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Das sinnlose Sterben eines Paradieses

22.09.2010 NATURSCHUTZBUND Wien von Eva Mößler (0 Kommentare)

Kurier vom 10. September 1976: “Am westlichen Stadtrand Wiens vergammelt ein Naturkleinod, weil aus einer großangelegten Spekulation nichts wurde. Eine Grundstückspekulation wurde zum Bumerang für die Spekulanten: Das allein wäre kein Grund zur Trauer. Aber: Das Spekulationsobjekt Kraus-Gründe, ein für Erholungs- und Lehrzwecke bestens geeignetes Naturkleinod im Westen Wiens, geht nun mangels Pflege vor die Hunde ...”

1976 erfolgte mit Bescheid der MA22-Umweltschutz die “Unterschutzstellung des Gehölzbestandes in Wien 17 und 14 im Bereich Neuwaldegger Straße / Amundsenstraße, sowie des durchfließenden Alserbaches samt deren unmittelbarer Umgebung”. Als “einheitliches Naturgebilde” wurde es zum Naturdenkmal erklärt, die Eintragung in das Naturschutzbuch unter Nr. 636 verfügt und dies im Gundbuch ersichtlich gemacht.

Der rechtliche Schutz für die im 5 ha großen Areal festgestellten 114 Spezies aus 59 Gattungen und 75 Varietäten an Gehölzen, davon Nadelhölzer 53/15/67 (!) war somit gegeben.

Ja, rechtlich. Aber die Praxis der Zerstörung, insbesondere durch Unterlassung jeder erforderlichen Betreuung und Pflege, geht auch 2010 weiter. Die Verantwortlichen der Behörden und der Stadt sollten sich schämen! Das Legalitätsprinzip ist auch hier offensichtlich verkümmert.

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