NATURSCHUTZBUND Tirol
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Tiroler Naturschutzorganisationen für den Inn
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe planen die Errichtung eines Laufkraftwerks im Bereich Telfs/Rietz, das aus der Sicht der oben genannten Organisationen einen ökologisch sehr hochwertigen und für den Tiroler Inn einzigartigen Bereich betrifft. Deshalb hat Dr. Katharina Peer in Zusammenarbeit mit Mag. Hermann Sonntag und Mag. Viktoria Tscherne ein Papier über die Rietzer und Mieminger Innauen sowie die angrenzenden Bereiche zusammengefasst, um die Einzigartigkeit und Besonderheit dieses Gebietes hervorzuheben.
Download (2,6 MB)

Download gemeinsame Erklärung der Naturschutzorganisationen


© Peer

Innauen beim geplanten Kraftwerk

Präsident:
Mag. Andreas Jedinger
Stellvertreter:
Mag. Silvia Hirsch, Zoopädagogin im Alpenzoo Innsbruck
Dr. Hans Hofer, Biologielehrer und Naturpädagoge




Mitgliedstarife NATURSCHUTZBUND Tirol

A-Mitgliedschaft inkl. Zeitschrift "Natur und Land"
EUR 24,-

B-Mitgliedschaft inkl. "Natur und Land" (für Studenten, Senioren)
EUR 18,-

Weiterhin im Einsatz für die Innsbrucker Küchenschelle...
Die Innsbrucker Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris ssp.oenipontana) ist eine Besonderheit: Die zur Gattung der Hahnenfußgewächse gehörende Blume ist nicht nur die einzige, die "Innsbruck" in ihrem Namen trägt, sie kommt auch
ausschließlich - also endemisch - im Großraum dieser Stadt vor. Heute liegt der Verbreitungsschwerpunkt um den Stadtteil Arzl, weitere Standorte sind von Mühlau bis Thaur zu finden. Das derzeit noch bestehende Vorkommen dieser äußerst seltenen Pflanze kann nur mit Hilfe spezifischer Pflegemaßnahmen gesichert werden - Grund genug für den NATURSCHUTZBUND in Tirol, sich weiterhin intensiv um die Stabilisierung und Verbesserung des einzigartigen Bestandes zu bemühen!

Neben der gezielten
Vermehrung und Aufzucht von Jungpflanzen zählten dazu spezifische Pflegemaßnahmen wie Mahd mit Entfernung des Mähguts sowie Entbuschungsaktionen. Bestandserhebungen mit Standort-Begehungen zur Blütezeit bzw. Fruchtreife waren wichtig für eine Erfolgskontrolle. Auch die Bewusstseinsbildung kommt nicht zu kurz: Zur Zeit arbeitet man daran, die Innsbrucker Küchenschelle sowohl in Publikationen als auch direkt - etwa über Schulprojekte - der Öffentlichkeit vorzustellen.



Innsbrucker Küchenschelle © Archiv

Einzigartige Rarität: Innsbrucker Küchenschelle


Mitglied werden

Mühlauer Fuchsloch

Naturschutz im Siedlungsraum ist uns ein besonderes Anliegen. Die Natur muss vor der eigenen Haustüre erlebbar bleiben! 1989 grub der Mühlauer Erwin Kögl alleine die ersten Teiche im Fuchsloch, bald beteiligten sich mit Begeisterung die verschiedensten Naturschutzvereine. Für den Bereich Naturpädagogik konnte auch ein Teil des Hauses im Fuchsloch als Freilandlabor adaptiert werden.





Beobachten im Fuchsloch

Dein Nachbar Lohbach

Ein weiteres Naturjuwel Innsbrucks ist der Lohbach in Hötting-West. Zum Schutz und zur Vermittlung dieses Lebensraumes gründeten Sprengel, Universität, Wasserwacht, Naturschutzjugend und Naturschutzbund vor 3 Jahren die Initiative "Dein Nachbar Lohbach". Seit Jänner 2002 wird das Projekt ehrenamtlich von Erika Haimayer koordiniert.



Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttirol
Resolution:
Keine weitere Ausbeutung unserer Gewässer!

Mit großem Unmut stellt der Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttiorol fest, dass in unserem Bezirk eine Reihe weiterer Gewässerausleitungen für Kraftswerksprojekte geplant und beantragt werden, z.B. Kalserbach, Tauernbach, Isel, Schwarzach, Debantbach...

Osttirol hat mit der Ausleitung der Drau und weiteren gut 170 Wasserkraftwerken bereits mehr als genug Gewässer für die Stromerzeugung geopfert.

Weitere Wasserkraftwerke an bislang noch intakten Gewässerstrecken widersprechen auch dem Verschlechterungsverbot der Wasserrahmenrichtlinie.

Osttirol besitzt mit der Isel den letzten großen alpinen Fluss Österreichs und den letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen.

Wasserkraftwerke sind keine Alternativen zur ungehemmten Energievergeudung im Verkehr oder für fehlende Wärmedämmung an Gebäuden.

Der Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttirol fordert daher dringend von allen Verantwortlichen im Land Tirol und in der Republik Österreich, Alternativenergien wirkungsvoll zu fördern, keine weiteren Wasserausleitungen mehr zuzulassen und die Isel mit ihren Zuflüssen in Natura 2000 einzubringen.

Einer weiteren Zerstörung von unersetzlichen Naturgütern wird der Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttirol entschiedenen Widerstand entgegensetzen. Die uns noch verbliebenen Gewässer sind Allgemeingut und für Einheimische und Gäste von immer größerem Wert. Energie - auch Strom - kann heute mehr denn je auch anders erzeugt und vor allem eingespart werden; für lebende Gewässer in der Landschaft gibt es keinen Ersatz.

Einstimmig beschlossen auf der Ordentlichen Vollversammung am 13. Feber 2008

Linktipp:
www.wasser-osttirol.at