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Projekt Hochsonnberg wäre bloß schitechnische Notlösung

10.02.2011 NATURSCHUTZBUND Salzburg von Hannes Augustin (0 Kommentare)

Tümpel am Hochsonnberg
Eine ganze Reihe von Tümpeln würde der Schigebietserweiterung zum Opfer fallen

Anfang Dezember 2010 fand in Zell am See die mündliche Verhandlung für das Schigebietsprojekt Hochsonnberg statt. Der Naturschutzbund hat in der Ediktalzeit kritische Einwendungen erhoben und ist deshalb nun Partei im UVP-Verfahren. Aber auch andere NGOs wie der österreichische und der deutsche Alpenverein sowie eine Bürgerinitiative und die Landesumweltanwaltschaft nehmen am Verfahren teil und sehen das Projekt als nicht umweltverträglich an.

Gründe dafür sind unter anderem, dass Teile der Schiabfahrt nur durch dauerhafte Beschneiung sichergestellt wären. Durch das Projekt soll nämlich ein Gebiet unter 2000 Höhenmetern an einem süd-west-exponierten Hang erschlossen werden. Einer derartigen Verschwendung von Ressourcen kann aus Sicht der Projektsgegner keine Umweltverträglichkeit attestiert werden. Aber auch die Qualität der geplanten Pisten bleibt fragwürdig. So bezeichnet der schisporttechnische Sachverständige des Landes Teile der Piste als „schitechnische Notlösung“. Tatsache ist es, dass die Talabfahrt teilweise über eine nur sechs Meter breite Hangbrücke führt.

Ergebnis der mündlichen Verhandlung und auch des Umweltverträglichkeitsgutachtens ist, dass es sich bei dem Projektsgebiet um einen mehr als bedeutenden Naturraum handelt. So sprechen die Sachverständigen des Landes davon, dass an der Nichtverwirklichung ein besonders hohes Naturschutzinteresse gegeben ist. Eingriffe in diese herausragende Landschaft können daher nur durch überwiegende öffentliche Interessen begründet werden.

Für den Naturschutzbund ist es jedoch mehr als fraglich, dass die von den Projektwerbern vorgebrachten Interessen am Projekt wirklich überwiegend der Öffentlichkeit zu Gute kommen. Tatsache ist nämlich, dass in erster Linie die Schmittenhöhenbahn AG durch steigenden Umsatz profitieren soll. Überwiegendes öffentliches Interesse schaut aber anders aus.

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