis zwei Jahresbruten Brutdauer 16 Tage 24-30 Tage bis Junge flügge sind Lebensraum: Der Wiedehopf bevorzugt offene Landschaften warmtrockener Standorte mit kurzer Pflanzendecke und Bruthöhlen zur Nestanlage. Höchste Bestandsdichten in Mittelmeerländern, aber auch Brutvorkommen in Skandinavien und in den Alpen (höchstgelegener Brutnachweis in 2000 Meter ü.M.) Das Projekt des Österreichischen Naturschutzbundes - Landesstelle Kärnten wird finanziell und substantiell vom Amt der Kärntner Landesregierung, Abt. 20, Uabt. Naturschutz unterstützt. |
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| Forellenprojekt-Fortsetzung Mittlerweile wurden am Gurkursprung erfreulicherweise ebenfalls autochthone Vorkommen der "Kärntner Urforelle" entdeckt. Vom großen Vorkommen der autochthonen Görtschitztalforellen soll beginnend mit Oktober 2008 ein groß angelegtes Nachzuchtprojekt gestartet werden, welches innerhalb der nächsten 3 Jahre den vollen Umfang erreichen soll. Zielvorgabe: Alljährliche Nachzucht von ca. 200 000 autochthonen Forellensetzlingen für den Besatz in den umliegenden Gewässern des Gurkeinzugsgebietes. Wir freuen uns über den tollen Erfolg des vom NATURSCHUTZBUND-Kärnten initiierten Forellenprojektes! Bild 1: Flossendetail einer "Urforelle": Fett- und Schwanzflosse Bild 2: Ein anderer Urtypus: "Urforelle", Unteres Gailtal Bild unten: "Urforelle" Gurkursprung ![]() |
![]() Fett- und Schwanz- flosse der Urforelle ![]() manuelles Abfischen |
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| Bleiburg Nachdem es uns gelungen war in den Jahren 2005//0607 große Flächen nahe der Stadt Bleiburg zu erwerben, erfolgte im Winter 2007/08 eine ökologische Ausgestaltung nach Plänen des Landschaftsplaners DI Roland Schiegl. Damit sollte eine Verbesserung der Laichmöglichkeiten diverser dort lebender Amphibienarten erreicht und gleichzeitig auch neue Habitate für Reptilien geschaffen werden. Bild 1: Fläche vor der Gestaltung, im Hintergrund Hochstaudenflur Bild 2: Bau der Trockensteinmauer Bild 3: Der größte der vier angelegten Tümpel im Spätsommer 2008 Bild 4: Zwei Waldpädagoginnen, Frau Weissenbacher und Frau Korak, die unsere Biotope jungen Besuchern zugänglich machen werden ![]() |
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| Hornviper-Schutzprojekt im Bergsturzgebiet Schütt Nachdem wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, dass die Vorkommen unserer größten und schönsten Vipernart stark zurück gegangen bzw. sogar teilweise schon erloschen sind, haben wir uns gemeinsam mit Helga Happ vom Reptilienzoo Klagenfurt entschlossen, ein wissenschaftlich begleitetes Projekt zur Rettung dieses hochinteressanten Reptils ins Leben zu rufen. Ziele:
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| Pflegemaßnahmen an der Wernberger "Froschwiege" Wie alljährlich wurden auch heuer wieder umfangreiche Pflegemaßnahmen an der Froschwiege der Naturschutzjugend durchgeführt. Bild 1: Mag. Sandra Wagenleitner mit ihrem Hündchen bei der Arbeit Bild 2: Anita Karl und Obmann Mag. Klaus Kugi, die in einer Arbeitspause rasch wichtige Büroarbeit besprechen |
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| Schiefling: Errichtung einer Beobachtungsplattform im Moor Nach Ankauf mehrerer Parzellen von stark verwaldeten Pfeifengras-Wiesen im Rakouzamoor in den Jahren 2000/01 ist es uns gelungen sowohl eine größere Fläche davon zu roden, als auch gemeinsam mit dem Ramsarverein Schiefling und der ARGE Naturschutz nahe einer Radbrücke eine Aussichtsrampe mit Plattform für Naturbeobachter zu errichten. Wir hoffen, dass diese Möglichkeit intensiver Naturbeobachtungen von zahlreichen Besuchern genützt werden wird. Bilder rechts: Bild 1: Entfernung von Fichten Beobachtungsplattform Bild 2: Während der ersten Rodungsarbeiten im Dezember 2007 Bild 3: Beobachtungsrampe noch unvollendet Bild unten: Die Beobachtungsplattform bietet auch Platz zum Verweilen ![]() |
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| Wunderblume von Lendorf Die so genannte Wunderblume von Lendorf (Rhododendron luteum) zählt zweifellos zu den größten botanischen Kostbarkeiten Kärntens, denn es handelt sich hier um den einzigen Standort dieser Spezies in ganz Österreich. Dank eines Ankaufs im Jahr 1969 und darauf folgender Umzäunung, sowie einer vegetativen Vermehrung des "Urstrauchs" konnte dieses Kleinod dauerhaft gerettet werden. Nunmehr stehen Pflegemaßnahmen an, weil die Beschattung durch übergroße Fichten sich negativ auf die Vitalität der Rhododendronsträucher auswirkt. Mit Beginn November bzw. Dezember 2008, sicher jedenfalls nach Zufrieren des benachbarten Moores, sollen Teile der alten Fichten schonend gefällt und über das zugefrorene Moor abtransportiert werden. Bild 1: Wunderblume = Rhododendron blühend Bild 2: Durch Beschattung beeinträchtigte Rhododendron-Sträucher |
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