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NATURSCHUTZBUND Steiermark |
Der Katzenhang bei Spielfeld... |
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| Projektleitung und nähere Infos: Mag. Werner Langs Mag. Andrea Kleinegger e-mail: werner.langs@ naturschutzbund.at |
Das Projekt Mariatroster Bach Hintergrundinfo Seit 1. Jänner 2001 hat der NATURSCHUTZBUND Steiermark das Fischereirecht am Mariatroster Bach, einschließlich der Nebengewässer (Tullbach, Rettenbach, Josefbach, Mariagrüner Bach), gepachtet. Das Ziel der Anpachtung ist die Entwicklung eines Gewässerleitbildes für die Stadt Graz. Bereits im Sommer 2000 hat die Vorarbeit für das Projekt begonnen. Zusammen mit Behörden (Baubezirksleitung Graz-Umgebung; Magistrat Graz - Naturkundliche Beratungsstelle) und Vereinen (Stmk. Berg- und Naturwacht; Institut für Naturschutz, Steiermark; Österr. Wasserschutzwacht; Arbeiterfischereiverein; For Nature) wurde der Arbeitskreis Mariatroster Bach gegründet und ein Maßnahmenkatalog für einen naturnahen Bachverlauf im Stadtbereich erarbeitet. Dieser zielt auf die Verbesserung von Lebensräumen für Tiere in und am Wasser und der Steigerung der Lebensqualität im Stadtgebiet ab: |
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| Durch die Schaffung der benötigten ökologischen Nischen sollen autochthone Krebsarten, wie Stein- und Edelkrebs, aber auch Fischarten angesiedelt werden. Bei der Ansiedelung ursprünglich heimischer Fische wird mit kleinen Arten wie Gründling, Steinbeißer, Elritze und Bachschmerle begonnen. Auch der Eisvogel kommt in Graz am Mariatroster Bach vor. Zwar nur in einem sehr geringen Bestand, aber durch eine naturnahe Uferverbauung, den Einbau von künstlichen Bruthöhlen und anderen Rückbaumaßnahmen der BBL Graz-Umgebung wird auch der Lebensraum für diese seltene Vogelart verbessert werden. Das Projekt zielt auf eine uneingeschränkte Wandermöglichkeit für autochthone Fische und Krebse ab, die nur einen stabilen Bestand bilden können, wenn eine gute Wasserqualität gewährleistet ist. Durch unbefugte Nutzung des Fließwassers sind Schäden an den natürlichen Gewässern entstanden. Selbst die Entnahme von Wasser für das Besprengen, die nicht gestattet ist, hat zu einer Beeinträchtigung des Wasserstandes geführt. Im Zuge der Revitalisierung dieses Baches soll mit den Anrainern der Sinn eines gesunden Lebensraumes wieder ins Bewußtsein gebracht werden. Wenn die im Maßnahmenkatalog geforderten Punkte umgesetzt werden, werden Bäche mit ihren natürlichen Ufern (standortgerechte Uferbepflanzung) zum fixen Bestandteil im Stadtbild und somit auch die Lebensqualität und der Erholungswert gewährleistet sein. Es ist wohl auch unsere Pflicht, uns diesem wichtigen Thema zu widmen, und auch für uns Menschen - gerade in einer streßgeplagten Zeit wie heute - Natur in der Stadt wieder erlebbarer zu machen. Fließgewässer tragen auch wesentlich zur Verbesserung des örtlichen Kleinklimas bei! In Graz selbst befinden sich 45 Bäche mit einer Gesamtlänge von ca. 127 km. |
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| Neu angepachtetes Gewässersystem des Stifting-, Ragnitz- und Leonhardbaches Seit 2007 zeigt sich der NATURSCHUTZBUND Steiermark durch die Anpachtung der drei Bäche Stifting-, Ragnitz- und Leonhardbach nun für das größte zusammenhängende Bächenetz in Graz - aus der Sicht des Naturschutzes - verantwortlich. Ziel des Erwerbes ist es, eine Ist-Zustandserfassung und Elektrobefischung durchzuführen, um den Fischbestand und die Fließeigenschaften genau zu kennen. Sohlschwellen werden im Zuge von Begehungen genau geortet und mit Vertretern der Baubezirksleitung soll der Rückbau umgesetzt werden, um den Zielen der Wasserrahmen-Richtlinie gerecht zu werden. Erst nach erfolgten Renaturierungsmaßnahmen sollen auch wieder jene Fischarten eingesetzt werden, die hier ursprünglich beheimatet waren. Wie beim Mariatroster Bach sollen auch hier durch Begehungen Missstände im und am Bach ausgeräumt werden. Ablagerungen, Grünschnitt, illegale Wasserentnahmen und Einleitungen tragen dazu bei, dass es einerseits bei Hochwasser zu Verklausungen kommen kann und andererseits sich der Bestand von Wasserorganismen rückläufig entwickelt. Erste Begehungen wurden bereits durchgeführt. Außerdem erfolgten Erhebungen und Dokumentationen zu vorhandenen Einleitungen und Wasserentnahmen entlang dieser Fließgewässer. Erhebungen ergaben, dass außer dem Leonhardbach die angepachteten Bäche im Oberlauf einen natürlichen Zustand (ÖZK 1) aufweisen und sich die Bachstruktur, je weiter sie ins Stadtzentrum kommen, dem naturfremden Zustand (ÖZK 4) annähern. Bewusstseinsbildung ist ein sehr wesentlicher Bestandteil, um auch den Bach im Stadtbereich als Lebensraum bei der Bevölkerung zu sensibilisieren. |
![]() Leonhardbach |
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| Neu erworbene Grundstücke Gamperlacke in Liezen Die Altarmschlinge, die gänzlich von der Enns isoliert ist, wird von landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben. In dem von der Schlinge umschlossenen Grünland finden sich nur noch Fragmente der ursprünglichen Feuchtwiesenvegetation, die nun unter Schutz stehen. Dieser Bereich ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Fläche "Poschauko" am Sulmtalbahndamm An den letzten Teil des Bahndammes grenzt eine Wiesenfläche, welche vom NATURSCHUTZBUND Steiermark erworben wurde. Dadurch kam es zu einer Erweiterung einer Wiese, die bereits unser Eigentum sind, sodass dieses Grundstück nun Inselcharakter besitzt. Fläche "Trummer" am Sulmtalbahndamm Eine dem ehemaligen Bahndamm angrenzende extensiv bewirtschaftete Maisfläche wurde vom NATURSCHUTZBUND Steiermark erworben und durch Einbringung einer Naturwiesenmischung in eine natürliche Wiesenlandschaft umgewandelt. Dort befinden sich auf Seite des ehemaligen Bahndammes noch Gehölzarten wie Schlehe, Weide, Schwarzerle und Traubenkirsche, die direkt an die Heckenstruktur angrenzen. Geplant sind die Einbringung von Saatgut der Bifangwiese und die Entfernung des für diese Region untypischen Fichtenbestandes. Höllwiese "Lang" in Aigen Dies ist eine der letzten artenreichen Wiesen am Grünen Band an der Kutscheniza (Fluß). Die direkt am kleinen Grenzübergang in St. Anna am Aigen liegenden Flächen sollen als Wiesen erhalten bleiben bzw. der dort befindliche Acker in Wiesenfläche rückgeführt werden. Besonderheit: Oranges Steppen-Aschenkraut "Zeiler" - Kleinsölktalmoor Der ehem. Bgm. Daum schlug dem NATURSCHUTZBUND Steiermark vor, die im Naturpark Sölktäler befindliche Moorfläche ins Naturraumsicherungsprogramm aufzunehmen. Die zusehends zu verwalden drohende 0,5 ha große, in einer Waldlichtung liegende Fläche, soll durch regelmäßige Entbuschung gepflegt und als Moorlandschaft erhalten bleiben. Vor Ort ist der NATURSCHUTZBUND-Bezirksstellenleiter Gerhard Schmiedhofer mit der Aufsicht über das Grundstück betraut. "Treichler" Lungenenzianwiese Mit 01.01.2008 ist dieses Grundstück nach jahrelanger Pacht in das Eigentum des NATURSCHUTZBUNDES Steiermark übergegangen. Die Wiesenfläche in Wettmannstätten im Bezirk Deutschlandsberg wird aufgrund des Vorkommens von Lungenenzian durch den NATURSCHUTZBUND Steiermark geschützt und gepflegt. "Burgi" - Murauen Die im Landschaftsschutzgebiet Graz-Werndorf (1480 ha) liegende Parzelle, die etwa die Hälfte der Fläche einnimmt, ist ein Auwald-Gebiet und liegt am Ufer der Mur. Der NATURSCHUTZBUND Steiermark hat ein Stück dieses Auwaldes angekauft und ist um die Erhaltung dieses biogenetischen Reservates bemüht, um den möglichen Bau eines Wasserkraftwerkes in diesem Bereich zu verhindern. |
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| Neugründung von zwei Bezirksstellen Ennstal - Ausseerland Die konstituierende Sitzung des NATURSCHUTZBUNDES Ennstal - Ausseerland fand im November 2007 im Rahmen der Infoveranstaltung "Naturschutz hat Zukunft" statt. Gerhard Schmiedhofer ist der neue Leiter der Bezirksstelle Ennstal - Ausseerland, der zugleich auch Bezirksstellenleiter der Berg- und Naturwacht im Bezirk Gröbming ist. Ziele der Bezirksstelle:
Der Naturfotograf Peter Eppinger präsentierte Fotos und ein Video über den Ennstaler Wachtelkönig in den Rosswiesen bei Fischern. |
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| Murau Durch die Initiative des Obmannes des NATURSCHUTZBUNDES Steiermark, Prof. Dr. Johannes Gepp, wurde eine Neugründung der lange ruhenden Bezirksstelle Murau initiiert. Die Gründungsversammlung der Bezirksleitstelle Murau fand am 5. Juni 2008 statt. ![]() v. l.: Markus Ehrenpaar, Fritz Stangl, Alfred Mandl, Cornelia Fischer, Brigitte Rosian, Peter Hochleitner, Alfred Mandl (dritter v.l.) ist der Obmann der neuen Bezirksstelle Murau. |
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