NATURSCHUTZBUND
Österreich
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Informationen zum Welser Flugplatzgelände

Das Welser Flugplatzgelände, der letzte größere Rest der Welser Heide, ist ein Refugium für bedrohte und äußerst seltene Arten, die ein offenes, steppenartiges Gelände benötigen.

So brüten hier Brachvögel und Schwarzkehlchen sehr erfolgreich. Insektenarten (z.B. Steppen-Furchenbiene, Kurzstiel-Sandwespe), die seit etwa 50 Jahren in Oberösterreich nicht mehr nachgewiesen wurden, konnten auf dem Welser Flugplatz in letzter Zeit festgestellt werden. Sogar eine für die Wissenschaft neue Insektenart konnte hier gefunden werden.

Der Welser Flugplatz mit seinen ca. 70 ha Magerwiesen stellt für ganz Oberösterreich durch seine Großflächigkeit einen einmaligen Lebensraum dar, der für das Überleben bedrohter Arten eine außerordentlich große Bedeutung hat.

Die Republik Österreich hat sich mit der Unterzeichnung der Konvention über Biologische Vielfalt - diese wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992 beschlossen - dazu verpflichtet, dem Artensterben bis 2010 ein Ende zu setzen. Die Erhaltung des Welser Flugplatzes ist ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung dieses Abkommens.

Um den Fluglärm einzudämmen, gibt es Gespräche zur Errichtung einer Motorseilwinde für den Segelfliegerstart. Diese Seilwinde wäre bei Halbierung des Flugplatzes nicht mehr möglich.

Die Umwidmung von Teilen des Flugplatzes in ein Gewerbegebiet und die Errichtung von Gewerbebetrieben wird die Lärmbelastung erhöhen.


Mit meiner Unterschrift
fordere ich den Erhalt des Welser Flugplatzgeländes als Lebensraum für bedrohte Arten im derzeitigen Ausmaß und spreche mich gegen die Errichtung eines Gewerbegebietes auf diesem Gelände aus.

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Kiebitz © Limberger

Kiebitz



Junge Brachvögel © Archiv

Großer Brachvogel



Rebhuhn © Glader

Rebhuhn



Feldlerche © Limberger

Feldlerche