NATURSCHUTZBUND Salzburg
Museumsplatz 2
Tel.: 0662/64 29 09
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Zum NATURSCHUTZBUND Österreich




Präsident:
Univ.Prof.Dr. Roman Türk
Geschäftsführer:
Dr. Hannes Augustin


Türk und Augustin



Vorstand








Mitgliedstarife NATURSCHUTZBUND Salzburg

A-Mitgliedschaft (Vollmitglied)
EUR 32,-

B-Mitgliedschaft (ermäßigt) - Studenten, Präsenzdiener etc.)
EUR 22,-

Familienmitgliedschaft
EUR 37,-

Fördermitglieder
EUR 160,-

Mitglied werden






Statuten NATURSCHUTZBUND Salzburg


Einwendung
im Rahmen des grenzüberschreitenden UVP-Verfahrens zum Vorhaben
Fertigstellung der Reaktorblöcke 3 und 4 - am Standort Mochovce

An das
Amt der Salzburger Landesregierung
Abteilung Umweltschutz
z. H. DI Dr. Constanze Sperka-Gottlieb
Postfach 527
5020 Salzburg

Zahl: 216-02/48/73-2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich übermittle unsere Stellungnahme (Einwendung) im Rahmen des UVP-Verfahrens und begründe damit meinen Status als Verfahrensteilnehmer. Ich gebe meine Einwendung unter Vorbehalt ab, da das gegenständliche UVP-Verfahren auf der Grundlage des slowakischen UVP-Gesetzes Nr. 24/2006 durchgeführt wird, das im Widerspruch zum EU-Recht steht (Erklärung s. weiter unten). Ich behalte mir daher rechtliche Schritte vor im Einklang mit den Rechten, die durch die EU-UVP-Richtlinie 85/337/EWG zugesichert werden.

Meine Stellungnahme zur vorliegenden UVE des Betreibers betrifft drei Schlüsselbereiche:

1. Nukleare Sicherheit: fehlendes Volldruck-Containment
Im Bereich der nuklearen Sicherheit stellt das fehlende Volldruck-Containment das entscheidende Problem dar. Bedingt durch die völlig veraltete sowjetische Konstruktion aus den 1970-er Jahren, verfügen die Mochovce-Reaktoren über keinen ausreichenden Schutz gegen schwere Unfälle und äußere Einwirkungen, wie z.B. Absturz eines Flugzeuges. Diese Tatsache wird auch von der EU-Kommission im Rahmen ihrer Stellungnahme zum Mochovce-Projekt kritisiert. Die Kommission verlangt die Sicherstellung eines mit dem Volldruck-Containment vergleichbaren Schutzniveaus. Ein solcher Nachweis fehlt jedoch in der UVE gänzlich. Aus der Unterlage geht lediglich hervor, dass einige Maßnahmen zur Verhinderung bestimmter Unfallszenarien geplant sind, die zum Versagen der Hülle führen könnten. Das stellt einen Hinweis auf das unzureichende Schutzniveau der äußeren Schutzhülle dar.

Aus den Angaben der UVE geht weiters hervor, dass die Untersuchung der äußeren Einwirkungen - z.B. Flugzeugabsturz - noch gar nicht durchgeführt bzw. überhaupt nicht geplant sind. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie beim Fehlen dieser für die Beurteilung der möglichen Umweltauswirkungen fundamentalen Informationen aus dem Bereich der nuklearen Sicherheit überhaupt eine UVP durchgeführt werden kann. Aus diesem Grund fordere ich eine negative Stellungnahme der Behörde zum vorliegenden Projekt.

2. Alternativen in der Stromversorgung
Eine weitere Schlüsselfrage - die nach möglichen Alternativen mit geringeren Umweltauswirkungen - wird in der UVE völlig ausgeklammert. Das slowakische Umweltministerium hat es dem Betreiber sogar per Bescheid ermöglicht, auf die vom slowakischen UVP-Gesetz geforderte Ausarbeitung von Alternativszenarien verzichten zu können. Ich lege gegen diese Vorgangsweise Protest ein und ersuche das slowakische Umweltministerium, den skandalösen Bescheid aufzuheben und dem Betreiber die Ausarbeitung von Alternativszenarien auf der Basis von Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung sowie Nutzung von erneuerbaren Energieträgern vorzuschreiben. Das UVP-Verfahren soll bis zum Vorliegen der vollständigen Unterlagen unterbrochen werden.

3. Radioaktive Abfälle
Aus den Angaben zur Entsorgung hochradioaktiver Abfälle geht hervor, dass die Slowakei nicht einmal über ein nachvollziehbares Konzept für die Entsorgung hochradioaktiver Abfälle verfügt. Die Genehmigung von neuen Kernkraftwerken ist unter diesen Umständen keinesfalls akzeptabel. Ich fordere daher die Behörde auf, unter Hinweis auf fehlende Möglichkeiten der Entsorgung hochradioaktiver Abfälle, eine negative Stellungnahme zum gegenständlichen Projekt abzugeben.

Unter Hinweis auf den weiter oben geäußerten Vorbehalt betreffend die rechtliche Situation des gegenständlichen UVP-Verfahrens möchte ich Folgendes festhalten:

Das slowakische UVP-Gesetz Nr. 24/2006, auf dessen Grundlage das gegenständliche Verfahren durchgeführt wird, verletzt das geltende EU-Recht. Konkret ist es im Widerspruch zum Artikel 10a der UVP-Richtlinie 85/337/EWG für die Verfahrensteilnehmer nicht möglich, eine gerichtliche Überprüfung des endgültigen UVP-Bescheides (der abschließenden Stellungnahme nach § 37 des slowakischen UVP-Gesetzes 24/2006) zu veranlassen. Dies stellt eklatante Verletzung meiner Rechte dar. Ich verlange daher den Abbruch des UVP-Verfahrens, sowie die Anpassung des slowakischen UVP-Gesetzes mit einem anschließenden ordentlichen UVP-Verfahren unter Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen der EU.

Da eine faire Behandlung der zentralen Fragen der nuklearen Sicherheit im Rahmen des gegenständlichen UVP-Verfahrens nicht zu erwarten ist, ersuche ich die österreichische Bundesregierung, unverzüglich zwischenstaatliche Konsultationen im Rahmen der Espoo-Konvention einzuleiten. Im Rahmen dieser Konsultationen muss vor allem die Frage des fehlenden Containments einer vollständigen Klärung zugeführt werden. Im Einklang mit der Forderung der EU-Kommission muss ein dem Volldruck-Containment vergleichbares Schutzniveau gewährleistet sein. Falls dies aufgrund der veralteten Konstruktion der Mochovce-Reaktoren nicht möglich sein sollte, so muss der endgültige Abbruch des Projektes erfolgen.



Stop AKW-Mochovce
Bewerbungen für eine Auszeichnung
können bis zum Stichtag 31. März des jeweiligen Jahres eingereicht werden. Informationen über die Hermann-Ortner-Naturschutzschenkung erteilt der NATURSCHUTZBUND (salzburg@naturschutzbund.at,Tel. 0662/642909-11)





Downloads:

Natur@ktiv 1/2009 (1 MB)
Natur@ktiv 4/2008 (1,6 MB)
Natur@ktiv 3/2008 (3,2 MB)
Natur@ktiv 2/2008 (1,6 MB)
Natur@ktiv 1/2008 (1,8 MB)
Natur@ktiv 4/2007 (500 KB)
Natur@ktiv 3/2007 (500 KB)
Natur@ktiv 2/2007 (2 MB)
Natur@ktiv 1/2007 (2,9 MB)
Natur@ktiv 4/2006 (550 KB)
Natur@ktiv 3/2006 (1 MB)
Natur@ktiv 2/2006 (3,3 MB)
Natur@ktiv 1/2006 (1,9 MB)
Natur@ktiv 3/2005 (1,7 MB)
Natur@ktiv 2/2005 (1MB)
Natur@ktiv 1/2005 (950 KB)




Fachtagung
Perspektiven der strategischen Wasserressourcen
Wo sind die Wasserreserven und wem gehören sie?

Dieser - nicht nur aufgrund der aktuellen Debatte um das Trinkwasser im Tennengebirge sondern generell in Österreich und auch innerhalb der EU - brisanten Frage wurde bei der Karstwasser-Fachtagung am 30. und 31. Mai 2008 nachgegangen. Die Veranstaltung fand an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt.

Podiumsdiskussion + Statement der Landeshauptfrau
Bei der kompetent besetzten Podiumsrunde diskutierten Dr. Gerhard Heilingbrunner (Umweltdachverband), Dr. Paul Jäger (Gewässerschutz Land Salzburg) und Walter Klappacher (Landesverein für Höhlenkunde) unter der Moderation von ORF-Redakteur Hans Kutil die bei der Tagung präsentierten Ergebnisse mit dem Publikum. Abschließend nahm Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller zum Tagungsthema Stellung.

Exkursion: Damit das Gesagte nicht trockene Theorie blieb, sondern die Karsthydrologie auch in natura fassbar wurde, fand am Samstag, 31. Mai unter Leitung der Hydrologen Dr. Gerhard Völkl und Dipl.-Ing. Hans Wiesenegger eine Exkursion ins mittlere Lammertal zum Tricklfall, Dachserfall und Winnerfall statt.

Veranstalter
der Fachtagung "Karstwasser" sind die Universität Salzburg und der Umweltdachverband, als Mitveranstalter fungieren Österreichischer Alpenverein, Naturfreunde Landesverband Salzburg, NATURSCHUTZBUND Salzburg, Verband öst
erreichischer Höhlenforscher, Landesverein für Höhlenkunde Salzburg, Initiative "Rettet Salzburgs Berge", Naturhistorisches Museum Wien / Karst- und Höhlenkundliche Abteilung.
mehr zur Tagung


Memorandum:
Zukunft [Europa:Region] Salzburg
Eine Weltlandschaft als Lebens- und Wirtschaftsraum

Die Altstadt von Salzburg - inzwischen Weltkulturerbe - wurde zur Bühne, die Weltlandschaft in und um die (Festspiel-)Stadt ist dabei Kulisse von einmaliger Schönheit. Von diesem Glanz leben hier die Menschen in Tourismus und Wirtschaft - und eine ganze Region im Umkreis von mehr als 50 km.

Die besondere Topografie aber setzt der weiteren geordneten Entwicklung dieser gewachsenen Stadt natürliche Grenzen. Sie braucht einen größeren Planungs- und Lebensraum, um ihrer Funktion als kulturelles, wirtschaftliches, medizinisches, schulisches und touristisches Zentrum für die ganze Region in Zukunft gerecht werden zu können. Dazu bedarf es einer neuen Qualität der Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden zwischen Flach- und Tennengau, aber auch mit den Nachbarn im angrenzenden Bayern und Oberösterreich.
Mehr dazu im Memorandum



Naturerlebnisweg am Wallersee eröffnet

Die Idee und die Initiative zur Errichtung eines Naturerlebnisweges stammt vom Seekirchner Bürgermeister Ökonomierat Hans Spatzenegger: "Wir wollen den Menschen die Natur vor der Haustür zum Erlebnis werden lassen". Das Gebiet zwischen dem Strandbad Seekirchen und dem Hochwasserschutzdamm bot sich für diesen Zweck an. Die Umsetzung des Projektes "Naturerlebnisweg Seekirchen" wurde schließlich vom Umweltressortchef Vizebürgermeister Hans Wittek in Zusammenarbeit mit dem NATURSCHUTZBUND Salzburg, namentlich Univ. Prof. Dr. Roman Türk und Dr. Hannes Augustin, erfolgreich betrieben. Die technische Einreichplanung für das Naturerlebnisweg-Projekt stammte vom OÖ. Landschaftsarchitekten Ing. Heinz-Peter Türk.

Entlang des Naturerlebnisweges wurden 15 Schautafeln aufgestellt. Folgende Themen werden behandelt:
  • Wallersee einst und jetzt
  • Muscheln des Wallersees
  • Fische & Fischerei
  • Bisam, Biber, Fischotter ...
  • Lebensraum für Vögel
  • Wasserfrösche & Co.
  • Leben im Wassertropfen
  • Pflanzen im & unter Wasser
  • Pflanzen an Wassergräben
  • Lebensraum Streuwiese
  • Insekten auf Feuchtwiesen
  • Geologie & Landschaft

Einige weiterführende Informationen sind dem Folder zu entnehmen oder können noch besser bei einem Besuch des Naturerlebnisweges direkt vor Ort erkundet werden.





Besuch der Vogelwarte







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Rahmenbedingungen zum Kraftwerksprojekt Sohlstufe Lehen
aus der Sicht des NATURSCHUTZBUNDes
[Download]


Wohlfühl-Stadt Salzburg?!
Aspekte zur Stadtökologie
Natur - Architektur - Lebensqualität: Anregungen - Wünsche - Visionen

Die Broschüre "Wohlfühl-Stadt Salzburg?!" ist die Zusammenfassung einer in Salzburg abgehaltenen Fachtagung zur Stadtökologie, beinhaltet darüber hinaus aber auch einen Serviceteil mit Anregungen und nützlichen Adressen zu dieser Thematik. Die Stadtökologie-Tagung war Teil der Kampagne NATUR findet Stadt und wurde gemeinsam vom NATURSCHUTZBUND Salzburg, der Initiative Architektur salzburg und der Stadt Salzburg (Amt für Stadtplanung) organisiert.

Die gedruckte Broschüre "Wohlfühl-Stadt Salzburg?!" (erschienen Juli 2006) ist beim Naturschutzbund Salzburg gegen eine Schutzgebühr von 2,- Euro (plus allfällige Versandspesen) erhältlich. salzburg@naturschutzbund.at

Eine digitale Version (4,3 MB) kann hier heruntergeladen werden.





Wohlfühlstadt Salzburg?!

Reform der Salzburger Grünlanddeklaration beschlossen

Der Gemeinderat der Stadt Salzburg hat in einer Sondersitzung am 21. 11. 2007 nach langwierigen aber erfolgreichen Verhandlungen die bessere Sicherung der Deklaration "Geschütztes Grünland" beschlossen. Die von Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, Stadtrat Johann Padutsch und leitenden Beamten der Stadt Salzburg mit den Vertretern der Aktion Grünland Salzburg (Richard Hörl, Wilfried Rogler, Hannes Augustin) ausverhandelte reformierte Fassung wird im Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) verankert und im Stadtrecht (=Stadtverfassung) abgesichert.

Amtsbericht zur Gemeinderatssitzung samt Text der reformierten Grünlanddeklaration




Augustin, Padutsch, Schaden und Hörl (nicht im Bild: Rogler)
ÖKO STROMBÖRSE Salzburg

Die Öko Strombörse Salzburg wird als gemeinnütziger Verein getragen von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie (AEE), dem NATURSCHUTZBUND Salzburg, der Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) und der Salzburg AG.

Wichtigstes Ziel des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung des umweltverträglichen Ausbaus von Ökostromanlagen und von Stromsparmaßnahmen im Bundesland Salzburg.

Möglich ist diese Fördertätigkeit durch die Beiträge der Kunden des Öko Plus - Tarifs der Salzburg AG. Diese Mittel werden vom Verein zur Förderung von Ökostrom und Stromsparen nach den geltenden Förderrichtlinien eingesetzt.

Das Land Salzburg unterstützt diese Plattform für mehr Ökostrom in Salzburg. Die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Energie des Landes Salzburg ist eine wesentliche Basis der Tätigkeit des Vereins. Weitere Partner aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz werden zur Mitwirkung an dieser gemeinnützigen Initiative eingeladen.

Hier können Sie den aktuellen Folder der Öko Strombörse Salzburg (Dateigröße 1,3 MB) beziehen.
Zusatzvereinbarung "Öko-Plus" als Download



Ausverkauf des Tennengebirges
mehr Info unter www.rettet-salzburgs-berge.at/tennengebirgsverkauf.htm

Presseinformation vom 12. Oktober 2007 von Umweltdachverband, NATURSCHUTZBUND, Naturfreunden und Alpenverein als Download




Biber arbeiten intensiv an der Renaturierung der Auen
Beobachtungen und Hinweise erbeten

Der NATURSCHUTZBUND Salzburg sammelt Daten über die aktuellen Bibervorkommen im Land Salzburg. In diesem Zusammenhang ersucht der NATURSCHUTZBUND auch um weitere Hinweise aus der Bevölkerung über allfällige Beobachtungen - insbesondere über kegelförmig angenagte Bäume in der Nähe von Gewässern -, um ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen Verbreitungssituation zu erhalten.

Biber sind bei uns im Land vorwiegend in der ausgedehnten Auenlandschaft nördlich der Stadt Salzburg - diese ist inzwischen als Natura 2000-Gebiet geschützt - zuhause, haben sich
aber in den vergangenen Jahren auch auf den Weg in die Stadt Salzburg gemacht und bis nach Urstein und Hallein nach Süden ausgebreitet.

Aus Naturschutzsicht ist es höchst erfreulich, dass eine einstmals ausgerottete Tierart - der letzte Biber in Österreich wurde im Jahr 1869 in den Salzachauen erlegt - seinen ehemaligen Lebensraum nun langsam wieder einnimmt. Freilich war es erforderlich, dabei ein wenig nachzuhelfen. Es mussten nämlich dazu Biber aus Skandinavien und aus Osteuropa als Stammpopulation wieder angesiedelt werden. In den Salzachauen waren es Biber aus Schweden, die in einer Kooperation zwischen Naturschützern und Jägern 1977 in der Ettenau / OÖ. und 1983 in der Weitwörther Au freigelassen wurden und sich mit Zuwanderern aus dem Gebiet des Unteren Inn hier weiter vermehrt haben.

Da waren wohl Biber am Werk © A. Agic
Das Werk der
fleissigen Holzfäller
Biber © H. Augustin

Steckbrief:

Europäischer Biber (Castor fiber)

Unser größtes heimisches Nagetier. Gesamtkörperlänge bis 140 cm - mitsamt abgeplattetem, beschupptem Schwanz; Körpergewicht bis ca. 35 kg; großer Kopf mit abge-stumpfter Nase, kleinen Ohren und Augen; charakteristische orangebraune, selbst schärfende, ständig nachwachsende Schneidezähne; dichtes braunes Fell mit bis zu 23000 Haaren pro Quadratzentimeter. Hinterbeine wesentlich stärker als die Vorderbeine; Hinterfüße mit Schwimmhäuten zwischen allen fünf Zehen. Guter Schwimmer und Taucher.

Als reiner Pflanzenfresser lebt der Biber im Sommer hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Wurzeln und Wasserpflanzen. Im Winter ernährt er sich von Rinde und Zweigen stehender oder von ihm gefällter Bäume, insbesondere Weiden und Pappeln. Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Lebt monogam in Familienverbänden, die aus einem Elternpaar und den Jungtieren zweier Generationen bestehen. Biber legen in ihrem Revier zwei bis vier Baue an, die sie über einen unter Wasser liegenden Eingang erreichen können. Der über dem Wasserspiegel liegende Wohnkessel besitzt Flucht-, Fress- und Spielröhren. Damit der Eingang stets unter Wasser bleibt, baut der Biber nötigenfalls auch Dämme, um das Wasser zu stauen.

Biber stehen unter Schutz (FFH-Richtlinie) und sind nach dem Jagdgesetz ganzjährig geschont.



Die Salzachauen als idealer Biberlebensraum

Das Hauptverbreitungsgebiet der Biber im Bundesland Salzburg liegt in den Salzachauen nördlich der Stadt Salzburg. Im Frühjahr 2004 wurde das ca. 10 km² große Augebiet zwischen Siggerwiesen und Oberndorf auf das Vorkommen von Bibern untersucht. Alle Biberspuren wurden aufgenommen und die Reviergrenzen abgeschätzt. Kartiert wurden auch die wesentlichen Lebensraumfaktoren entlang der Uferstreifen bis zu einer Entfernung von 20 m vom Gewässer. Dabei erhob man die Ausformung der Ufer, Laubbäume als Winternahrung, Kräuter und Gräser als Sommernahrung, Deckungsmöglichkeiten und allfällige Störungen. 91 % der Flächen waren "sehr gut geeignet" oder "gut geeignet". Damit ist der Lebensraum für den Biber ideal. Es wurde bisher auch ein Großteil des geeigneten Lebensraumes besiedelt.

Die Untersuchung ergab acht aktuelle und zwei verlassene Biberreviere. Die Revierlängen in den Salzachauen liegen zwischen 0,8 km bis 3,1 km Uferlänge, die Siedlungsdichte beträgt 0,17 Reviere/km. Im Vergleich mit anderen Biberpopulationen sind keine Unterschiede in Reviergröße und Siedlungsdichte zu erkennen. Der derzeitige Bestand von 8 Revieren könnte noch auf 10 - 13 Familienreviere anwachsen. Ausgehend von einer durchschnittlichen Familiengröße leben derzeit 20 - 40 Biber in den Salzachauen.

Quellen:
Maringer A., K. Widerin & L. Slotta-Bachmayr (in Vorb.): Die Bewertung der Salzburger Salzachauen als Lebensraum für den Biber.
Widerin K., A. Maringer & L. Slotta-Bachmayr (2005): Verbreitung und Bestand des Bibers (Castor fiber, Rodentia, Mammalia) in der Salzachau zwischen Siggerwiesen und Oberndorf (Salzburg, Österreich). Linzer biologische Beiträge 37:787-96.
SLOTTA-BACHMAYR L. & H. AUGUSTIN (2003): Der Biber (Castor fiber L.) im Bundesland Salzburg: Situation und Verbreitung nach der Wiedereinbürgerung vor 20 Jahren. - Denisia 9, zugl. Kataloge der OÖ. Landesmuseen, Neue Serie 2: 85-96.




Biber in den Salzachauen

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Igelstation in Rossbach / Innviertel
Rosina OBEREGGER bietet gerne Hilfe bei der Betreuung kranker und pflegebedürftiger Igel im Raum Salzburg und Oberösterreich! Adresse: 5273 Rossbach, Jaiding 4. Spendenkonto: 15010007227, Sparkasse Mauerkirchen, BLZ 20320.
ACHTUNG:
Wegen Krankenhausaufenthalt von Rosina Oberegger derzeit keine weitere Aufnahme von Igeln möglich! Wir danken für Ihr Verständnis!


Welche Igel brauchen menschliche Hilfe?
Es ist generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Gesetzliche Ausnahmebestimmungen (z. B. im § 31 (3) Salzburger Naturschutzgesetz) erlauben jedoch, kranke, verletzte oder sonst pflegebedürftige Tiere aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen.

Hilfsbedürftig sind aus der Sicht von Pro Igel e. V.:

1. Verwaiste Igelsäuglinge:
Igeljunge, die sich tagsüber außerhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich womöglich kühl anfühlen, sind von der Mutter verlassen. Im Zweifelsfall Nest und Umgebung einige Stunden lang beobachten!

2. Verletzte Igel:
Oft deuten schon Fundort und -umstände (Strasse, Bauarbeiten) auf Verletzungen hin. Tiere, die vermutlich tagelang in Gruben, Lichtschächten o.ä. ohne Wasser und Futter gefangen waren, brauchen ebenfalls Hilfe.

3. Kranke Igel:
Man erkennt sie meist daran, dass sie tagsüber Futter suchen, herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Auf kranken Igeln (wie auch auf Säuglingen und Verletzten) sitzen in der warmen Jahreszeit häufig Schmeissfliegen, die ihre Eier ablegen. Kranke Igel sind apathisch, rollen sich kaum ein, sind oft mager (Einbuchtung hinter dem Kopf, herausstehende Hüftknochen). Ihre Augen stehen nicht halbkugelig hervor, sie sind eingefallen, schlitzförmig.

4. Igel, die nach Wintereinbruch, d.h. bei Dauerfrost und/oder Schnee herumlaufen:
Auch solche Igel findet man hauptsächlich bei Tag. Es kann sich um kranke oder schwache Alttiere handeln; öfter sind es Jungtiere, die spät geboren, evtl. auch krank sind und/oder sich wegen des geringen Nahrungsangebots im Spätherbst kein für den Winterschlaf ausreichendes Fettpolster anfressen konnten.

Weitere fachliche Auskünfte über Igel sind unter der Hotline (Tonbanddienst) von Pro Igel e. V. Tel. 0049/8382-3021 abrufbar. Homepage: www.proigel.de; Igel-Infos auch unter: inatura.at/wissen/gem_9390.shtm

Nach Ansicht des NATURSCHUTZBUNDes hilft man Igeln - und damit vielen anderen Tieren - am besten damit, dass man ihnen einen naturnahen, strukturreichen, nicht allzu penibel aufgeräumten Garten mit entsprechenden Unterschlupfmöglichkeiten (Laub- und Reisighaufen) bietet.



Die Igelstation im Innviertel - hier finden pflegebedürftige Igel Hilfe

Igelstation


© Pro Igel e.V.

Igelbabys brauchen Hilfe



© Pro Igel e.V.

Auch kranken Igeln sollte man helfen


© Robert Hofrichter

Igel lieben naturnahe Gärten




Visionen für den Gaisberg

Stadtnahe Erholungsräume wie der Gaisberg, die ohne Zugangsbeschränkungen für jedermann nutzbar sind, sind für die stress- und umweltgeplagten Bewohner von besonderem Wert. Sie bedürfen aber eines überlegten und planvollen Umgangs (insbesondere, wenn sie sich über mehrere Gemeindegebiete erstrecken), um ihre wichtige Funktion als Psychotop für die Bürger erfüllen zu können. Dazu gehört die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und die Rückentwicklung störender Einflüsse ebenso, wie die Bewahrung der Biotop- und Artenvielfalt. Eine Stadt wie Salzburg, diese glückliche Synthese aus Kunst und Landschaft, ist nur im Kontext mit ihrer Umgebung zu verstehen. Gerade deshalb sind wir Salzburger dem sorgfältigen Umgang mit unserem Naturerbe besonders verpflichtet.

Freunde des Gaisbergs haben sich in einer Arbeitsgruppe aus Vertretern des Alpenvereins, der Ärztekammer, der Arbeiterkammer und des Naturschutzbundes zum Ziel gesetzt, den Gaisberg zum Wohle der Bevölkerung in das Blickfeld des öffentlichen Interesses zu stellen. Zentrales Anliegen ist die Aufwertung des Gaisbergs als naturnaher Erholungsraum. Eine "Käseglocke" für den Berg ist nicht gefragt, vielmehr sollen gemeinsam mit den Nutzern - von der Land- und Forstwirtschaft über die bestehenden Gastgewerbebetriebe bis zu den verschiedenen Gruppen von Erholungssuchenden - sinnvolle und machbare Verbesserungen für den Erholungsraum erarbeitet werden.

Neben möglichen Sofortmaßnahmen (Wegemarkierung und -beschilderung, Werbung für Gaisbergbus,...) hat die ARGE Gaisberg vorgeschlagen:
  • Ein Pflege- und Infrastrukturkonzept für das Plateau
  • Die Umsetzung eines Wegekonzeptes
  • Ein mit den betroffenen Nutzergruppen entwickeltes Verkehrskonzept
  • Gebündelte Öffentlichkeitsarbeit

Das Pflege- und Infrastrukturkonzept Gaisberggipfel (4,8 MB) wird inzwischen mit einigen Adaptierungen Schritt für Schritt umgesetzt.

Nähere Informationen & Kontakt:
Gaisbergkoordinator der Stadt Salzburg, Dr. Winfrid HERBST, c/o. Abfallwirtschaftsamt, Siezenheimerstraße 20, 5020 Salzburg, winfrid.herbst@stadt-salzburg.at

oder: NATURSCHUTZBUND Salzburg, Dr. Hannes AUGUSTIN, Museumsplatz 2, 5020 Salzburg, salzburg@naturschutzbund.at




Der Gaisberg - wie ihn jeder kennt



Zistelalm am Gaisberg: Ein Stadtberg mit Aussicht(en)


Wanderwege am Gaisberg

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
Wertvolles Feuerlilien-Vorkommen im Pinzgau gesichert

Auf einem Hang bei der Talbrücke am Beginn des Heutales in Unken im Pinzgau wächst die Feuerlilie (Lilium bulbiferum) noch auf ihrem natürlichen Standort. Es handelt sich dabei um eines der letzten Refugien dieser prächtigen Pflanzenart im Land Salzburg. Durch das Entgegenkommen des Grundbesitzers Ernst Dankl - Beschenbauer und durch die Mithilfe des Schneiderbauern Johann Lohfeyer ist es der Biotopschutzgruppe Pinzgau iWege des Vertragsnaturschutzes gelungen, dieses wertvolle Biotop zu retten.

Die Naturschützer Feri Robl und Heinrich Breinsteiner haben in Zusammenarbeit mit den Bauern die zunehmende Verbuschung zurückgedrängt und so der wunderschönen orange blühenden Pflanze verbesserte Lebensbedingungen geschaffen. Die getätigten Pflegemaßnahmen haben zu einer deutlich sichtbaren Zunahme der bedrohten Pflanzenarten geführt. Durch die Entbuschung wurden auch weitere geschützte Arten wie Kugelorchis (Traunsteinera globosa) und Weißes Waldvögelein (Cephalanthera damasonium) nachhaltig gefördert.



Feuerlilie © Biotopschutzgruppe Pinzgau
Die Feuerlilie (Lilium bulbiferum) ist in Salzburg sehr selten und steht unter Naturschutz.

Lage des Projektgebiets:
Im Salzburger Flachgau am Nordufer des Wallersees,
im Natura 2000-Gebiet Wengermoor.

Geologischer Untergrund: verdichtete Schotter der Würmmoränen, stellenweise stehen Torfschichten an, darunter lagern Glazialtonschichten, die für rückstauende Nässe sorgen.

Höhenlage:
von 530 msm nordöstlich vom Wierergut bis hinab zum Wallersee mit 505 msm.

Jahresniederschlagsmenge:
ca. 1400 mm.

Klima:
mitteleuropäisch stark humider Klimatyp des Alpenrandes



Kontakt: Dr. Hannes Augustin, NATURSCHUTZBUND Salzburg

Wiesen am Wallersee - Zurück zur Natur

Das Naturschutzgebiet "Wallersee - Wengermoor" beinhaltet ein Mosaik aus Hoch- und Niedermooren, Streu- und Feuchtwiesen, Moorwäldern, Bachläufen und der Verlandungszone des Wallersees. Es beherbergt europaweit bedeutende prioritäre Lebensräume (z. B. Auwälder am Wallerbach, lebende Hochmoore) und viele seltene Arten, vom Brachvogel bis zum Wachtelkönig - insgesamt 95 Vogelarten, mindestens 564 Schmetterlingsarten darunter die seltenen Wiesenknopf-Ameisenbläulinge, viele andere Insektenarten wie zum Beispiel 18 Heuschreckenarten, und zahlreiche Pflanzenarten der "Roten Liste", darunter etwa der Lungen-Enzian, das Sumpf-Greiskraut, das Moor-Reitgras und der Rundblättrige Sonnentau.


Im Jahr 2000 wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft und in Kooperation mit dem LIFE-Projekt des Landes Salzburg ein wissenschaftliches Monitoring im Projektgebiet des NATURSCHUTZBUND Salzburg durchgeführt. Im Jahr 2007 erfolgte eine neuerliche Untersuchung der Heuschrecken und Hummeln. Die Ergebnisse bestätigen die extrem hohe Wertigkeit des Gebietes und somit auch den vom NATURSCHUTZBUND eingeschlagenen Weg dieses Pilotprojektes.

Der NATURSCHUTZBUND Salzburg verfügt seit 1. Mai 1991 - durch einen unbefristeten Pachtvertrag - über rund 50 Hektar landwirtschaftlich genutzte Flächen und legte mit den Bewirtschaftern sogleich eine extensive Nutzung fest. Für einen Großteil der Wiesen wurde ein gänzlicher Düngeverzicht vereinbart, für die Streuwiesenbereiche wurden späte Mähtermine im Herbst fixiert. Die aktuellen Untersuchungen liefern eine Reihe von konkreten Landschaftspflegevorschlägen - sozusagen als Wegweiser zurück zu (noch) mehr Natur in den Wiesen am Wallersee.


Floristisch-
vegetations-
kundliches
Monitoring



Sonnentau
(Drosera rotundifolia)


Wiesenknopf-
Ameisenbläuling
(Maculinea telejus)


Projektpartner:
Land Salzburg, BMLFUW, Salzburger Jägerschaft, Landwirtschaftskammer, Salzburger Nachrichten, Salzburger Sparkasse und die Freunde der Wiesen am Wallersee

Mit dem seit Anfang der 90er Jahre laufenden Vorzeigeprojekt verfolgt der NATURSCHUTZBUND

  • die Sicherung bzw. ökologische Verbesserung vor allem der hochwertigen Bereiche
  • die Minimierung bzw. Ausschaltung von beeinträchtigenden Faktoren (Entwässerung, Düngung, Aufforstung,...)
  • aktive Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz
  • Erarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen für angewandte Wiesen- und Biotoppflege
  • Wissenschaftliche Verwertung von Samenmaterial z. B. für den Chromosomenatlas von Österreich



Wallerseewiesen

360°-Panoramen von Aussichtsgipfeln der Alpen! informationen und Bestellschein




Links - befreundete Organisationen im Internet

Verkehrsclub Österreich

Plattform der Verkehrsinitiativen

Bund Naturschutz in Bayern

Klimabündnis Salzburg

Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Amt der Salzburger Landesregierung

Haus der Natur

Biotopschutzgruppe Pinzgau des ÖNB

Nationalpark Hohe Tauern

Naturschutzjugend

Panorama-Verlag