| NATURSCHUTZBUND Vorarlberg Schulgasse 7 A 6850 Dornbirn Tel.: 05572 / 29650 Fax: 05572 / 21053 Email: vorarlberg@ naturschutzbund.at Obfrau: Hildegard Breiner Geschäftsführerin: Mag. Bianca Burtscher Geschäftszeiten: Mo und Do: 8.30 - 11.30 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr Freitag: 8.30 - 11.30 Uhr Zum NATURSCHUTZBUND Österreich Hier finden Sie unser aktuelles Veranstaltungsprogramm Mitgliedstarife NATURSCHUTZBUND Vorarlberg A-Mitgliedschaft inkl. Zeitschrift "Natur und Land" und "Infoblatt" EUR 24,- B-Mitgliedschaft ohne NATUR UND LAND EUR 17,- Familienmitgliedschaft EUR 32,- Fördermitglieder EUR 80,- Mitglied werden |
Flügge Junge bei Brachvogel und Kiebitz Nach dem katastrophalen Ergebnis von nur einem flüggen Brachvogel-Jungen und nur 5 flüggen Kiebitz-Jungen im Jahr 2008 gab es dieses Jahr Anlass zu großer Freude. 9 - 10 Brachvogel-Junge und 45 - 46 Kiebitz-Junge erreichten im Jahr 2009 im Vorarlberger Rheintal (ohne Rheindelta) das flugfähige Alter. Das Dornbirner Gleggen war - wie in den vergangenen Jahren - mit 6 Revieren das wichtigste Brachvogel-Brutgebiet in Vorarlberg. 2009 erreichten hier 6 Junge das flugfähige Alter. Fast alle flüggen Kiebitz-Junge stammen aus den Lustenauer Riedgebieten, davon 24 aus dem Auer Ried und 20 aus dem Widnauer Ried. Während der Bruterfolg beim Kiebitz in diesem Jahr in der gleichen Größenordnung wie in den Jahren 2005 bis 2007 liegt, ist der diesjährige Bruterfolg des Großen Brachvogels eine kleine Sensation. Mit 0,64 - 0,71 Jungen pro Brutpaar wurde dieses Jahr der beste Bruterfolg der Jahre 1999-2009 erreicht. Er liegt auch deutlich über dem Wert von mindestens 0,41 Jungen pro Brutpaar, der nach Kipp (1999) für den Selbsterhalt der Vorarlberger Brutpopulation erforderlich ist. Nur in den Jahren 2004 und 2007 konnte ebenfalls ein für den Selbsterhalt ausreichender Bruterfolg erreicht werden. Zum guten Bruterfolg der Wiesenbrüter haben Maßnahmen beigetragen, die der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern durchführte. So wurden die Riedgebiete in den vergangenen Jahren durch Entbuschungen und die Anlage von Flachteichen für Wiesenbrüter aufgewertet. Im Projekt "Wiesenbrüterschutz in Vorarlberg" zäunte Alwin Schönenberger mit HelferInnen einen Kiebitz-Acker im Auer Ried ein, um die Gelege so vor bodengebundenen Beutegreifern zu schützen. Die Jäger der Niederwildreviere Auer Ried, Lustenau und Dornbirn Nord konnten im Winter 2008/09 durch günstigere Witterungsverhältnisse und ihr großes Engagement höhere Abschusszahlen bei der Schwerpunktbejagung auf Fuchs, Dachs, Steinmarder und Hermelin als in den vorigen Projektwintern erzielen. Dieses Projekt wird dankenswerterweise unterstützt durch das Land Vorarlberg, EU-Fördermittel (Ländliche Entwicklung), die Stadt Dornbirn, die Marktgemeinden Lustenau, Lauterach und Wolfurt, die Schweizer Ortsgemeinden Au, Widnau und Schmitter und die Vorarlberger Jägerschaft sowie die Bezirksgruppe Dornbirn der Vorarlberger Jägerschaft. Im Kiebitz-Projekt von NATURSCHUTZBUND und Marktgemeinde Lustenau im Rahmen der Kampagne vielfaltleben wurde im Gsieg mit finanzieller Unterstützung des Lebensministeriums eine Geländeerhebung am Hauptgraben inklusive Fuchsbau entfernt und mit dem Aushubmaterial eine Grünbrücke angelegt. Zudem markierte das Projektteam, v.a. Mag. Jürgen Ulmer mit Unterstützung von Reinhard Hellmair Kiebitzgelege, damit sie von den Landwirten bei der Bewirtschaftung geschont werden konnten. Literatur: KIPP, M. (1999): Zum Bruterfolg beim Großen Brachvogel (Numenius arquata). LÖBF-Mitteilungen Nr. 3/1999. S 47-49 Weitere Infos: Naturschutzbund Vorarlberg Schulgasse 7, 6850 Dornbirn Tel. 05572/29650, FAX 05572/21053 vorarlberg@naturschutzbund.at |
![]() Flügge Brachvogel-Junge ![]() Frisch geschlüpftes Kiebitz-Küken ![]() Junge Helferin beim Einzäunen des Kiebitzackers ![]() Markierung von Kiebitz-Gelegen, damit sie der Landwirt bei der Bewirtschaftung aussparen kann |
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| vielfaltleben in Vorarlberg Menschen für die Artenvielfalt begeistern und konkrete Naturschutz-Tipps vermitteln, will der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg im Rahmen der Kampagne vielfaltleben. Im Jahr 2009 organisiert der NATURSCHUTZBUND deshalb mit zwei Gemeinden Veranstaltungsreihen. Die Gemeinde Röthis und der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg bieten in der Reihe "Natur erleben in Röthis" neun Veranstaltungen - von einer Familienexkursion über eine Weinbergwanderung mit Verkostung von Röthner Bio-Weinen bis zu einem Nachmittag rund um Streuobstwiesen - an. Zudem gibt es spezielle Exkursionen für Röthner Volksschulklassen. Die Veranstaltungsreihe natuRankweil - Vielfalt erleben mit der Marktgemeinde Rankweil wird 2009 fortgesetzt. Hier können Interessierte z.B. beim biologischen Anbau von gentechnikfreiem Rheintaler Riebelmais helfen, Fledermauskästen oder Trockenmauern bauen. Im Rahmen der Kampagne vielfaltleben gibt es auch ein Schutzprojekt in Vorarlberg. Der NATURSCHUTZBUND fördert den Kiebitz im Lustenauer Ried gemeinsam mit den Grundbesitzern, den Ortsgemeinden Widnau und Schmitter und der Marktgemeinde Lustenau. |
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| Dr. Toni-Russ-Preis an Hildegard Breiner Unsere Obfrau Hildegard Breiner wurde für ihre Anti-Atomaktivitäten, ihr Engagement für erneuerbare Energien und einem den kommenden Generationen verpflichteten Natur- und Umweltschutz von den Vorarlberger Nachrichten mit dem Dr.-Toni-Russ-Preis und -Ring ausgezeichnet. Hildegard Breiner war gemeinsam mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann Franz-Viktor seit den 1970er Jahren in der Anti-Atombewegung aktiv. Sie demonstrierte gegen Atomkraftwerke und Wiederaufarbeitungsanlagen in Rüthi, Zwentendorf und Wackersdorf, in Deutschland, Schweiz, Ungarn, CSSR etc. LH Dr. Herbert Sausgruber hob hervor, dass Hildegard Breiner nicht nur gegen etwas sei, sondern sich mit den erneuerbaren Energien für Alternativen einsetze. Er dankte Hildegard Breiner für ihre freundliche Beharrlichkeit und ihre beharrliche Freundlichkeit. VN-Herausgeber Eugen Russ würdigte das jahrzehntelange Wirken Hildegard Breiners. Es sei "in vielerlei Hinsicht richtungsweisend für die Energiepolitik in Vorarlberg und ganz Österreich" gewesen. Treffend beschrieb Martin Ott in seiner Laudatio unsere Obfrau: "Der Respekt, den Hildegard Breiner ihrer Um- und Mitwelt, der Kreatur und der Natur entgegenbringt, macht sie zur Respektsperson. Eindrucksvoll zeigte er den Unterschied zwischen dem "Nützen" und dem "Verbrauchen" von Naturgütern auf. In ihrer Dankesrede betonte Hildegard Breiner, dass dieser Preis auch Ihrem verstorbenen Ehemann gebührt und dass sie den Preis auch für alle MitstreiterInnen im Natur- und Umweltschutz entgegennehme. Mit einem Laotse-Zitat schloss sie ihre Rede: "Nützen ohne zu schaden, das ist der Weg des Himmels". Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Verwandte, FreundInnen und MitstreiterInnen aus dem Natur- und Umweltschutz feierten mit ihr. Bemerkenswert ist auch, dass nicht nur die gesamte Landesregierung und BM Martin Bartenstein am Fest teilnahmen, sondern dass auch alle drei zuständigen Landesräte kamen, mit denen Hildegard Breiner im Laufe der Zeit zusammen arbeitete, der jetzige, LR Erich Schwärzler, und seine Vorgänger Anton Türtscher und Konrad Blank. Wir gratulieren unserer Obfrau Hildegard Breiner zu dieser verdienten Auszeichnung! ![]() Hildegard Breiner erhielt den Dr.-Toni-Russ-Preis. V.l.n.r.: Ing. Richard Kempf, Festredner Martin Ott, Rosa Russ, LH Dr. Herbert Sausgruber, VN-Herausgeber Eugen A. Russ, Hildegard Breiner, Chefredakteur Dr. Christian Ortner |
![]() Hildegard Breiner und Festredner Martin Ott mit Preis-Urkunde und -Ring |
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| Neue Chancen für Storch & Co. Zahlreiche Erfolge beim Interreg-III-A-Projekt "Feuchtgrünland und Storchenlebensräume zwischen Alpenrhein und Donau" Mit großem Erfolg endet das Interreg-III-A -Projekt "Feuchtgrünland und Storchenlebensräume zwischen Alpenrhein und Donau. Erstmals arbeiteten Behörden und Verbände aus den vier Ländern um den Bodensee bei einem gemeinsamen Naturschutz-Projekt über mehrere Jahre (von April 2005 bis Juni 2008) zusammen. In Vorarlberg waren der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg, das Umweltbüro Grabher und die inatura beteiligt. Die Zusammenarbeit und das gegenseitige Lernen zwischen den neun Projektpartnern waren motivierend und ganz im Sinne der Interreg-Idee. Zentrales Ziel war die Aufwertung von Feuchtgrünland als Lebensraum und Nahrungsplatz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union, dem Land Vorarlberg, den Marktgemeinden Lauterach und Wolfurt, der Schweizer MAVA-Stiftung für Naturschutz u.a. Die wissenschaftlichen Begleit-Untersuchungen zur Erfolgskontrolle belegen zahlreiche Naturschutz-Erfolge. Die Zahl der Weißstörche im Alpenrheintal erhöhte sich von acht Brutpaaren im Jahr 2004 auf 17 im Jahr 2008. Im Fürstentum Liechtenstein brütete 2007 erstmals seit 130 Jahren ein Weißstorch. In Vorarlberg trugen die vom Umweltbüro Grabher neu angelegten Horstunterlagen und die Anlage von Flachteichen im Auer Ried in Lustenau dazu bei. Das Wolfurter und Lauteracher Ried wertete der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg durch umfangreiche Entbuschungen und neue Kleingewässer auf. Zahlreiche freiwillige Helfer - vom Kind bis zur Urgroßmutter - haben dabei mitgeholfen. Die Maßnahmen zeigen erste Früchte. Im Wolfurter Birken balzten in den Jahren 2005 und 2006 zwei Bekassinen-Paare, 2007 waren es sogar drei. Eines nutzte den Bereich einer neuen Flutmulde, ein anderes fühlte sich von einem Flachteich angezogen. Die neuen Flachteiche im Auer Ried sind ein bedeutender Lebensraum für acht Amphibienarten wie den Kammmolch und die Gelbbauchunke und Watvögel nutzen sie als neue Nahrungsplätze. Darüber hinaus ist es bei diesem Projekt gelungen, durch eine Ausstellung, ein Programm für Schulen, eine Unterrichts-DVD und zahlreiche Exkursionen Menschen für den Weißstorch und andere Feuchtwiesenarten zu begeistern. ![]() |
![]() Weißstorch ![]() Bekassine |
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| Klimaschutz in Landesverfassung verankert Hildegard Breiner, Obfrau des NATURSCHUTZBUNDes Vorarlberg, ist es - mit Unterstützung anderer Aktivisten - gelungen, den Vorarlberger Landtag so weit zu bringen, den Klimaschutz in der Landesverfassung zu verankern. Herzliche Gratulation! Vielleicht bringt dieses Vorbild noch weitere Landtage in Bewegung? |
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| Feuchtgrünland und Storchenlebensräume zwischen Alpenrhein und Donau INTERREG IIIA-Projekt Zusammen mit Baden-Württemberger, Liechtensteiner, Schweizer und Vorarlberger Partnern startete der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg im Mai 2005 das Interreg-Projekt "Feuchtgrünland und Storchenlebensräume zwischen Alpenrhein und Donau". 18 Teilprojektgebiete im Bodenseeraum, im Alpenrheintal und in Oberschwaben werden für Weiß- und Schwarzstorch und viele andere Tier- und Pflanzenarten aufgewertet. Aufwertungen im Lauteracher und Wolfurter Ried Das NATURSCHUTZBUND-Projektteam Mag. Bianca Burtscher, Dipl. Biol. Anne Puchta, Alwin Schönenberger und Mag. Jürgen Ulmer hat die Detailplanungen für einen Grossteil der Aufwertungen im Wolfurter und Lauteracher Ried bereits ausgearbeitet und mit den Grundstücksbesitzern abgesprochen. Die Entbuschungen in der Kernzone des Lauteracher Rieds und im Wolfurter Birken sind bereits abgeschlossen. Zahlreiche freiwillige Helfer des NATURSCHUTZBUND-Pflegetrupps - vom Kind bis zur Urgroßmutter - haben dabei mitgeholfen. Sobald die Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft einlangt, wird auch mit der Anlage der 6 Flachteiche und Flutmulden im Lauteracher und Wolfurter Ried begonnen. Die Verhandlungen mit den Grundbesitzern für die Einrichtung eines regulierbaren Stauwehrs am alten Lauf der Schwarzach und Entbuschungen im Lauteracher Soren laufen noch. Die Maßnahmen kommen zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zugute. Die Brutgebiete von Bekassine, Großer Brachvogel, Uferschnepfe und Kiebitz werden aufgewertet. Durch die geplanten Kleingewässer erhöht sich das Nahrungsangebot für Störche und andere Wiesenvögel. Mit den Flachteichen werden auch neue Lebensräume und Laichgebiete für wassergebundene Arten wie Libellen und Amphibien geschaffen. Die typischen Pflanzenarten der Streuwiesen sind lichtliebend und brauchen einen hohen Grundwasserspiegel. Von Entbuschungen und der Verbesserung des Wasserhaushalts werden deshalb auch Sumpf-Gladiole, Lungen-Enzian, Fieberklee etc. profitieren. Interesse und Sympathie wecken Eine Wanderausstellung, Schulexkursionen, Faltblätter und eine eigene Homepage www.feuchtwiesen-stoerche-bodensee.net werden das Interesse und die Sympathie für den Weißstorch, seinen Lebensraum und viele andere gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Feuchtwiesen bei der Bevölkerung wecken. |
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| Naturschutzbund Vorarlberg erhielt Mitwelt- und Solarpreis 2005 Der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg wurde für sein Projekt "Management für den Großen Brachvogel" beim Mitwelt- und Solarpreis des Landes Vorarlberg mit dem 2. Hauptpreis ausgezeichnet. LH Herbert Sausgruber und LR Erich Schwärzler überreichten dem Projektteam Mag. Bianca Burtscher, Dipl. Biol. Anne Puchta, Alwin Schönenberger und Mag. Jürgen Ulmer die Urkunde und das Preisgeld von EUR 1.500,-. Im Projekt "Management für den Großen Brachvogel" arbeitet das Projektteam seit 1999 in Zusammenarbeit mit Gebietsbetreuern, Behörden, Gemeinden, Bewirtschaftern und Grundbesitzern Aufwertungsmaßnahmen in den Wiesenbrütergebieten im nördlichen Vorarlberger Rheintal aus, setzt sie schrittweise um und kontrolliert den Erfolg der Maßnahmen. Im Lauteracher Ried und Soren werden mehrere Wiesen nur mehr extensiv genutzt bzw. später gemäht. Die Sperrung von Stichwegen führt zu einer Beruhigung im Gsieg und in der Kernzone des Lauteracher Rieds. Im Gsieg wurden Grabenböschungen stellenweise abgeflacht und der Hauptgraben in der Brutzeit aufgestaut. Im Porst, Rheindelta, Birken-Schwarzes Zeug, Gsieg und Gleggen konnten durch gezielte Entbuschungen mit Unterstützung von freiwilligen Helfern offene Bereiche vergrößert werden. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Erhaltung einer der bedeutendsten Populationen des Großen Brachvogels in Österreich und des einzigen Brutbestands im Bodenseeraum bei, sondern werten die Riedgebiete auch als Lebensraum vieler anderer seltener Tier- und Pflanzenarten auf. |
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| WasSerlebenfonds: "Management für den Großen Brachvogel" erhielt Auszeichnung Im Rahmen der Kampagne WasSerleben haben VERBUND und NATURSCHUTZBUND Österreich 2004 gemeinsam den mit 130.000,- Euro dotierten WasSerlebenfonds ins Leben gerufen. Das Projekt des NATURSCHUTZBUNDes Vorarlberg "Management für den Großen Brachvogel" überzeugte die Jury und erhielt Anfang 2005 einen Anerkennungspreis in der Höhe von Euro 2.000,-. Seit dem Projektstart im Jahr 1999 konnten zahlreiche Verbesserungen in den Riedgebieten erreicht werden. Von Entbuschungen, der Extensivierung von Landwirtschaftsflächen, Aufstau und Abflachung von Entwässerungsgräben profitieren neben dem Großen Brachvogel auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten der Riedgebiete. Auch in diesem Winter wurden die Entbuschungen im Dornbirner Riedgebiet "Im Porst" fortgesetzt. Dieses Wiesenvogel-Brutgebiet ist nun deutlich offener als zu Beginn des Projektes. Für das Projektteam und die freiwilligen Helfer ist dieser Preis eine schöne Motivation für weitere Aktivitäten. Zum Brachvogelschutzprojekt |
Preise über Preise für die Aktivitäten des NATURSCHUTZ-BUND![]() |
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| Anerkennungspreis für Flussseeschwalben-Projekt Beim Mitwelt- und Solarpreis 2004 des Landes Vorarlberg wurde das Artenschutzprojekt "Flussseeschwalbe" mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Im Vorarlberger Rheindelta befindet sich dank des langjährigen Einsatzes des NATURSCHUTZBUNDes Vorarlberg die größte Brutkolonie Österreichs. Seit neun Jahren sind dort Brutfloße in der Lagune platziert, die regelmäßig instand gehalten werden müssen. Im vergangenen Jahr wurden drei Floße an der Rheinmündung neu verankert. Ein altes zusätzliches Floß wurde repariert und ebenfalls in der Lagune befestigt. Das langjährige Monitoring durch Daniel Bruderer bestätigt den Erfolg des Projektes. Die Erfolgsbilanz 2004: Ende Mai 2004 gab es 209 Paare auf sechs Flossen, insgesamt brüteten 131 Brutpaare erfolgreich. 190 flügge Jungvögel konnten gezählt werden, die zu drei Viertel aus Nachbruten stammten. ![]() LH Herbert Sausgruber und LR Erich Schwärzler überreichten an Alwin Schönenberger und Mag. Jürgen Ulmer den Anerkennungspreis. |
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Ford Umweltpreis 2004: Lebendiger Rhein erhielt Anerkennungspreis Die grenzüberschreitende Sympathiekampagne "Lebendiger Rhein" wurde beim Ford Umweltpreis 2004 als bestes Projekt des Bundeslandes Vorarlberg mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Der Ford Umweltpreis wurde 2004 zum 21. Mal vergeben und ist Europas ältestes Programm zur Prämierung von Umweltschutzaktivitäten. Die Sympathiekampagne von NATURSCHUTZBUND Vorarlberg , WWF Graubünden, WWF St. Gallen, Pro Natura St. Gallen-Appenzell und Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz überzeugte die Jury mit der grenzüberschreitenden Veranstaltungsreihe und der gemeinsamen Homepage www.lebendigerrhein.org. Die Preisverleihung durch Umweltminister DI Josef Pröll, Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes und Ford Austria-Generaldirektor Fritz Schmutzhart fand am 1. Dezember 2004 in Wien statt. Mag. Bianca Burtscher , Geschäftsführerin des NATURSCHUTZBUNDES Vorarlberg nahm den Anerkennungspreis für die grenzüberschreitende Sympathiekampagne "Lebendiger Rhein" im Namen aller Projektpartner entgegen. ![]() v.l.: Dr. Gerhard Heilingbrunner - Präsident des Umweltdachverbandes, Umweltminister DI Josef Pröll, Mag. Bianca Burtscher - NATURSCHUTZBUND Vorarlberg, Ford Austria-Generaldirektor Fritz Schmutzhart |
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| Merke Was auch immer geschieht, nie dürft ihr so weit sinken, den Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken. Erich Kästner |
Vorarlberger Verkehrskonzept in der Sackgasse Alle VertreterInnen der Naturschutzvereine und Verkehrsinitiativen, so auch der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg, sind aus dem Prozess des Vorarlberger Verkehrskonzeptes ausgestiegen. Es war eine sorgfältig überlegte und breit abgestützte Entscheidung und sicher kein Justamentstandpunkt. In zähen Auseinandersetzungen ist es in den vergangenen eineinhalb Jahren zwar gelungen, einige unserer grundsätzlichen Beiträge zu verankern (zB grenzüberschreitend, Jugendeinbindung, Rad- und Fußverkehr) - aber es wurde immer deutlicher, dass die "großen Brocken" (zweite Pfänderröhre, Verbreiterung Dornbirner Autobahn, Letzetunnel, 4-spuriger Ausbau S 16, zahlreiche A14-Anschlussstellen samt Zuführern...) bereits unumstößlich festgelegt sind. Ein reines Straßen-Vollausbauprogramm statt eines generellen, weitsichtigen Mobilitätskonzeptes ist die Folge. Und dann auch noch der (wahlkampfbedingte?) Knalleffekt mit dem "Denkmodell Nord". Drüberfahren statt Verkehrsplanung Wo bleiben da die im Konzeptentwurf vorgesehenen "nachhaltigen Wege im Konsens"? Bei keinem dieser großen Straßenbauvorhaben ist von den Projektbetreibern der Nachweis für die Erhöhung der Verkehrssicherheit, zur Reduktion der Treibhausgase und Luftschadstoffe oder zur Effizienzsteigerung eingesetzter volkswirtschaftlicher Ressourcen zur Verbesserung der Mobilität erbracht worden. Als letzten Ansatz wollten die NGOs Goldene Brücken bauen und "das Land" überzeugen, als Pilotprojekt ein Mediationsverfahren zur Lösung der Verkehrsprobleme im Raum Bregenz durchzuführen. Erste Gespräche verliefen durchaus positiv. Im letzten Vorschlag des Landesamtsdirektors wurden jedoch alle Ansätze für Alternativen und echte Kooperation heraus gestrichen. Nach den über 1000 Stunden ehrenamtlicher, konstruktiver Mitarbeit war es ein Akt der Selbstachtung, auf dieser Basis nicht mehr weiter zu machen. Eigentlich schade, denn das Konzept wäre eine Chance gewesen und es war ein guter Ansatz, den Prozess so breit angelegt zu starten. Aber der politische Alltag schaut anders aus. |
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Erfreuliche Neuigkeiten!
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![]() Hildegard Breiner, geehrt für ihr Lebenswerk ![]() |
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| Halten unsere Politiker ihre Versprechen? Natur- und Umweltschutz und Vorarlberger Parteien Die Vorarlberger Umweltorganisationen, unter ihnen der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg haben anlässlich der Landtagswahl 2004 alle antretenden Parteien zu wichtigen Themen im Natur- und Umweltschutz befragt. Die Antworten wurden über eine Presseaussendung an die Vorarlberger Medien und auf den Webseiten der Umweltorganisationen veröffentlicht. Die Umsetzung des Kyoto-Protokolls, die Förderung von Erneuerbaren Energien und einer umwelt- und sozialverträglichen Mobilität, eine nachhaltige Landesraumplanung - diese allgemeinen Ziele streben alle Vorarlberger Parteien an. Wenn es jedoch ins Detail geht und um die Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen, zeigt sich ein wesentlich differenzierteres Bild. Die Landesgrünzone sichert seit 1977 im dicht besiedelten Rheintal Freiflächen für einen funktionierenden Naturhaushalt, die Landwirtschaft und Naherholung. In den letzten Jahren wurde sie durch Ausnahmegenehmigungen immer stärker "durchlöchert". Dennoch bekennen sich alle Parteien grundsätzlich zur Grünzone. Grüne, FPÖ und die Liste Frizz wollen sich dezidiert dafür einsetzen, dass bei Ausnahmegenehmigungen andere Flächen als Ersatz in die Grünzone eingegliedert werden. Vau-heute will durch die Verdichtung der Ortskerne sogar Grünraum zurückgewinnen. Während ÖVP und FPÖ die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten der Naturschutzanwaltschaft als gewählte Vertretung der Natur- und Umweltorganisationen nicht ausweiten wollen, sprechen sich Grüne, SPÖ, Vau-heute und Liste Frizz für das volle Berufungs- und Beschwerderecht aus. Die Liste Freier Bürger hält dies bei einer Legitimation der Naturschutzanwaltschaft durch den Landtag für möglich. Alle Parteien sagen nein zum Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft. FPÖ, Grüne, SPÖ und die Liste Frizz streben auch bei Ländle produkten und Futtermitteln die völlige Freiheit von gentechnisch veränderten Organismen an. Die ÖVP antwortet hingegen sehr vorsichtig "Wenn die Haftungsfrage eindeutig geregelt ist und auf dem Markt GVO-freie Futtermittel angeboten werden, ist es denkbar, dass es ein Ziel sein kann, Ländle -Produkte GVO-frei anzubieten." Grüne und Vau-heute sind gegen den Zusammenschluss der Schigebiete Mellau-Damüls und die Liftprojekte Ragazer Blanken und Falzerkopf. Auch die SPÖ spricht sich entsprechend dem geltenden Tourismuskonzept gegen Neuerschließungen von Schigebieten und die Ausweitung in neue Landschaftskammern aus. ÖVP und FPÖ hingegen geben keine eindeutige Antwort, sondern betonen, dass wirtschaftliche und öffentliche Interessen abgewogen werden müssen. Kritische Gedächtnisstützen gefragt! Die Umweltorganisationen werden die Vorarlberger PolitikerInnen gerne daran erinnern, was sie vor den Landtagswahlen versprochen haben. Wir fordern auch Sie auf, als "kritische Gedächtnisstütze" tätig zu werden. Die Antworten der Parteien können Sie hier herunter laden. |
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Lebendiger Rhein |
![]() Mastrilser Auen - die letzten intakten Auen des Alpenrheins |
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Angewandte Arten- und Biotopschutzprojekte für Vorarlbergs WasSerlebensräume |
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| Management für den Großen Brachvogel Der Große Brachvogel (Numenius arquata) brütet in großflächigen Streuwiesen mit hohem Grundwasserspiegel, die möglichst offen und gut überschaubar sein sollten. Trotz der Streuwiesenverordnung sind solche Gebiete im Vorarlberger Rheintal selten geworden und der Große Brachvogel ist vom Aussterben bedroht. Der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg arbeitet deshalb seit 1999 in einem Projekt Verbesserungsmaßnahmen aus und setzt diese in Zusammenarbeit mit Gebietesbetreuern, Gemeinden, Grundbesitzern und Bewirtschaftern um. Im Lauteracher Ried und Soren werden 12 ha ehemals intensiv genutzte Wiesen des Klosters Mehrerau nicht mehr gedüngt und vorerst zweimal gemäht. Die Sperrung von Stichwegen führt zu einer Beruhigung im Gsieg und in der Kernzone des Lauteracher Rieds. Im Gsieg wurden Grabenböschungen stellenweise abgeflacht und der Hauptgraben in der Brutzeit aufgestaut. Im Porst, Rheindelta, Birken-Schwarzes Zeug, Gsieg und Gleggen konnten durch gezielte Entbuschungen offene Bereiche vergrößert werden. Weitere Entbuschungen sind geplant. Besonders wertvoll ist dabei die tatkräftige Unterstützung durch freiwillige Helfer, bei denen sich der NATURSCHUTZBUND herzlich bedankt. Nach dem massiven Bestandesrückgang des Großen Brachvogels seit den 1960er Jahren stabilisierte sich der Brutbestand im Projektzeitraum von 1999-2004 auf 18-22 Reviere. Der Bruterfolg war in den Jahren 1999 2003 mit 0,05 bis 0,32 Juvenile/Brutpaar sehr niedrig und reichte für die Erhaltung des Bestandes nicht aus. Ein hoher Anteil der Brachvogel-Gelege fällt vermutlich Raubsäugern zum Opfer. Denn 85% aller mit Temperatur-Fühlern dokumentierten Gelegeverluste geschahen in der Dämmerung oder nachts. Ein Fuchs und ein Dachs wurden von der Überwachungskamera dabei gefilmt. Trotz zahlreicher Verbesserungen beeinträchtigen niedrige Grundwasserspiegel, hohe Gehölzbestände und intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen die Brutgebiete des Großen Brachvogels. Seine Beutegreifer profitieren hingegen als Generalisten davon, was sich auf die geschrumpfte und „aufgesplitterte“ Brachvogelpopulation besonders negativ auswirkt. Weitere Lebensraumverbesserungen sind deshalb notwendig. Erfreuliches gibt es jedoch von der Brutsaison 2004 zu berichten. Mit 8-12 flüggen Brachvogel-Jungen bzw. einem Bruterfolg von 0,38 0,57 juv./Bp wurde der höchste Wert im Untersuchungszeitraum erreicht. Eine kleine Sensation im Jahr 2004 waren vier flügge Uferschnepfen-Junge im Lauteracher Ried. Denn seit Ende der 80er Jahre sank der Vorarlberger Bestand dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart kontinuierlich und der Bruterfolg blieb - mit Ausnahme von 2 Jungen im Jahr 2001 - seit vielen Jahren aus. Diese Erfolge motivieren, die Umsetzung von Aufwertungsmaßnahmen weiter voran zu treiben. Der Naturschutzbund setzt das 1999 begonnene Projekt mit finanzieller Unterstützung des Landes Vorarlberg und einer großzügigen Spenderin in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, Gebietsbetreuern, Bewirtschaftern, Grundbesitzern und anderen Interessensgruppen auch im Jahr 2005 fort. |
![]() Brachvogel ![]() Brachvogel-Gelege im Dornbirner Gleggen, dem wichtigsten Brutgebiet in Vorarlberg. ![]() Intensivwiesen und Gehölze verdrängten den Brachvogel aus der westlichen Kernzone des Lauteracher Rieds |
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Flussseeschwalben Im Rheindelta befindet sich dank des langjährigen Einsatzes des NATURSCHUTZBUND Vorarlberg die größte Flussseeschwalben-Kolonie Österreichs sowie des gesamten Bodenseegebiets. Flussseeschwalben brüten auf Kiesbänken, die in unseren regulierten, wasserwirtschaftlich genutzten Flüssen nur mehr sehr selten zu finden sind. Diese Vogelart ist deshalb im mitteleuropäischen Binnenland vom Aussterben bedroht und auf künstliche Niststandorte angewiesen. Die Brutflosse an der Rheinmündung werden jeden Winter vom NATURSCHUTZBUND instand gehalten. Die Ergebnisse des langjährigen Monitorings bestätigen den Erfolg dieses Artenschutzprojektes. ![]() |
![]() Mithilfe von künstlichen Brutfloßen wird ein neuer Lebensraum für die Flussseeschwalbe geschaffen. |
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