Weichtiere des Jahres
Flussmuschel © Patzner
Aufgrund ihrer Sensibilität gegenüber Gewässerverunreinigungen eignet sich die Flussmu-schel (Unio crassus) sehr gut als Bioindikator zur Prüfung der Wasserqualität. Außerdem zeigt sie durch ihre enge Bindung an Wirtsfische Fischsterben bzw. Rückgänge in Wirtsfisch-beständen an. Mit der Wahl zum „Weichtier des Jahres 2012“ soll auf die Situation der vom Aussterben bedrohten Muschel sowie auf die Bedeutung sauberer Gewässer hingewiesen werden.
Weiterlesen … 2012: Flussmuschel (Unio crassus)
© Ira Richling
Seit 2004 gehört diese kleine und unauffällige Süßwasserschnecke zu den europaweit geschützten Arten. In Österreich ist sie stark gefährdet, in Bayern sogar vom Aussterben bedroht.
Im Rahmen der Erweiterung der EU wurde sie in die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aufgenommen. Weil sie daher intensiv erforscht und ihre Lebensräume europaweit geschützt werden müssen, die Art in der Öffentlichkeit aber weitgehend unbekannt ist, wurde sie als Weichtier des Jahres ausgewählt.
Weiterlesen … 2011: Zierliche Tellerschnecke (Anisus vorticulus)
Schließmundschnecken sind anders. Während sich bei den meisten heimischen Schneckenarten die Gehäusewindungen nach rechts drehen, verlaufen sie bei den Schließmundschnecken nach links. Das Gehäuse dreht sich, von der Spitze beginnend, also gegen den Uhrzeigersinn, und die Mündung liegt links von der Gehäuseachse. Von den Schließmundschnecken gibt es viele verschiedene Arten, die in der gesamten Paläarktis zu Hause sind. Die meisten davon findet man am Balkan. Aber auch in Österreich sind sie heimisch. Dem "Weichtier des Jahres 2010" kann man helfen, wenn man im Garten Mauerritzen zulässt und auch einmal etwas liegen lässt und damit Versteckmöglichkeiten bietet.
Weiterlesen … 2010: Gemeine Schließmundschnecke