NATURSCHUTZBUND Oberösterreich
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Obmann: Josef Limberger


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AC/DC-Konzert war ein Desaster für die Natur

Panikartig flüchteten die Vögel, als das AC/DC-Konzert am Welser Flugplatz vergangenen Samstag begann, und mussten ihre Jungen und Eier im Stich lassen. Es war der reine Horror für vom Aussterben bedrohte Arten. Ein Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere wurde 1000-fach zertrampelt und in eine Schlammwüste verwandelt. Selbst die Explosion einer Bombe hätte keine schlimmeren Auswirkungen haben können. Rindenmulch, der vermutlich mit Schädlingsbekämpfungsmitteln versehen war, machte sogar den Menschen Probleme.

Entgegen den Vereinbarungen wurden Flächen außerhalb des für das Konzert eingezäunten Areals mit schweren Maschinen befahren. Während des Konzerts pilgerten Zuschauer und ahnungslose Securitys abseits des eingezäunten Bereichs und verschlimmerten so zusätzlich die Auswirkungen auf bedrohte und störungsanfällige Arten.

Schwerwiegender hätte man am "Internationalen Tag der Artenvielfalt" einen Lebensraum für äußerst seltene Tier- und Pflanzenarten kaum schädigen können. "So etwas darf auf keinen Fall mehr passieren," ist Josef Limberger, Obmann des NATURSCHUTZBUNDES Oberösterreich, entsetzt. "Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Es kann nicht sein, dass kleine Vergehen streng geahndet werden, während man massive Naturzerstörung einfach hinnimmt."

Wie auf einem "Highway to Hell" mussten sich die Brachvögel und andere Arten gefühlt haben, als sie später zurückkehrten und todesmutig versuchten, ihre Jungen zu retten.

All das hätte ihnen erspart bleiben können, wenn das Konzert auf einer anderen Fläche stattgefunden hätte. Doch vom NATURSCHUTZBUND vorgeschlagene Flächen wurden mit dem Argument, dass diese bei Regen zu einem Schlammfeld werden, als ungeeignet abgetan.

Der NATURSCHUTZBUND Oberösterreich fordert jetzt die vollständige Entfernung des Rindenmulchs und die Wiederherstellung der zerstörten artenreichen Magerwiese. Diese Maßnahmen müssen von einem kompetenten Fachmann überwacht werden.

Um ein solches Desaster für die Natur in Zukunft zu unterbinden, fordern NATURSCHUTZBUND und andere Organisationen jetzt vehementer denn je die vollständige Ausweisung des Welser Flugplatzes - er ist der letzte größere Rest der einstmals weitläufigen Welser Heide - als Naturschutzgebiet.



Der Boden der Welser Heide nach dem AC/DC-Konzert

Nach dem Konzert



Junge Brachvögel hätten keine Chance!

Junge Brachvögel hatten keine Chance!



Feldlerche

Auch die Feldlerche brütet in der Welser Heide

Partner des NATURSCHUTZBUNDes Oberösterreich ist

Manfred Luger - Garten & Landschaftsgestaltung
Am Südhang 29 - A-4611 Buchkirchen
T 07242 / 28743, F 07242 / 28743, M: 0664 / 5027350
5 % auf alle Pflanzen - nur für Naturschutzbund-
Mitglieder
Linktipp: Naturgartengestaltung



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Westring - eine Transitautobahn mitten durch Linz
Der Naturschutz wird bei diesem Projekt mit Füßen getreten
Von Rupert Frechinger
Geht es nach dem Willen der Verantwortlichen, soll im Kulturjahr 2009 das Naturdenkmal "Linzer Donaupforte" durch eine transeuropäische Autobahnachse zerstört werden. Schon im Jahr 1984 hat sich der Österreichische NATURSCHUTZBUND für die Erhaltung dieses Naturjuwels von "überregionaler Bedeutung" ausgesprochen. Die reizvolle Donaupforte und angrenzende Erholungsgebiete (Freinberg) sollen einer 7-spurigen Autobahnbrücke mit 8 Tunnelportalen geopfert werden! Trotz negativem Naturschutzgutachten wurde von der Stadt Linz bereits die Bewilligung für Probebohrungen erteilt!

Nach Fertigstellung von Westring und S10-Nordteil würde eine durchgehende Autobahn Berlin - Prag - Linz - Triest entstehen; die kürzeste Strecke von der Ostsee zu den Häfen am Mittelmeer. Der daraus resultierende LKW-Transitverkehr führt zu einer Dauerbelastung der Linzer Frischluftschneise und Umlandgemeinden mit Abgasen und Lärm. Der Ausbau der schienengebundenen Verkehrsmittel wird - wenn überhaupt - nur zweitrangig behandelt. Während sich die Politik bei City-S-Bahn, Regio-Liner und Summerauerbahn kabarettreife Diskussionen liefert, herrscht bei der Westring - Transitautobahn, die den LKW- und Kfz-Verkehr im Großraum Linz weiter anheizen wird, ausgeprägte Einigkeit. Anstatt aus den massiven Transitproblemen in Tirol zu lernen, wird in Oberösterreich eine Verkehrspolitik der 50er Jahre des letzten Jahrtausends betrieben. Derzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Westring Südteil. Um die wahren Auswirkungen des Projektes zu verschleiern wurde die UVP des Gesamtprojekts A26/S10 in vier Einzelverfahren zerstückelt. Die "Überparteiliche Plattform gegen die Westring Transitautobahn mitten durch Linz" hat eine breit angelegte Unterschriftensammelaktion gestartet und wird beim UVP-Verfahren Parteienstellung erlangen.

Unter der Adresse www.westring.info werden laufend die aktuellen Informationen publiziert. Unterschriftenlisten und Vorlagen für Einzeleinwendungen (in kürze) für das UVPVerfahren stehen zum Download bereit!
Möglichst viele Unterschriften gegen diese Zerstörung unserer ummittelbaren Umwelt und Natur erhöhen den politischen Druck umzudenken!



Erhaltung des Welser Flughafengeländes - eine internationale Verpflichtung!
NATURSCHUTZBUND, Die Grünen, BirdLife und Umweltdachverband wehren sich gegen die geplante Zerstörung eines einzigartigen Naturjuwels.

Naturschützer verschiedenster Organisationen und Die Grünen kämpfen für die Erhaltung des Welser Flughafengeländes. Die Welser Stadtregierung dagegen möchte das Gelände gewinnbringend als Gewerbegebiet nutzen.

Was ist das Besondere am Welser Flugplatz?
Der Welser Flugplatz, der letzte größere Rest der Welser Heide, ist ein Refugium für bedrohte und äußerst seltene Arten, die ein offenes, steppenartiges Gelände benötigen.

Von dem ca. 100 ha großen Welser Flugplatz sind etwa 70 ha Magerwiesen, das entspricht etwa der gesamten Fläche aller Kalk-Halbtrockenrasen im oberösterreichischen Alpenvorland. Magerwiesen haben für den Naturschutz, also die Erhaltung der heimischen Artenvielfalt, eine besondere Bedeutung. Die Größe von 70 ha zusammenhängender Magerwiesenfläche ist einzigartig in Oberösterreich!

Einige besonders schützenswerte Tierarten des Welser Flugplatzes
Der Große Brachvogel, der in Österreich eine vom Aussterben bedrohte Brutvogelart ist, besiedelte 1997 das Flughafengelände. Aufgrund des sehr hohen Bruterfolges vergrößerte sich der Bestand rasch. 2007 brüteten mindestens 6 Paare. Dadurch wurden Gebiete in der Umgebung vom Flugplatz aus neu besiedelt. Wenn die Brutpaare am Welser Flughafen verschwinden, sterben sehr wahrscheinlich die umliegenden Populationen ebenfalls aus.

Auf dem Welser Flugplatz brüten mindestens 50 Paare vom Kiebitz. Das ist nach dem Ibmer Moor die zweitgrößte Population in Oberösterreich.

Das in Oberösterreich stark gefährdete Schwarzkehlchen brütet regelmäßig in geringer Dichte am Flugplatz Wels. Die noch weit verbreitete Feldlerche kommt hier in einer so hohen Dichte vor, wie sonst nirgends mehr in Oberösterreich. Das durch Intensivierung der Landwirtschaft vielfach selten gewordene Rebhuhn ist am Flugplatz ebenfalls allgegenwärtig und in großer Anzahl zu finden. Steinschmätzer, Schafstelze und Grauammer konnten als weitere Besonderheiten hier festgestellt werden. Die letzteren beiden Arten sind in Oberösterreich vom Aussterben bedroht.

Das Flughafengelände sowie das daran angrenzende Panzerübungsgelände sind ein Lebensraum für die stark bedrohte Wechselkröte, die flache und unbeschattete Laichgewässer benötigt. Durch Anlegung von Flachgewässern könnte hier wieder eine stabile Population aufgebaut werden. Es wäre dann der wichtigste Lebensraum der Wechselkröte in Oberösterreich.

2007 konnte der Biologe des NATURSCHUTZBUNDES, Dr. Martin Schwarz, die Steppen-Furchenbiene (Lasioglossum setulosum) (Wildbiene) am Flughafengelände feststellen. Es ist dies ein Wiederfund für Oberösterreich nach 57 Jahren, obwohl diese Tiergruppe in Oberösterreich gut untersucht ist. Aktuell ist diese Steppenart in Österreich sonst nur östlich von Wien bekannt.

Ebenfalls ein Wiederfund nach über 50 Jahren stellt die Kurzstiel-Sandwespe (Podalonia affinis) dar. Diese solitär lebende Art benötigt Magerrasen und andere warme, trockene Standorte mit sandigem Untergrund.

Besonders überraschend war der Fund einer für die Wissenschaft bisher unbekannten Schlupfwespenart durch Dr. Schwarz. Von dieser "neuen" und noch namenlosen Insektenart ist bisher, außer dass sie existiert, noch nichts bekannt.

Aufgrund der Größe und Lage gibt es in Oberösterreich kein vergleichbares Gebiet, in dem ähnlich gute Voraussetzungen für eine langfristige Sicherung der an Trockenheit und Wärme gebundenen Tier- und Pflanzenarten bestehen. Schon derzeit hat das Gelände des Welser Flugplatzes eine enorme Bedeutung für den Naturschutz. Bei Fortführung der derzeitigen Bewirtschaftung (keine Düngung, einmalige Mahd mit Abtransport des Mähgutes) wird die Bedeutung noch weiter steigen. Es ist anzunehmen, dass weitere seltene Arten sich hier ansiedeln werden.

Bewahrung des Naturerbes - eine internationale Verpflichtung
Die Republik Österreich hat sich mit der Unterzeichnung der Konvention über Biologische Vielfalt - diese wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992 beschlossen - dazu verpflichtet, dem Artensterben bis 2010 ein Ende zu setzen. "Ein wichtiger Schritt aus österreichischer Sicht dazu ist die Erhaltung der großflächigen Magerwiesen am Welser Flugplatz", so Dr. Martin Schwarz vom NATURSCHUTZBUND, einem politisch unabhängigen Verein des Privatrechts (seit 1913). Die Bewahrung der Tier- und Pflanzenwelt und deren Lebensräume in der gesamten Vielfalt, ist nicht nur das Ziel einiger verschrobener Idealisten, sondern eine Verpflichtung der ganzen Menschheit. "Es hat den Anschein, dass auf die Umsetzung internationaler Abkommen aufgrund wirtschaftlicher Interessen häufig "vergessen" wird. Werden Abkommen nur unterzeichnet, damit man gut dasteht?", fragt sich Josef Limberger, Obmann des NATURSCHUTZBUNDES Oberösterreich. Für die Umsetzung der Konvention über Biologische Vielfalt ist die Erhaltung der Magerwiesen am Welser Flugplatz in ihrer gesamten Größe ein wichtiger Schritt. Jede Verkleinerung führt zur weiteren Bedrohung seltener Arten und kann zu deren Aussterben führen, da die Populationen zu klein werden und genetisch verarmen.

"
Während an anderen Stellen in Österreich auf den letzten Heidestandorten intensive Schutzbemühungen laufen, ist die Stadt Wels im Begriff, einen äußerst wertvollen derartigen Lebensraum zu zerstören", betont Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich. Laut Umweltstadtrat Dr. Wieser ist die Stadt Wels nicht auf die Nutzung des Flugplatzes als Betriebsbaugebiet angewiesen. Es gibt genug andere Flächen dafür.

Magere Flachland-Mähwiesen (Trespen-Kalk-Halbtrockenrasen), wie sie am Flughafengelände vorkommen, sind nach der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) der EU von gemeinschaftlichem Interesse. "Diese Richtlinie hat zum Ziel, zur Sicherung der Artenvielfalt durch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten, für das der Vertrag Geltung hat, beizutragen" (Artikel 2 (1)). "Vermutlich wird es zu einem Vertragsverletzungsverfahren kommen, wenn Teile dieses durch seine Größe einzigartigen Lebensraumes zerstört werden", erklärt die 3. Landtagspräisdentin Doris Eisenriegler, Naturschutzsprecherin der Grünen OÖ.

Naturschutz und Flugbetrieb?
Die Fakten über den Welser Flugplatz sprechen für sich. Der NATURSCHUTZBUND fordert deshalb die Ausweisung des Welser Flugplatzgeländes als Naturschutzgebiet. Diese Forderung wird von den Grünen im oö. Landtag und in Wels voll unterstützt. Eisenriegler: "Gerade im Nahbereich von Städten sind intakte Lebensräume seltener Arten rar geworden. Wir haben es auf dem Welser Flugplatz mit einem ökologischen Schatz, einem sensationellen, einmaligen Biotop zu tun, welches unbedingt unter Schutz zu stellen ist." "Alle Welser müssten Stolz darauf sein, ein so bedeutendes Gebiet vor der Haustür zu haben", so Mag. Michael Springer, Fraktionsobmann der Grünen Wels: "Da Menschen dieses Refugium möglichst nicht betreten sollten, wären Aussichtsplattformen eine schöne Möglichkeit für die interessierte Bevölkerung, ihr das Naturschutzgebiet näher zu bringen."

Steht der Flugbetrieb den Zielen des Naturschutzes im Wege? Dazu Josef Limberger: "Der Fliegerclub Weiße Möwe hat dazu beigetragen, dass der Flugplatz in einem aus naturschutzfachlicher Sicht sehr guten Zustand ist. Da Brachvogel und Co. gut damit zurechtkommen, spricht aus der Sicht des Naturschutzes nichts gegen die Fortführung des Flugbetriebs im derzeitigen Umfang."

Da die Grünen in Naturschutzbelangen dieselben Interessen wie Teile des Fliegerclubs vertreten, erwarten sie nun auch Aufwind im Sinne des Anrainerschutzes gegen Fluglärm, der für die Grünen Wels ein langjähriges Anliegen ist. Michael Springer dazu: "Durch die gute Gesprächsbasis mit einzelnen Vertretern des Vereins wollen wir dieses Problem jetzt wirklich ernsthaft und sachlich lösen helfen. Eine Obergrenze für die Anzahl der Flugbewegungen und die Errichtung einer Motorseilwinde für den Segelfliegerstart wären ein sehr guter Ansatz. Diese Seilwinde wäre übrigens bei Halbierung des Flugplatzes nicht mehr möglich."



Fischotter

Ursprünglich in ganz Europa weit verbreitet wurden die Fischotterpopulationen im letzten Jahrhundert derart dezimiert, dass dieser an das Leben im Wasser hervorragend angepasste Marder heute in der Roten Liste Österreichs als eine vom Aussterben bedrohte Tierart aufgelistet ist. Man sah und sieht in ihm einen Nahrungskonkurrenten, der angeblich in Massen in Bäche und Teiche einfällt und diese leer fischt. Durch rücksichtslose Verfolgung stark dezimiert, besiedelt der Fischotter in Österreich heute nur noch gut 20 % seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Neben einer stabilen Population im Mühl- und Waldviertel befinden sich auch im Südosten der Steiermark nennenswerte Vorkommen. Ausgehend von diesen Gebieten beginnt sich der Fischotter nun entlang der Fließgewässer langsam wieder auszubreiten. Abgesehen von einzelnen illegalen Abschüssen spielt die Bejagung des Fischotters heute keine Rolle, da dieser als ganzjährig geschont gilt. Schwerwiegender wirken sich vielmehr die zunehmend verbauten und häufig in naturferne bis künstliche Gerinne umgewandelten Flüsse und Bäche aus. Staumauern und Wehren versperren den Tieren den Weg, und nur noch selten findet man an Fließgewässern Abschnitte, die über eine Länge von gut 20 km noch ausreichend naturnah sind, um zumindest den Ansprüchen eines einzelnen Otterreviers zu genügen.

Dem Wappentier des NATURSCHUTZBUND ist auch eine Wanderausstellung gewidmet, die über die Biologie und Ökologie des Fischotters informiert und versucht, die falschen Vorurteile zu entkräften, die dieses faszinierende Tier an den Rand seiner Existenz gebracht haben.



Fischotter © H. Glader
Fischotter
(Lutra lutra)
Der NATURSCHUTZBUND Oberösterreich hat
Wanderausstellungen zu folgenden Themen zusammengestellt:


"
Augenblicke",
Fledermäuse,
Flussperlmuschel,
L
ebendige Gärten,
Hummeln, Wildbienen und Wildbienenarten
Krebse
Fischotter



"Koaserin"

Der NATURSCHUTZBUND OÖ hat ein ca. 3,5 Hektar großes Grundstück auf die Dauer von 20 Jahren gepachtet und hier einen Lehrpfad über den Lebensraum Koaserin gestaltet. Den Besuchern, vor allem Schülern und Kindern, soll damit die Möglichkeit eröffnet werden, Natur hautnah zu erleben. Die gesamte Gestaltung steht mit den Zielen des Naturschutzes in diesem Gebiet im Einklang.



mehr dazu





Mühle in der "Koaserin"
Naturschutzgebiet Rote Auen

Nach langwierigen Finanzierungsverhandlungen ist es dem NATURSCHUTZBUND OÖ nun endlich gelungen, die notwendigen Geldmittel für eine Sanierung der "Roten Auen" weitestgehend aufzubringen und neben dem Institut für Ökologie und Naturschutz der Universität Wien vor allem auch die Naturschutzabteilung des Landes als Projektpartner zu gewinnen. Aufgrund der hohen Gesamtkosten wird aber weiter versucht, neue Partner und Sponsoren für das Projekt zu werben.

Um dieses einzigartige Moorökosystem im nordöstlichen Mühlviertel vor seiner sicheren Zerstörung zu bewahren wird das Wasser in den Drainagegräben mit Hilfe spezieller Holzdämme aufgestaut und der Moorwasserspiegel dadurch wieder auf sein ursprüngliches Niveau angehoben und stabilisiert.

Aufgrund der Komplexität der Aufgabe sind umfangreiche Voruntersuchungen notwendig, die zur Zeit durchgeführt werden. Neben einem hydrologischen Langzeitmonitoring erfolgte mittlerweile eine geodätische Vermessung des Untersuchungsgebiets. Zudem wurden zahlreiche Torfsondierungen durchgeführt, die Aufschluss über die Mächtigkeit und die Zusammensetzung der Torfablagerungen geben sollen. Die Daten werden zur Zeit GIS-gestützt verarbeitet und dienen als Grundlage für die erfolgreiche und fachgerechte Sanierung des Moores.

Mit Hilfe eines Baggers und der tatkräftigen Unterstützung von Ferialarbeitern und freiwilligen Helfern wurden im heurigen Sommer 82 Grabensperren errichtet, um den Wasserhaushalt des Moores wieder zu stabilisieren. Der Erfolg der Maßnahmen hat sich bereits nach kurzer Zeit eingestellt – der Wasserspiegel im Bereich der Gräben liegt nun wieder knapp unter der Mooroberfläche.




Naturschutzgebiet Rote Auen

Hummeln - sympathische Brummer

Unter diesem Motto wirbt der NATURSCHUTZBUND Oberösterreich für den Schutz dieser bekannten und beliebten Insektengruppe. Die Bestände vieler Hummel-Arten haben durch menschliche Eingriffe stark abgenommen.

Mit relativ einfachen Mitteln können wir den Hummeln helfen:

  • Schaffung bzw. Erhaltung eines kontinuierlichen Nahrungsangebotes vom Frühjahr bis zum Herbst.
  • Förderung wichtiger Hummelpflanzen. Diese kann man auch im Garten anpflanzen: Gefleckte Taubnessel, Salweide, Lerchensporn, Lungenkraut, Ribisel, Stachelbeere, Gemeiner Beinwell, Himbeeren, Brombeeren, Klee, Luzerne, Wicken, Thymian, Salbei, Flockenblumen und Disteln.
  • Keine Garten- und Balkonblumen mit gefüllten Blüten verwenden.
  • Verzicht auf Pestizide.
  • Hecken, Gebüschgruppen und Steinmauern als Niststandorte anlegen. Böschungen mit filziger Vegetation nicht jedes Jahr und nur im Herbst mähen.
  • Anbringen von Hummelnistkästen (Bauanleitungen beim NATURSCHUTZBUND Oberösterreich erhältlich).



Jeder kann sich für die Hummeln einsetzen!