| NATURSCHUTZBUND Niederösterreich Alserstraße 21/1/5 1080 Wien Tel. 01/402 93 94 Fax 01/402 92 93 noe@naturschutzbund.at Vorsitzender: Univ.-Prof. Dr. Walter Hödl Geschäftsführerin: Mag. Margit Gross Geschäftszeiten: Montag - Donnerstag 9.00 bis 13.00 Uhr Noch mehr Informationen über NATURSCHUTZBUND-Aktivitäten in Niederösterreich gibt es unter www.noe.naturschutzbund.at Zum NATURSCHUTZBUND Österreich Mitgliedstarife NATURSCHUTZBUND Niederösterreich A-Mitgliedschaft inkl. Zeitschrift "Natur und Land" und "Naturschutz-bunt" EUR 29,- B-Mitgliedschaft inkl. Zeitschrift "Natur und Land" und "Naturschutz-bunt" (Studenten, Senioren) EUR 17,- B-Mitgliedschaft ohne Zeitschriften EUR 10,- Mitglied werden |
Ein besonderes Geschenk: Ein Naturjuwel schenken! Umweltminister Niki Berlakovich gratuliert zu Artenschutzaktion Schenken macht Freude. Doch was? Eigentlich hat ja jeder schon alles. Umso sinnvoller sind Geschenke von bleibendem Wert, die dazu beitragen, dass seltene Pflanzen, Tiere und Lebensräume auch für unsere Kinder und Enkel bewahrt bleiben. Bleibende Werte sollen ... Unser Geschenktipp: Kaufen Sie doch eine Perle der Natur! Schenken Sie Ihren Verwandten, Freunden, Bekannten (oder sich selbst) heuer zu Weihnachten ein Stück Trockenrasen oder Feuchtwiese! Um so eine Perle zu finden, muß man sich nicht in den hektischen Einkaufstrubel stürzen, in der Gegend unnötig herumfahren, sich den Kopf zerbrechen, wo und was? Der NATURSCHUTZBUND NÖ kennt Perlen unserer Kultur- und Naturlandschaft, die erworben und dauerhaft geschützt werden sollen. "Ein Hektar liegt bereits unter den Christbäumen der Österreicherinnen und Österreicher", gratulierte Bundesminister Niki Berlakovich bei der heutigen Zertifikatsverleihung stellvertretend einer Käuferin, die durch ihre Spende zum Ankauf des ersten Hektars beigetragen hat. "Das ist eine überaus sinnvolle Maßnahme für den Artenschutz, jeder kann auf diese Weise etwas für die Biodiversität tun. Gerade im Vorfeld des Internationalen Jahres der Biodiversität (2010) eine beispielhafte Aktion des Naturschutzbundes" lobt der Umweltminister. ... weiter an Boden gewinnen Aktuelle Kaufwünsche gibt es bereits: "Wir wollen Flächen in der Langen Luss, am Reißbach (Litschau im Waldviertel) sowie ein Grundstück bei Theresienfeld (Steinfeld) ankaufen" sagt Margit Gross, Geschäftsführerin beim NATURSCHUTZBUND NÖ. Die Lange Luss an der March ist eine der letzten Überschwemmungsbereiche Österreichs, die Reißbachwiesen sind ein Habitat des Fischotters, die Parzellen bei Theresienfeld sind für den Triel ein bitter nötiges Refugium. Genaue Informationen zu den Flächen gibt's auf Wunsch. Grünes Netzwerk Wir knüpfen auch im kommenden Jahr das grüne Netzwerk von "Überlebensinseln" weiter und wollen es noch dichter machen. Mit jeder noch so kleinen Beteiligung am Freikauf gewinnt unser Vorhaben buchstäblich an Boden. Der NATURSCHUTZBUND NÖ als Besitzer garantiert einen optimalen Zustand und den bestmöglichen Schutz vor Eingriffen. Auf den Grundstücken finden die notwendigen Pflegemaßnahmen durch die Mitglieder statt, oft auch zusammen mit engagierten Landwirten. Anteilscheine erwerben Den Spendenbeitrag zum Erwerb von Grund und Boden dokumentiert ein attraktives Zertifikat, wo der gekaufte Quadratmeteranteil eingetragen ist. Sie können darauf den Namen des Beschenkten (oder den eigenen) von uns aufdrucken lassen oder selbst eintragen. Bitte zahlen Sie den entsprechenden Betrag auf das Konto Nr. 62-00.480.590 Bankleitzahl: 32.000, Raiffeisenlandesbank Wien NÖ, lautend auf den NATURSCHUTZBUND NÖ, Kennwort "Naturjuwele NÖ" ein. Die Natur dankt Ihnen! Rückfragen an NATURSCHUTZBUND NÖ noe@naturschutzbund.at 01-402 93 94 |
![]() Minister Niki Berlakovich übergibt einer Käuferin ihre Urkunde |
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| NÖ Naturschutztag 2009 Thema: "Natur am Rand - Chance für unsere Artenvielfalt?!" Straßenböschungen, Bahndämme und Uferbiotope stehen im Mittelpunkt des diesjährigen NÖ Naturschutztages, der am Samstag, den 17. Oktober 2009 in Bruck an der Leitha stattfindet. Straßenböschungen, Bahndämme und Uferbiotope überziehen wie ein dichtes Netz das ganze Land. Entlang von ihnen breiten sich Pflanzen aus und wandern Tiere. Zudem sind sie - sofern sie nach naturschutzfachlichen Kriterien gepflegt werden - Lebensraum einer Reihe von teils auch gefährdeten Arten. Sie haben daher in der heute stark zerschnittenen und intensiv genutzten Landschaft auch eine besonders große Vernetzungsfunktion. Ihre Bedeutung für die biologische Vielfalt ist jedoch bisher noch viel zu wenig bekannt... Bei der Pflege von Straßenböschungen steht natürlich die Sicherheit der Benutzer im Vordergrund, Kurven müssen eingesehen, Leitanlagen sichtbar sein. Es gilt auch, den Wasserabfluß sicher zu stellen; nicht zuletzt muss die Pflege auch wirtschaftlich sein und machbar sein. Ähnliches gilt auch für Uferbiotope, wo Hochwasserschutzaspekte eine große Rolle spielen. Eine große Herausforderung stellt zudem die Ausbreitung von exotischen Pflanzen (Neophyten) entlang dieser linearen Strukturen dar - wie etwa das Ragweed, auf das viele Menschen allergisch reagieren. Beim NÖ Naturschutztag 2009 in Bruck werden Fachleute und engagierte Laien ihre Erfahrungen und Anliegen präsentieren. Stoff für eine vielfältige Diskussion ist gewiss reichlich vorhanden! Programm: Exkursion (kostenfrei) durch den Harrachpark bzw. Stadtführung um 11.30 Uhr. Vorträge und Diskussion über Artenvielfalt in Randbiotopen, Gefährdung, Schutzbemühungen um 14.30 Uhr, Stadttheater Bruck Eintritt frei Anmeldung erbeten: NATURSCHUTZBUND NÖ, Tel: 01-402 93 94, E-Mail: noe@naturschutzbund.at Detailprogramm der Veranstaltung siehe www.noe.naturschutzbund.at |
![]() Bunte Böschungen sind Lebensräume ![]() Einzelbaum neben der Straße |
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| Natura 2000 erleben am GRÜNEN BAND Land Niederösterreich zeichnet Projekt von NATURSCHUTZBUND NÖ und Naturfreunde Internationale aus. Großer Jubel herrscht bei der Naturfreunde Internationale und beim NATURSCHUTZBUND NÖ: Am 14. Februar 2009 wurde ihr gemeinsam eingereichtes Projekt "Natura 2000 erleben am Grünen Band" im Rahmen des Wettbewerbs "Natura 2000 in Niederösterreich" prämiert. Landesrat DI Josef Plank, der die Verleihung im Ostarrichisaal des Niederösterreichischen Landhauses vornahm, gratulierte den beiden Preisträgern und würdigte die Bedeutung lokaler und regionaler Initiativen, die Natura 2000 erfahrbar und erlebbar machen. Das Projekt verbindet zwei europaweite Naturschutzvorhaben von bemerkenswerter Dimension: Einerseits Natura 2000, ein EU-weites Netzwerk von Schutzgebieten mit dem die europäische Artenvielfalt im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung erhalten werden soll. Andererseits das Grüne Band, den längsten Biotopverbund Europas und zugleich Ort der Begegnung von Völkern, die einst der Eiserne Vorhang trennte, das heute eine Brücke zwischen den Schutzbemühungen beiderseits der Grenze bildet. Diese beiden Grundgedanken bei den Bewohnern und Besuchern des Grenzraumes zu verankern, ist Ziel des Projekts. Seit 2004 ist der NATURSCHUTZBUND NÖ an der europaweiten Initiative "GRÜNES BAND" (www.greenbelteurope.eu) beteiligt, organisierte eine Pressefahrt und mehrere Exkursionen am 408 km langen Abschnitt in Niederösterreich, auch auf slowakischer Seite. "In diesem Zusammenhang entstand bei den Gesprächen mit unseren Projektpartnern die Idee, am Grenzverlauf eine Wanderroute zu errichten", erzählt Geschäftsführerin Mag. Margit Gross. Vorbilder gibt es in unseren Nachbarländern mehrere, wo Wanderführer und Tourismusangebote zum sanften Reisen am GRÜNEN BAND ermuntern - insbesondere im Gedenkjahr 2009, zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs. Margit Gross: "Am Grünen Band liegen bekannte, aber auch weniger bekannte Natur- und Kulturperlen aneinandergereiht. Wir wollen mit diesem Projekt auf sie aufmerksam machen." Ebenfalls 2004 wurde das Natura Trail Projekt gestartet (www.naturatrails.net), welches das Naturerleben in Europas Schutzgebieten fördern und zugleich das Verständnis für den Schutz von Natur und Landschaft heben soll. "Natura Trails führen durch für eine sanfte Freizeitnutzung besonders geeignete Schutzgebiete, informieren Einheimische und Besucher über die regionalen Besonderheiten und laden zu einer natur- und umweltverträglichen Freizeitgestaltung in der Region ein", so DI Andrea Lichtenecker, Projektleiterin der Naturfreunde Internationale. "Wandern wird zunehmend moderner - ein Trend, den sich der Naturschutz zunutze machen kann." Die 22 bisher in Österreich errichteten Natura Trails sowie die von der UNESCO im Juni 2008 verliehene Auszeichnung des Natura Trail Projekts im Rahmen der UN-Dekade für nachhaltige Entwicklung, bestätigen dieses Konzept. Am GRÜNEN BAND in Niederösterreich liegen acht Natura 2000-Gebiete. Alle sind von herausragender Bedeutung für das europäische sowie das niederösterreichische Naturerbe; zugleich sind einige von ihnen bereits beliebte Erholungsgebiete. In den als Nationalparks ausgewiesenen Natura 2000-Gebieten Thayatal und Donauauen gibt es umfangreiche Exkursionsprogramme. Der Wert der restlichen sechs Natura 2000 Gebiete - die Moor- und Teichlandschaft des Waldviertels, das Westliche Weinviertel, die Weinviertler Klippenzone, die March-Thaya Auen, die Pannonischen Sanddünen und die Hundsheimer Berge - ist weder den Einheimischen noch den Gästen in vollem Umfang bewusst. Im Rahmen des preisgekrönten Gemeinschaftsprojektes ist unter Beteiligung der Bevölkerung die Errichtung von sechs Natura Trails in den Natura 2000-Gebieten am GRÜNEN BAND geplant, die mit einem multimedialen Ansatz (Folder, Infotafeln, Internet) die charakteristischen Arten und Lebensräume des Grünen Bandes erlebbar machen sollen. Zahlreiche regionale Aktivitäten wie geführte Wanderungen oder Informationsveranstaltungen sollen das Angebot ergänzen. ![]() v.l.: Naturschutzlandesrat DI Josef Plank, DI Andrea Lichtenecker (Naturfreunde Internationale), Mag. Margit Gross (NATURSCHUTZBUND NÖ), DI Judith Michaeler (Naturfreunde Internationale), Mag. Martin Tschulik (NÖ Naturschutzabteilung) |
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| Niederösterreichischer Naturschutztag: Klimawandel und Artenvielfalt Samstag, 8. Nov. 2008 Der traditionelle NÖ Naturschutztag findet am Samstag, den 8. November in Eggenburg (Bezirk Horn) statt. Er ist dem Klimawandel und den Auswirkungen auf die heimische Pflanzen- und Tierwelt gewidmet. Die Teilnehmer sind eingeladen, einmal kritisch zu hinterfragen: Tun wir heute noch das Richtige?! Die Vorträge von Univ.-Prof. Dr. Georg Grabherr und Dr. Harald Pauli (Universität Wien), Dr. Franz Essl (Umweltbundesamt), Johannes Frühauf (BirdLife Österreich) und weiterer Fachleute garantieren eine anregende Diskussion! Beginn: 14.00 in der Raiffeisenbank Eggenburg. Ausflugsziel Fehhaube und Kogelsteine Die Umgebung von Eggenburg ist reich an Naturschätzen; am Vormittag besuchen wir die Naturdenkmäler Fehhaube und Kogelsteine (Silikattrockenrasen, auffallende Gesteinsformationen). Der NATURSCHUTZBUND NÖ hat gemeinsam mit der Krahuletzgesellschaft und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sowie mit finanzieller Unterstützung des Landes NÖ und der EU vier Hektar angekauft. Treffpunkt: 10.45 am Bahnhof in Eggenburg. Führungen: Univ.-Prof. Dr. Fritz Steininger (Krahuletzgesellschaft), DI Heinz Wiesbauer (LIFE Projekt "Pannonische Steppen- und Trockenrasen"). Anmeldung erwünscht: Tel. 01-402 93 94 (vormittags) Programmablauf: www.noe.naturschutzbund.at |
![]() Fehhaube ![]() Gefleckte Keulenschrecke |
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| Drei Schöffelpreisträger mehr in unseren Reihen Am 18. September 2008 wurden drei tatkräftige Mitglieder des NATURSCHUTZBUNDes NÖ mit dem Josef Schöffel Förderungspreis ausgezeichnet: OSR Raimund Fischer sowie Dr. Norbert Sauberer und Dr. Erich Eder, die auch im Vorstand der Landesgruppe mitwirken. Der Schöffelpreis wird seit 1985 an Personen verliehen, die durch hervorragende Leistungen zum Schutz der heimischen Natur und/oder zur Vertiefung des Verständnisses beitragen. Die Verleihung erfolgt alle drei Jahre. Heuer fand die Verleihung durch Landesrat Josef Plank im Rahmen eines Festaktes in Klosterneuburg statt. OSR Raimund Fischer ist für diese Auszeichnung vom NATURSCHUTZBUND NÖ vorgeschlagen worden. Der Autor solch prächtiger Fachbücher wie "Blütenpracht am Ostsaum der Alpen" sowie "Suche nach Blattrosetten durch das ganze Jahr" hat sich über seine Veröffentlichungen hinaus für den Schutz wertvoller Trockenrasen und anderer wertvoller Flecken eingesetzt. Einen großen Teil seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hat er einer Landschaft gewidmet, die vielfach unterschätzt und lange vernachlässigt wurde, nämlich dem Wiener Neustädter Steinfeld, dem er auch mehrere Publikationen gewidmet hat. Durch OSR Raimund Fischer wurden die Naturschätze dieser "vergessenen" Landschaft bekannt. Fischer, Jahrgang 1923, besuchte die Realschule und Lehrerbildungsanstalt in Wiener Neustadt und wirkte als Didaktik-Professor an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Baden. Er hat durch sein publizistisches Wirken, seine zahlreichen geführten Exkursionen und Vorträge und seine Lehrtätigkeit über einen Zeitraum von nahezu einem halben Jahrhundert hinweg wesentlich dazu beigetragen, dass in der Bevölkerung die Wertschätzung für die Naturschätze unserer Heimat wuchs. Dr. Norbert Sauberer, stv. Vorsitzender der Landesgruppe, wurde ebenfalls geehrt. Der Entschluss, Biologie zu studieren, wurde bei Dr. Sauberer durch die Ökologiediskussion in den 1980er geweckt: Die Auseinandersetzungen um Zwentendorf, die Flötzersteigautobahn und das Kraftwerk Hainburg zeigten ihm, welche Gestaltungskraft das Engagement vieler Menschen haben kann. Seine Lieblingslandschaft ist die Feuchte Ebene, die er schon in seiner Kindheit spielerisch erforschte. Kein Wunder, dass ihr Schutz ihm besonders am Herzen liegt. Für das Naturdenkmal Brunnlust arbeitet er geeignete Managementstrategien aus, um hier neue Trittsteine für bedrohte Arten und Lebensräume zu schaffen. Zum Erhalt der Artenvielfalt ist er auch bereit, ordentlich Schweiß zu vergießen. Bei diversen Pflegeeinsätzen mit Sense, Gabel und Rechen macht er gerne mit. Neben seiner Mitarbeit im Vorstand und bei Exkursionen hat er wertvolle Arbeit bei der Erhebung des Zustandes unserer zahlreichen Pacht- und Eigengründe geleistet. Dr. Erich Eder ist als Fachmann für Urzeitkrebse weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Auftritte in Rundfunk und Fernsehen, zahlreiche Vorträge und Presseberichte haben ihn mitsamt seinen auch als "lebende Fossilien" bekannten Schützlingen berühmt gemacht. Flusskrebse sind ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit. An der Universität Wien hält er Vorträge über Naturschutzbiologie und Freilanddidaktik. Der gemeinsam mit seinem einstigen Mentor und nunmehrigen Kollegen Univ. Prof. Dr. Walter Hödl verfasste Ausstellungskatalog "Urzeitkrebse Österreichs" (1996) ist mittlerweile vergriffen. Besondere Freude macht Dr. Eder die Wiederentdeckung von als ausgestorben geglaubten Arten: Es gibt in Österreich 16 Urzeitkrebsarten und von diesen galten bis 1993 noch 8 Arten als ausgestorben; innerhalb von wenigen Jahren konnte er wieder Nachweise von sieben "Ausgestorbenen" bringen. Sein großer Wunsch ist die Unterschutzstellung der "Triops-Senke" an der March. ![]() Mag. Margit Gross (Geschäftsführerin NATURSCHUTZBUND NÖ), Raimund Fischer, LR Plank, Erich Eder (v.l.) |
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| Große Trauer um Ing. Hans Kinnl Am 11. Mai 2008 ist unser verdientes Mitglied Ing. Hans Kinnl von uns gegangen. Über 50 Jahre lang unterstützte er den Verein auf beispielhafte Weise, wann immer Not am Mann war, war Herr Kinnl zur Stelle. Die Freizeit widmete er großteils dem Naturschutz, fürsorglich unterstützt von seiner Frau Lisbeth. Seine Bemühungen zur Verhinderung des geplanten Kraftwerksbaus im Thayatal, die Betreuung der Perchtoldsdorfer Heide, seine Mitarbeit bei der Wienerwaldkonferenz, die Organisation von Vereinsreisen und zahlreichen Exkursionen bleiben unvergessen! Ing. Kinnl gründete eine Aktionsgemeinschaft zur Rettung der Lobau (Raffinerie), beteiligte sich 1984 an der "Aubesetzung" in Stopfenreuth, wo er mit seiner Frau in dicken Wintermänteln bei klirrender Kälte ausharrte. Die Verleihung der Silbernen Paul-Tratz-Medaille und des Großen Ehrenzeichens des Naturschutzbundes Österreich hat sich dieser zähe, gewissenhafte, aber auch humorvolle Streiter für die heimatliche Natur mehrfach verdient! |
![]() Lisbeth und Hans Kinnl |
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| Ein klares NEIN zum geplanten Bau eines Wasser- kraftwerkes im "Naturdenkmal Erlaufschlucht" NATURSCHUTZBUND NÖ, WWF Österreich und Vertreter des Naturhistorischen Museums Wien sprechen sich vehement gegen den beabsichtigten schwerwiegenden Eingriff in das Naturdenkmal "Erlaufschlucht" in Purgstall an der Erlauf aus. In Purgstall an der Erlauf ist mitten im Naturdenkmal "Erlaufschlucht" der Bau eines Kleinkraftwerkes geplant. Bei einem vor kurzem stattgefundenen Lokalaugenschein stellte der beauftragte Planer die Pläne für das Kleinkraftwerk vor. Eine seit dem Jahr 1961 bestehende Sohlstufe soll als Wehr zur Energiegewinnung genutzt und ausgebaut werden. Mittels eines Schachts soll die Erlauf zu einer Turbine im angrenzenden Schlosspark umgeleitet werden. Um die wirtschaftliche Energieausbeute zu optimieren, muss die Fallhöhe maximiert werden, eine Eintiefung der Erlauf unterhalb der Sohlstufe ist beabsichtigt. Das ganze Vorhaben ist mitten im Naturdenkmal geplant. Laut Bescheid aus dem Jahr 1972 wurde das betroffene Gebiet u.a. aufgrund seiner "Einmaligkeit im nördlichen Alpenvorland" unter Schutz gestellt. In der vom NATURSCHUTZBUND NÖ im Auftrag des Landes NÖ durchgeführten Erhebung der flächigen Naturdenkmäler wird das Na-turdenkmal "Erlaufschlucht" als "von hohem bis sehr hohem naturschutzfachlichen Wert" bezeichnet. Zudem wurde dabei auch der wissenschaftliche Wert betont. Für die oben genannten Organisationen ist die Errichtung des vorgestellten Kleinkraftwerkes bei Purgstall aus folgenden Gründen nicht mit dem Naturdenkmal vereinbar: Auch wenn - wie vom Planer betont - nach der Errichtung der beiden Schächte nicht mehr als die Zu- und Ablauföffnungen zu sehen wären - kommt es durch die Bauarbeiten zu massiven Eingriffen in die geschützte Schluchtwand. Diese Eingriffe können nicht "restauriert" werden. Die zuvor abgetragenen Teile der Schluchtwand beherbergen geschützte Tiere und Pflanzen, die durch die Abtragung vernichtet würden, der Lebensraum kann nicht durch reine Kosmetik (Kaschierung des Betons mit Naturstein) wieder hergestellt werden. Die künstliche Eintiefung der Erlauf unterhalb des Wehrs, die erfolgen soll, um ein größeres Gefälle herzustellen und damit erst die vorgesehene Leistung des KWs sicherzustellen, zerstört Teile des Naturdenkmals unwiederbringlich. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Untergrundes ist außerdem keineswegs sichergestellt, dass nicht weitere Teile der geschützten Schluchtwand abbrechen würden und das Naturdenkmal insgesamt gefährdet wäre. Der betroffene Teil der Schlucht ist als Naturdenkmal ausgewiesen und liegt zudem im Natura 2000 Gebiet "NÖ Alpenvorlandflüsse". "Die Gesetzeslage ist eindeutig. Ein so massiver Eingriff ist mit den Schutzzielen des Naturdenkmals nicht vereinbar und muss von Seiten des Naturschutzes strikt abgelehnt werden", betont Dr. Andreas Hantschk vom Naturhistorischen Museum Wien. "Darüber hinaus ist die Erlaufschlucht auch Natura 2000-Gebiet, also auf gesamteuropäischer Ebene geschützt. Auch mit den Zielen von Natura 2000 ist das geplante Kraftwerk nicht vereinbar." "Nur ein kleiner Teil Niederösterreichs steht unter strengem hoheitlichen Schutz - das sind Gebiete, die etwa als Naturschutzgebiet oder Naturdenkmäler ausgewiesen sind. In diesen wenigen Gebieten muss auch weiterhin Naturschutz das oberste Ziel sein. Die Errichtung eines Kraftwerkes ist mit den Zielen des Naturschutzes in so geschützten Gebieten unvereinbar" weist Mag. Margit Gross, Geschäftsführerin des NATURSCHUTZBUND NÖ, hin. "Die davon ausgehende Signalwirkung könnte unabsehbare Folgen haben und dazu führen, dass für die Realisierung von Projekten die Schutzbestimmungen für andere unter hoheitlichem Schutz stehende Gebiete in NÖ in fataler Weise ausgehöhlt werden. Das werden die Naturschutzverbände nicht zulassen!" "Die Bemühungen der Gemeinde Purgstall an der Erlauf zu eine energieautarken Gemeinde zu werden, sind prinzipiell zu begrüßen. Dies darf aber nicht auf Kosten einmaliger Naturjuwele gehen. Ein Kraftwerk hat in einem Naturdenkmal nichts verloren, das wäre glatter Etikettenschwindel. Das kann auch nicht im Sinne der Gemeinde Purgstall sein. Zudem ist das geplante Kraftwerk energiepolitisch völlig sinnlos. Es würde lediglich 0,027% des Gesamtstromverbrauch Niederösterreichs abdecken. Diese marginale Stromausbeute steht in keinem Verhältnis zum schwerwiegenden Eingriff in intakte Natur. Die effizientere Ausnutzung bestehender Kraftwerke an der Erlauf sowie die Einsparung von Strom muss oberste Priorität genießen. Da gibt es noch gewaltige Potentiale", so DI Arno Mohl, Wasserexperte vom WWF Österreich. |
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| nach oben | Czettelpreis für Natur- und Bergwacht Rabensburg Gemeinsam mit dem NATURSCHUTZBUND NÖ alte Kopfweiden gepflegt Am 9. November 2007 wurde vom Land Niederösterreich im Rahmen eines Festaktes im Landtagssitzungssaal in St. Pölten der Hans Czettel Förderungspreis für Natur- und Umweltschutz verliehen. Die Natur- und Bergwacht Rabensburg wurde für ihre Bemühung um die Pflege alter Kopfweiden ausgezeichnet. Mächtige, alte Kopfweiden sind ein wichtiges Element der Kulturlandschaft an Thaya und March. Vor 2 Jahren hat der NATURSCHUTZBUND NÖ den Zustand von rund 170 einst für das Korbflechten wichtigen Bäume im Naturschutzgebiet Rabensburger Thaya-Auen erhoben und festgestellt, dass viele der Bäume zusammenzubrechen drohen. Die hohlen Stämme können die schweren Äste nicht mehr tragen. Die Berg- und Naturwacht Rabensburg kümmert sich seit einiger Zeit darum, dass die alten Baumriesen wieder einen Pflegeschnitt erhalten, denn die knorrigen, von Hohlräumen durchsetzten Stämme bieten Eulen, Fledermäusen, Mauswiesel und anderen Tieren Brut- und Schlafplätze. Das sog. "Schneiteln" der mächtigen Baumriesen ist eine schweißtreibende, mitunter gefährliche Arbeit. Die Berg- und Naturwacht Rabensburg, allen voran Christian Heytmanek, war bereit diese zu übernehmen. Im Spätwinter 2006 wurde mit der Pflege begonnen, 16 stark überalterte Bäume wurden damals einem Verjüngungsschnitt unterzogen. Und auch heuer wird die Aktion fortgesetzt, es gibt bereits Absprachen mit einzelnen Grundbesitzern. Neben dem Schneiteln der Weiden sollen auch Nisthilfen für Störche im Naturschutzgebiet angebracht werden. "Die ehrenamtliche Tätigkeit der Berg- und Naturwacht Rabensburg kann nur bewundert wer-den und die Auszeichnung ist wohl verdient", sagt Projektleiterin Mag. Gabriele Pfundner vom NATURSCHUTZBUND NÖ, der diese Aktivitäten auch weiterhin unterstützen will. |
![]() Anstrengend: Kopfweiden schneiden ![]() Czettelpreis- Verleihung 2007 |
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| Der NÖ Naturschutztag tagte heuer in Hollabrunn Kaiserwetter und herrlicher Rundblick belohnte die rund 40 Naturbegeisterten, die am Sonntag, 14. Oktober 2007 teils nach stundenlanger Anfahrt in Hollabrunn eintrafen um das Naturdenkmal Galgenberg - er gilt unter Botanikern als Geheimtipp - bei Wullersdorf zu besichtigen. Botaniker Norbert Sauberer vom NATURSCHUTZBUND NÖ erläuterte die Pflege des Trockenrasens, die Adonisröschen und Kuhschellen wieder vermehrt blühen lässt. Wesentliche "Arbeit" leisten dabei die Schafe des Landwirtes Karl Schlager aus Wullersdorf. ![]() Erfreulich viele Teilnehmer kamen zum Hauptprogramm am Nachmittag im Hollabrunner Stadtsaal. Ehrengäste: Landesrätin Karin Kadenbach, der frühere Naturschutzlandesrat Hannes Bauer, Landtagsabgeordnete Marianne Lemberger, Bürgermeister Helmut Wunderl und Gemeinderäte aus Hollabrunn sowie weitere Bürgermeister aus der Region. Unter den Anwesenden war auch DI Robert Brunner, Direktor des Nationalparks Thayatal. Der Naturschutztag 2007 war den Trockenrasen im Weinviertel gewidmet. "Die Trockenrasen sind ein äußerst sensibler Lebensraum und Heimat zahlreicher seltener Tier und Pflanzenarten. Werden die Trockenrasen aber sich selbst überlassen, verschwindet diese herrliche Vielfalt, denn sie bedürfen einer regelmäßgen Mahd oder Beweidung," sagte Landesrätin Karin Kadenbach. Der NATURSCHUTZBUND NÖ leiste unverzichtbare Arbeit bei der Erhaltung dieser Naturjuwele. Kadenbach weiter: "Die Natur zu pflegen ist eine Aufgabe, die allerdings nicht einzelnen Idealisten überlassen werden kann, denn der Naturschutz ist ja auch nicht nur Selbstzweck, sondern dient letztlich uns allen." ![]() Die Bildvorträge namhafter Fachleute über die Gefährdung der Weinviertler Trockenrasen und die anschließende Podiumsdiskussion bewegte die Gemüter so sehr, dass das offizielle Programm um eine Stunde verlängert werden musste. Folgende Resolutionen wurden beim Niederösterreischischen Naturschutztag 2007 beschlossen: Resolution Trockenrasen Resolution Biomasse Resolution Schutzgebietsbetreuung |
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| nach oben | Wie viele Staaten liegen am GRÜNEN BAND? NATURSCHUTZBUND NÖ überreichte Hauptpreis an Quizgewinnerin Beim "Marchwiesenfest", das am 26. Mai in Schlosshof stattfand, hat der NATURSCHUTZBUND NÖ unter anderem eine Quizfrage gestellt: Wer möglichst viele Staaten nennen konnte, die am GRÜNEN BAND liegen, durfte auf einen attraktiven Preis hoffen. Am Donnerstag überreichte Univ.-Prof. Dr. Walter Hödl, Vorsitzender des NATURSCHUTZBUNDes NÖ, bei einem Treffen an der Langen Luss den ersten Preis - ein hochwertiges Spektiv, das von der Firma "Teleskop & Sternwarte Zentrum" gespendet wurde. Dieses eignet sich bestens für Naturbeobachtungen, konnte die glückliche Gewinnerin Mag. Astrid Thoby gleich feststellen. Für den 2. bis 10. Preis hat der Ample - Verlag CDs mit Tierstimmen zur Verfügung gestellt. Professor Hödl unterstrich den Wert der Marchwiesen für diesen großräumigen Biotopverbund: "Sie liegen direkt am GRÜNEN BAND, das sich an der einstmaligen Trennlinie zwischen Ost und West vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Ihr Stellenwert für den europäischen Naturschutz ist hiermit gar nicht hoch genug einzuschätzen und kein Quadratmeter Marchwiese sollte kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden." Die Spendenaktion "Mein Quadratmeter Marchwiese" trägt dazu bei, dass die Lange Luss zwischen Marchegg und Schlosshof wieder zu einem Wiesengebiet wird, wie es vor 50 Jahren einmal war. Der NATURSCHUTZBUND NÖ setzt sich gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen in der Slowakei und Tschechien für die Umsetzung dieses Projektes ein und wird dabei vom Land Niederösterreich unterstützt. Die Namen der 22 Staaten, die am GRÜNEN BAND liegen, kann man auf dieser Website relativ leicht herausfinden. |
![]() Preisverleihung Hödl und Thoby |
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| NÖ Naturschutztag 2007 am 14. Oktober in Hollabrunn NATURSCHUTZBUND NÖ stellt die Trockenrasen des Weinviertels vor Die Weinviertler Trockenrasen - viel zu wenig beachtete Kostbarkeiten - stehen im Mittelpunkt des diesjährigen NÖ Naturschutztages, den der NATURSCHUTZBUND NÖ am 14. Oktober in Hollabrunn veranstaltet. Neben dem Galgenberg bei Oberstinkenbrunn, der im Rahmen einer Exkursion besucht wird, werden der Blauen Berg bei Oberschoderleee, die Silikattrockenrasen bei Retz, die Kogelsteine bei Eggenburg, der Mühlberg bei Goggendorf, die Trocken- und Halbtrockenrasen der Gemeinden Grossriedenthal und Kirchberg am Wagram und andere bei diesem Anlass "ins Rampenlicht" gestellt.. Trocken- und Halbtrockenrasen und Magerwiesen waren früher großflächige Elemente unserer Kulturlandschaft. Flächen, die als Acker ungeeignet waren, wurden als Mähwiesen oder als Viehweide genutzt und ließen artenreiche, bunt blühende Wiesen entstehen. Von diesem Reichtum an Wiesen sind durchwegs nur mehr kleine, isolierte Trockenrasen übrig geblieben, die aufgrund ihrer hohen Artenvielfalt und Ästhetik einen Kontrapunkt zu den sie umgebenden intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften bilden. Werden Trockenrasen nicht gepflegt, verbuschen sie, bereits heute hochgradig gefährdeten Tier- und Pflanzenarten kommt ihr Lebensraum abhanden. Insbesondere die Robinie stellt aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit ein großes Problem dar. Die notwendige Pflege durch Beweidung oder Mahd, unterstützt durch Schwenden vordringender Gehölze ist aufwendig. Verschiedene Möglichkeiten zur Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume werden im Rahmen des Naturschutztages erörtert und diskutiert. Beim NÖ Naturschutztag 2007 in Hollabrunn werden Fachleute und engagierte Laien, die sich für diese immer spärlicher werdenden Juwele einsetzen, ihre Projekte und Anliegen vorstellen. Ein Charaktertier der Trockenrasen ist übrigens das Ziesel, um das sich der NATURSCHUTZBUND NÖ seit drei Jahren intensiv bemüht und dem ein eigener Programmpunkt ge-widmet ist. Ein guter Grund auch für Zieselfreunde am 14. Oktober nach Hollabrunn zu kommen! Programm: Exkursion (kostenfrei) zum Galgenberg: Treffpunkt: 9:45 Uhr, Bahnhof Holla-brunn. Vorträge und Diskussion über Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbemühungen um 14.00 Uhr, Stadtsaal Hollabrunn, Josef-Weislein-Straße 11. Eintritt frei. Anmeldung zur Exkur-sion erbeten: NATURSCHUTZBUND NÖ, Tel: 01-402 93 94, noe@naturschutzbund.at, www.noe.naturschutzbund.at Der NÖ Landschaftsfonds und die Stadtgemeinde Hollabrunn unterstützen die Veranstaltung. |
![]() Gottesanbeterin am Blauen Berg |
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| nach oben | Kuhschelle, Smaragdeidechse, Osterluzeifalter NATURSCHUTZBUND NÖ unterstützt die Gemeinde Großriedenthal bei Biotoppflege Kuhschellen, die bereits im Vorfrühling ihre violetten Köpfe aus der Erde strecken, sind charakteristisch für die Trockenrasen, alten Hutweiden und trockenen Wegböschungen im Gemeindegebiet. Welche interessanten Tier- und Pflanzenarten es dort noch gibt und wie diese Lebensräume erhalten werden können, wollte die Gemeinde genau wissen und startete vor rund zwei Jahren ein ambitioniertes Naturschutzprojekt. Dieses wurde in enger Zusammenarbeit mit dem NATURSCHUTZBUND NÖ durchgeführt und vom NÖ Landschaftsfonds finanziell unterstützt. "Unser Ort war die Wiege des naturnahen Weinbaus", erklärt Bürgermeister Franz Geier sein Engagement. "Nun wollen wir auch bei der Erhaltung unserer Trockenrasen eine Vorreiterrolle in der Region übernehmen". Der NATURSCHUTZBUND NÖ untersuchte einen Sommer lang die Pflanzenwelt der Trockenlebensräume. Fachleute nahmen u. a. Heuschrecken, Schmetterlinge und Wildbienen unter die Lupe und fanden so manche Rarität: Insekten-Ragwurz (Orchideenart), Osterluzeifalter, Rostbindige Samtfalter, Steppen-Sattelschrecke, Warzenbeißer sowie eine Seidenbiene, die sich ausschließlich vom Pollen des Gelben Lauchs ernährt. Smaragdeidechsen leben hier, ein Uhu nistet in den Konglomeratabbrüchen. Projektkoordinatorin Mag. Gabriele Pfundner vom NATURSCHUTZBUND NÖ: "Viele der vorgefundenen Arten stehen in den Roten Listen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Daher ist es wichtig, diese für den Wagram so typischen Trockenlebensräume zu pflegen." Die auf unproduktiven Flächen aufgeforsteten Robinien breiten sich immer mehr aus und Büsche verdrängen zusehends seltene Pflanzen. Der Dorferneuerungverein und die örtliche Jägerschaft haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt. So wurden am Fuß des Naturdenkmals Neun Mauna vor 2 Jahren die Robinien entfernt, da sie diese markante Lößformation langsam zu überwuchern drohten. Derzeit wird das zweite Naturdenkmal im Gemeindegebiet, eine eindrucksvolle Konglomerat-Formation, von den vordringenden Robinien befreit. Der wegen seines schönen Ausblicks bei Spaziergängern sehr beliebte Hausberg mit Umgebung sind als nächstes dran. "Da die Robinie für ihre Stockausschläge berühmt-berüchtigt ist, werden wir durch Ringeln der Bäume versuchen, sie zurückzudrängen", so Mag. Gabriele Pfundner vom NATURSCHUTZBUND NÖ. Beim Ringeln wird der Saftstrom von der Wurzel in die Krone unterbunden. "Dadurch stirbt sie langsam ab und treibt nicht mehr so stark aus, wie sie dies tun würde, wenn sie nur umgeschnitten wird." Auch Büsche werden entfernt, damit die auf offene, schwachwüchsige Trockenrasen angepassten Arten wieder ausreichend Licht und Wärme zur Verfügung haben. Seltene Sträucher, wie die wunderbar riechende Bibernellrose oder die Zwergweichsel, die für die Eiablage des gefährdeten Segelfalters wichtig ist, werden hingegen geschont. "Wir wollen, dass sich sowohl die örtliche Bevölkerung wie unsere Besucher am schönen Anblick farbenprächtiger Tiere und Pflanzen erfreuen können und wollen uns darum bemühen, diese für uns so typischen Landschaftselemente zu erhalten", so Herr Josef Picha vom Dorferneuerungsverein Großriedenthal. |
![]() Entbuschen muss sein ![]() Begehung und "Strategieplanung" |
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| Mehr Platz für Kuhschelle und Co. NATURSCHUTZBUND NÖ pflegt Naturdenkmal in Oberstockstall In der Gemeinde Kirchberg am Wagram (Bezirk Tulln) fand am 8. Juni 2007 eine außergewöhnliche Aktion statt: Fachleute und freiwillige Helfer vom NATURSCHUTZBUND NÖ bemühten sich, den wertvollen Halbtrockenrasen von den sich immer stärker ausbreitenden Robinien zu befreien. Der Pflegeeinsatz fand im Rahmen des vom NÖ Landschaftsfonds geförderten Projektes Pflege und Sicherung ausgewählter Naturdenkmäler statt. Beim Naturdenkmal in Oberstockstall handelt es sich um eine rund 1 km lange und mehrere Meter hohe Böschung mit Halbtrockenrasen und eingestreuten Gehölzen. In letzter Zeit wurde die Schutzfläche immer mehr von Robinien erobert. Um dieses unerwünschte Vordringen zu stoppen, wurden am Freitag rund 150 Robinien geringelt. Auf diese Weise wird den extrem widerstandsfähigen Bäumen der Saft entzogen und das neuerliche Austreiben erschwert. Zu diesem Schritt hat man sich nach vorangehenden naturschutzfachlichen Untersuchungen entschlossen. Dieser Eingriff war hoch an der Zeit, denn die bei der Erklärung des Naturdenkmals erwähnten zahlreichen Kuhschellen wurden immer weniger und der seltene Kreuzenzian ist am Verschwinden. "Dieser Trockenrasenhang ist als Trittsteinbiotop für seltene Tiere und Pflanzen wichtig und erhaltenswert", sagt Geschäftsführerin Mag. Margit Gross. Der Verein hat den ökologischen Zustand von 277 flächig ausgebildeten Naturdenkmälern in ganz Niederösterreich erhoben. "Dabei stellte sich heraus, dass die bei der Naturdenkmalerklärung angegebenen Schutzziele in vielen Fällen nicht mehr gegeben sind." So müssen Trockenrasen gepflegt werden, sonst verdrängen konkurrenzstarke Pflanzen wie die Robinien die seltene Pflanzen- und Tierwelt und Büsche breiten sich aus. |
![]() Robinien-ringeln |
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| nach oben | Schüler forschen mit dem NATURSCHUTZBUND Am Freitag, 22. Juni erkundeten 50 Schüler der Volksscbule Gramatneusiedl (NÖ Bezirk Schwechat) unter der Leitung der Naturschutzbundaktivisten Alois Bauer und Herbert Palme die Fauna und Flora der Gemeinde. Heuer fand die schon traditionelle Wanderung zum 10. Mal statt und stand im Zeichen der Kampagne überLEBEN, wo aktive Naturbeobachtung groß geschrieben wird. Ein besonderer Fund waren die eindrucksvollen Biberspuren und "Biberrutschen" entlang des Jesuitenbaches. Alois Bauer, Obmann unserer Regionalgruppe Fischawiesen, erläuterte die Lebensgewohnheiten des Bibers, für den er sich unermüdlich einsetzt: "Die Kinder waren erstaunt, als ich ihnen zeigte, wie groß er wird - wie ein Schäferhund mit kurzen Beinen." Kinder wie Lehrkräfte zeigten sich begeistert. ![]() |
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| Artenreiche bunte Wiesen im Wienerwald Zum GEO-Tag der Artenvielfalt am 9. Juni 2007 präsentierten NATURSCHUTZBUND NÖ, Österreichische Bundesforste AG und Biosphärenpark Wienerwald Management ein Projekt zur nachhaltigen Sicherung von ÖBf-Wiesen im Wienerwald. Die Österreichischen Bundesforste sind Eigentümer von 464 Wiesen im Wienerwald im Ausmaß von rund 740 ha. Gemeinsam mit dem NATURSCHUTZBUND NÖ und dem Biosphärenpark Wienerwald Management wurde ein Projekt entwickelt, dessen Ziel die langfristige Erhaltung möglichst vieler dieser Wiesen in einem guten naturschutzfachlichen Zustand ist. Als Projektpartner konnten die Länder NÖ und Wien gewonnen werden. DI Johannes Wimmer, Leiter des Forstbetriebs Wienerwald der ÖBf AG, erläutert: "Die Auseinandersetzung mit dem Thema Wiesen ist eine große Herausforderung für uns. Wir wollen wissen, wie es um unsere Wiesen bestellt ist. Um die richtigen Maßnahmen treffen zu können, brauchen wir flächenscharfe Informationen über den naturschutzfachlichen Wert und mögliche Beeinträchtigungen der Wiesen." Dieses Projekt stellt einen Beitrag zum "Count-down 2010" Prozess dar, dessen Partner die Österreichische Bundesforste AG seit 2006 sind. Ziel dieses internationalen Abkommen ist der Stopp bzw. die Verringerung des weltweiten Rückganges der Biodiversität bis zum Jahr 2010. Mag. Günther Loiskandl Geschäftsführer des Biosphärenpark-Management: "Uns ist wichtig, dass die Arbeit der Landwirte gewürdigt wird, sowohl im Bewusstsein der Bevölkerung als auch von finanzieller Seite. Sie sind die unverzichtbaren Partner für die Erhaltung der Wienerwald Wiesen. In diese Richtung zielen Initiativen wie die Wiesenmeisterschaft im Bio-sphärenpark Wienerwald und die regionale Marke "Wienerwald Weiderind". Dieses Projekt ist eine ideale Ergänzung." Einige dieser Wiesen sind richtige Juwele, wie die Naturdenkmäler Pöllerhof Wiesen, die Hametwiese oder die Spitzbauernwiese. Aber auch viele der "normalen" Wirtschaftswiesen sind extensiv bewirtschaftet und beherbergen eine Reihe seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Mag. Margit Gross, Geschäftsführerin des NATURSCHUTZBUND NÖ zeigt sich begeistert: "Zahlreiche Kleinode wie Quellmoore oder für die Insektenwelt attraktive Halbtrockenrasen zeugen vom hohen naturschutzfachlichen Wert der Flächen. Beeindruckend ist auch der Orchideenreichtum so mancher Wiese. So ist die auffallende Riemenzunge hie und da noch anzutreffen. Und in den Abendstunden kann man immer wieder das eigentümliche chrrt - chrrt des seltenen und stark gefährdeten Wachtelkönigs hören." Der Erhalt dieser bunten Wienerwaldwiesen ist Landwirten zu verdanken, die nach wie vor eine angepasste extensive Wiesenwirtschaft betreiben. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft werden viele Betriebe jedoch nur mehr im Nebenerwerb geführt oder ganz aufgeben. Dadurch ist die Existenz der Wiesen gefährdet, sie verbuschen und drohen gänzlich zuzuwachsen. So hat die Wiesenfläche im Wienerwald in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Eine weitere große Gefahr für den Blüten- und damit Insektenreichtum der Wiesen ist jedoch auch ihre Intensivierung. Auf stark gedüngten und früh gemähten Wiesen wachsen nur wenige Grasarten - die Vielfalt und Schönheit der Wiesen ist dahin. Im Rahmen des Projektes werden die Wiesen durch Spezialisten begutachtet, sämtliche relevante Informationen über die Wiesen in einer Datenbank zusammengetragen und notwendige Maßnahmen zum Schutz der Wiesen ausgearbeitet. Wichtig für die Umsetzung ist, dass die Maßnahmen gemeinsam mit den Revierleitern der Bundesforste, mit den Pächtern und mit den Bewirtschaftern diskutiert, und auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Die Projektpartner sind sich einig: Nur gemeinsam kann der Erhalt der Wiesen gelingen! |
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| Das Land Niederösterreich unterstützt die Kampagne überLEBEN Der NATURSCHUTZBUND und das Land NÖ haben gemeinsam ein umfassendes überLEBEN-Paket geschnürt. Dieses wurde am 8. März 2007 der Öffentlichkeit während eines Pressegesprächs im Landhaus in St. Pölten vorgestellt. Im Rahmen von überLEBEN wird in den nächsten Jahren alles daran gesetzt, um das Artensterben aufzuhalten; immerhin 35.000 Euro stellte die Naturschutzabteilung des Landes dafür zur Verfügung. Unter anderem will man einen Roten Faden für Artenschutzprojekte entwickeln: in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte zum Schutz gefährdeter Arten umgesetzt. Der NATURSCHUTZBUND NÖ wird diese Artenschutzprojekte dokumentieren und gemeinsam mit den im Artenschutz tätigen Akteuren - Verwaltung, Vereine, Büros, wissenschaftlichen Einrichtungen - einen Leitfaden für den Artenschutz in Niederösterreich entwickeln. Foto (© Rita Klement): von links Univ. Prof. Dr. Walter Hödl (Vorsitzender Naturschutzbund NÖ), Landesrätin und Naturschutzreferentin Karin Kadenbach, Mag. Margit Gross (Geschäftsführerin Naturschutzbund NÖ). |
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| Freiwillige Helfer pflegten Naturdenkmal Brunnlust Am Freitag, den 1. Dezember 2006 organisierte der NATURSCHUTZBUND NÖ eine Pflegeaktion im Naturdenkmal Brunnlust nahe der Ortschaft Moosbrunn. Ein Dutzend freiwilliger Helfer machte sich bei strahlendem Sonnenschein an die Arbeit, um mit Sense und Rechen die verwachsenen Wassergräben vom dichten Bewuchs zu befreien. Dieser Arbeitseinsatz ist Bestandteil eines auf drei Jahre anberaumten Projektes zur Pflege und Erhaltung des Naturdenkmals, das gemeinsam mit dem Land NÖ durchgeführt und vom NÖ Landschaftsfonds gefördert wird. Bereits 1951 kaufte der NATURSCHUTZBUND NÖ eine 1,7 Hektar Fläche innerhalb der Brunnlust an, heute stehen 3,33 ha unter Naturdenkmalschutz. Der Zustand des bemerkenswerten Quell- und Niedermoor ist zwar weitgehend naturnah, aber durch Drainagen beeinträchtigt. Die umgebenden Wiesen werden derzeit nicht gedüngt, der Erlen-Bruchwald wird nicht forstlich, der Kern des Moores nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Die offenen Flächen drohen zu verbuschen und zuzuwachsen, womit eine Reihe bereits sehr selten gewordener Pflanzen verdrängt würden. Weitere Pflegearbeiten im kommenden Jahr sind geplant; freiwillige Helfer aus der Region werden gesucht. Auskunft: NATURSCHUTZBUND NÖ, Tel. 01 / 402 03 94, noe@naturschutzbund.at |
![]() Brunnlust-Pflege |
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| nach oben | Hans Czettel Preisträger 2006 Obmann der Regionalgruppe des NATURSCHUTZBUNDes NÖ ausgezeichnet Am 29. September 2006 wurde vom Land Niederösterreich im Rahmen eines Festaktes im Landtagssitzungssaal der Hans Czettel Preis 2006 verliehen. Alois Bauer aus Gramatneusiedl, Obmann der NATURSCHUTZBUND NÖ Regionalgruppe Fischawiesen, ist einer der Preisträger. "Bei jeder Tätigkeit legt er seit vielen Jahren ungebrochenes Engagement an den Tag, seinen Elan muss man einfach bewundern", würdigt Univ. Prof. Dr. Walter Hödl, Vorsitzender des NATURSCHUTZBUND NÖ, das Wirken von Bauer. Auslöser für das Engagement von Alois Bauer war die Kommassierung der KG Wienerherberg im Jahre 1981. Herr Bauer konnte den Anblick der zerstörten Landschaft nicht ertragen und begab sich auf die Suche nach Gleichgesinnten, um die Folgen der Eingriffe zu mildern. Er fand Unterstützung beim NATURSCHUTZBUND NÖ. Eine groß angelegte Bepflanzungsaktion folgte; es wurden rund 4.500 Sträucher und Bäume gepflanzt. Alois Bauer motivierte viele freiwillige Helfer zum Mitmachen - junge Bauern der Gemeinde Wienerherberg, der BNW in Mödling. "Dieses Erfolgserlebnis prägte mein weiteres Leben nachhaltig", meint Bauer heute. In den 90er Jahren widmete er seine Aufmerksamkeit dem Biber, der damals entlang der Fischa einwanderte. Zunächst beobachtete und dokumentierte er die Entwicklung. Als die ersten Biberschäden auftraten, versuchte er im Gespräch mit den betroffenen Landwirten deren ablehnende Haltung zu ändern und Möglichkeiten zu finden, Schäden künftig zu vermeiden; weiters betreute er Ausflüge zu Biberbauten in seiner Umgebung, führte zahlreiche Einzelgespräche sowie Rettungsaktionen von verletzten oder gefangenen Bibern durch. Gemeinsam mit dem NATURSCHUTZBUND NÖ kümmert sich Herr Bauer um den Schutz der Pischelsdorfer Wiesen, der Eisteichwiese in Moosbrunn, des Naturdenkmals Brunnlust bei Moosbrunn, vermittelt Kontakte, macht Begehungen und hält ein wachsames Auge auf alle Vorgänge. Wie die Freiwillige Feuerwehr ist er überall zur Stelle, wo es "brennt". Er setzte sich für die Erweiterung des Naturdenkmals der Urzeitkrebswiese in Grammatneusiedl im Jahre 2001 ein, ließ eine Nisthilfe für den Weißstorch in Moosbrunn errichten, macht jedes Jahr die naturkundliche Wanderung für die 4. Klasse der Volksschule Gramatneusiedl, organisiert viermal pro Jahr eine Sitzung der Regionalgruppe Fischawiesen, betreut Infostände bei Veranstaltungen, usw. Zudem war er als freier Mitarbeiter im Abfall-Wirtschaftsverband im Raum Schwechat, als geprüfter Müllkontrolleur und Kompostsachverständiger sowie als Fischerei- und Jagdaufseher tätig. |
![]() Feierliche Preisverleihung |
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| Ziesel - ein Steppennager in Bedrängnis Es ist schon Jahrzehnte her, dass das Ziesel in den ehemals ausgedehnten Hutweiden und Steppenrasen Ostösterreichs eine vertraute Erscheinung war. In der Roten Liste der in Österreich gefährdeten Säugetierarten werden Ziesel als eine stark gefährdete Art geführt, die in den vergangenen 20 Jahren sehr stark an Boden verloren hat. Die einzelnen Kolonien sind kleiner geworden und viele Vorkommen sind erloschen. Die ursprünglichen Lebensräume des Ziesels (Weiden, Mager- und Trockenrasen) sind durch die Einstellung der Weidewirtschaft, durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Aufforstungen verloren gegangen. Die letzten größeren Kolonien leben heute auf Flugfeldern, Sport- und Spielplätzen, auf Kasernen- und Fabrikgelände. Kleinere Zieselkolonien sind auf Weingartenböschungen, Wegrainen und Böschungen im Agrarland zu finden. Auch Golfplätze scheinen ihnen zu behagen. Die bescheidenen Lebensraumansprüche machen Hoffnung, dass Toleranz und gezielte Managementmaßnahmen eine Erholung der stark geschrumpften Bestände ermöglicht. Der NATURSCHUTZBUND NÖ hat im Frühjahr gemeinsam mit dem NÖ Landesjagdverband und unter der Mitfinanzierung des NÖ Landschaftsfonds ein Projekt zum Schutz des Ziesels in Niederösterreich gestartet. Zunächst werden die Vorkommen in Niederösterreich erfasst, um dann geeignete Maßnahmen zu ihrem Schutz auszuarbeiten. Aufbauend auf die Erhebungen werden Managementmaßnahmen ausgearbeitet, die dann im Rahmen von Umweltprogrammen der Landwirtschaft (ÖPUL) umgesetzt werden sollen. "Das Ziesel geht uns alle an. Ein großes Projekt allein kann seinen Forstbestand nicht sichern. Jeder Einzelne in Niederösterreich ist gefordert und kann etwas tun. Es ist nicht schwer und kostet uns auch keinen hohen Preis, denn das Ziesel braucht nicht viel. In vielen Fällen reicht unsere Toleranz. Es mag von einem Golfspieler vielleicht etwas viel verlangt sein, Ruhe zu bewahren, angesichts des Verschwindens seines Golfballes in einem Zieselloch anstelle des angepeilten "holes". Doch wird es hier wie in ähnlichen Situationen bei entsprechendem Bemühen Lösungen geben, die ein Nebeneinander ermöglichen" sagt Mag. Margit Gross, Geschäftsführerin beim NATURSCHUTZBUND NÖ. Von den Schutzmassnahmen für die Ziesel profitieren auch andere gefährdete Arten, die in der Nahrungskette weiter oben stehen. Das Ziesel ist für eine Reihe von Steppenbewohnern ein wichtiges Beutetier, dazu zählen unter anderem der Kaiseradler und der Sakerfalke. Ein weiterer "Zieselliebhaber" ist der Steppeniltis, der inzwischen ebenfalls sehr selten geworden ist. Fragebogen zur Erhebung von Zieselvorkommen erhält man beim NATURSCHUTZBUND NÖ, Tel. 01 / 402 93 94 oder direkt hier als Download (120 Kb) |
![]() Ziesel sind wichtig für die Nahrungskette in Steppengebieten ![]() Für Kaiseradler und Steppeniltis sind Ziesel wichtige Beutetiere |
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| Dämme (allein) schützen nicht vor Hochwasser - Retentionsräume "brechen" nicht! An der March sind im vergangenen Jahrhundert mehr als 60% der ursprünglichen Überschwemmungsräume verloren gegangen. Dieser Verlust an Retentionsraum kann nicht durch immer höhere und mächtigere Dammbauten kompensiert werden. Der NATURSCHUTZBUND NÖ fordert deshalb ein umfassendes Gesamtkonzept zum Hochwasserschutz in den "March-Thaya-Auen". [mehr] |
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| WasSerlebensräume im Wienerwald - Naturschutzfachliche Erhebungen und Managementvorschläge für ausgewählte Fließ- und Stillgewässer Der Wienerwald ist eines der größten geschlossenen Laubwaldgebiete Mitteleuropas. Er ist durch ein naturschutzfachlich bedeutendes dichtes Netz kleiner Fließgewässer und Nassgallen geprägt. Dies trägt zu dessen überregionalen Bedeutung als wertvoller Lebensraum erheblich bei. Schon immer stand der Wald vor der Haustür der Millionenstadt Wien in enger Verbindung mit der menschlichen Siedlungs- und Nutzungstätigkeit womit auch die sensiblen wassergeprägten Lebensräume sind wesentlich vom menschlichen Einfluß geprägt sind. |
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| Aktiv für Bäche und Quellen im Wald NATURSCHUTZBUND NÖ und Österreichischen Bundesforste AG stellen Maßnahmenkatalog vor. Bäche und Quellen in Wäldern sind oft übersehene wichtige Lebensräume für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Durch forstwirtschaftliche Nutzung werden sie jedoch oftmals beeinträchtigt, so dass so manche daran angepasste Art in ihrem Bestand bedroht ist. Ein Beispiel unter mehreren ist der Feuersalamander. Er legt seine Larven in Waldquellen und ruhig strömenden Bächen ab, aber auch stehende seichte Gewässer werden genutzt. Begradigte Bachabschnitte mit Rohrdurchlässen und Bachabschnitte, die an stark besonnte Schlagflächen angrenzen, meidet er. Mittlerweile wird dieses Charaktertier der heimischen Laub- und Nadelwälder in den Roten Listen Österreichs als "gefährdete" Tierart eingestuft. Der NATURSCHUTZBUND NÖ hat gemeinsam mit der Österreichischen Bundesforste AG Managementvorschläge für Fließ- und Stillgewässer ausgearbeitet, die nun in einer Broschüre zusammengefasst vorliegen. Die Broschüre "Aktiv für Bäche und Quellen im Wald" beschreibt die Waldbäche und Quellen in der Buchenstufe der österreichischen Mittelgebirge, ökologische Zusammenhänge und welche Tiere und Pflanzen dort vorkommen. Interessierten Waldbesuchern gibt die Broschüre einen Einblick in die Lebensgemeinschaften der Waldbäche. Forstleute und Landwirte sollen für die Ansprüche der Tier- und Pflanzenarten der Quellen und Bäche sensibilisiert werden, um einen schonenden Umgang zu ermöglichen. Bestelladresse: NATURSCHUTZBUND NÖ, Tel. 01/402 93 94, noe@naturschutzbund.at, Ansicht unter www.noe.naturschutzbund.at |
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Lange Luss in Niederösterreich - Naturverträgliche Landbewirtschaftung auf Überschwemmungsflächen Die Lange Luss, südlich von Marchegg Bahnhof gelegen, ist der Rest von einst weit verbreiteten, artenreichen Überschwemmungswiesen. Der Fluss kann sich hier bei Hochwasser auf einer Fläche von über 400 ha ausbreiten. Wie an sonst keiner anderen Stelle des Donau-March-Raumes gewinnt man so einen Eindruck vom Aussehen überschwemmten Auvorlandes. Fallen die Überschwemmungen mit den Zugzeiten der Vögel zusammen, so wird dieses Gebiet durch viele Wasser- und Sumpfvögel besonders attraktiv. Die Abfolge unterschiedlichster Feuchtstandorte birgt eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren, so erweist sich das Gebiet als wahres Eldorado für Vögel und Amphibien. Mit sieben vorkommenden Arten ist die Lange Luß auch eines der wichtigsten mitteleuropäischen Refugien der für temporär überschwemmte Wiesen typischen Urzeitkrebse. Als Trittsteinbiotop für wandernde Tiere und vor allem auch als Brutgebiet für viele Vogelarten war und ist die Lange Luss nach wie vor von großer Bedeutung. |
![]() Die Lange Luss |
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| nach oben | Schutz der Gelbbauchunke in Niederösterreich Die Gelbbauchunke gilt in der gesamten EU als gefährdete Amphibienart, sie unterliegt daher laut Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie besonderen Schutzverpflichtungen. |
![]() Bombina variegata |
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| Für die Unken Laichgewässer anlegen Empfehlungen des NATURSCHUTZBUND NÖ, wie man der Gelbbauchunke bei der Forstarbeit helfen kann |
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| Schüler pflegen Wald-WasSerlebensraum im Kremser Raum Im Rahmen der Kampagne WasSerleben haben der Naturschutzbund NÖ, der Forstbetrieb Krems der Österreichischen Bundesforste AG und die Forschungsgemeinschaft LANIUS sich den Schutz zweier Waldfeuchtgebiete im Besitz der ÖBf AG zum Ziel gesetzt. |
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