Die Sieger
Neumakt am Wallersee in Salzburg wurde Österreich Sieger beim Wasserlebenfonds 2011.
Umweltminister Niki Berlakovich überreichte gemeinsam mit Christine Pühringer und Präsident Roman Türk vom Naturschutzbund Österreich an Bürgermeister Emmerich Riesner den Preis für das Projekt am Statzenbach. Auch Wasserlandesrat Eisl und Christian Wiesenegger vom Salzburger Wasserbau gratulierten herzlich.
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Salzburg - Ingenieurbiologische Uferbefestigung am Statzenbach
Der Statzenbach ist ein Hauptzubringer der Niederschlagswässer aus dem Rücken der Hohen Plaike in den Wallerbach und führt mitten durch Neumarkt.
Eine naturnahe Befestigung der rechten Uferseite soll bestehende Uferanrisse sanieren und so mehr einheimischen Tieren einen natürlichen Lebensraum erhalten bzw. zurückgeben.
Die geplanten Maßnahmen sind Teil des Biotopverbund für die Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee sollen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Vielfalt für Neumarkt sowie mit den Anrainern und dem Land Salzburg erfolgen.
Einreicher und Projektverantwortlich:
Stadtgemeinde Neumarkt a.W., Bmstr. Andreas Burger, Bauverwaltung
Niederösterreich - Revitalisierung des Grabensystems in der Lasseer Heide
Der etwa 20 km² große „erhaltenswerte Landschaftsteil“ des Grabensystems bei Lassee soll als Lebensraum und Vernetzungsstruktur erhalten werden. Auf Basis einer Grundsatzstudie werden unter enger Einbeziehung der Ortsbewohner auf einer etwa 5 km langen Pilotstrecke Entwicklungs- und Erhaltungsmöglichkeiten für das Gewässernetz ausgearbeitet und exemplarisch umgesetzt.
Mit einem Erhalt bzw. einer Revitalisierung des mehr als 40km langen Grabensystems besteht die Chance einer großflächigen Vernetzung von Feuchtflächen.
Einreicher: land.und.wasser - Ingenieurbüro der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal
Projektverantwortlich: DI Karl Grammanitsch, Bürgermeister der Marktgemeinde Lassee
Oberösterreich - Lebensraumsicherung und -verbesserung Pfudabach und Pfudawiesen
Das Umland des Pfudabaches ist durch teils ausgedehnte Feuchtwiesenkomplexe charakterisiert, welche im intensiv genutzten Umland wertvoller Rückzugsraum seltener Vogel-, Amphibien- und Insektenarten sind.
Der Bach und die Feuchtwiesen sollen im Projekt ökologisch aufgewertet werden: Uferverbauungen sollen entfernt und durch den Abbau einer Wehranlage das Gewässerkontinuum wiederhergestellt werden. Bewusstseinsbildung und die Sicherstellung der entsprechenden naturschutzfachlich nötigen Pflege sollen das Umland als wertvollen Lebensraum erhalten.
Einreicher und Projektverantwortlich:
Oö. Landschaftsfonds im Amt der Oö. Landesregierung, DI Stefan Reifeltshammer
Wien - Revitalisierung Petersbach, Abschnitt Kellerberg
Der Petersbach ist in Siebenhirten hart verbaut und ökologisch wenig funktionsfähig, auch sein Wasserrückhaltepotential ist unzureichend. Geplant ist eine Laufverlegung des Petersbaches, die ökologische Neugestaltung und Dynamisierung des Bachbetts sowie die Verbesserung der Fließretention.
Ein landschaftsplanerisches Konzept soll bestehende und zukünftige Nutzungen des Projektgebiets mit den Maßnahmen für einen verbesserten Hochwasserschutz und der Gestaltung eines naturnahen Gewässerprofils verbinden.
Einreicher und Projektverantwortlich:
Amt der Wiener Landesregierung, MA 45 - Wiener Gewässer
Steiermark - Verlegung Drauchenbach
Der Mündungslauf des Drauchenbachs (ca. 1km) in Bad Radkersburg ist seit 1968 reguliert und begradigt.
Die ursprünglich stark nach Ostern verschleppte Mündung ist bis auf einige Altarmreste mit temporären Tümpeln trocken gefallen.
Das Projekt basiert auf dem Natura 2000-Managementplans für das Gebiet und will den Mündungsbereich verlegen bzw. den Bachlauf verlängern. Geplant ist, eine Tiefenrinne auszuheben und eine definierte Wassermenge einzuleiten. Die jetzige Mündung bleibt erhalten.
Einreicher und Projektverantwortlich:
Wasserverband Wasserversorgung Bezirk Radkersburg, Ing. Dietmar Tschiggerl
Kärnten - Wiederherstellung des Gewässerkontinuums am Rababach
Das Projekt ist Teil eines umfassenden Renaturierungsplanung für den stark beeinträchtigen Rababach im Klagenfurter Stadtgebiet. Kontinuumsunterbrechungen, die als Migrations-hindernisse vor allem ein fischökologisches Problem darstellen, sollen beseitigt werden. Zur Wiederherstellung der Durch-gängigkeit ist geplant werden zwei Sohlabstürze in fisch-passierbare aufgelöste Sohlrampen umgeabaut, wobei wertvolle Strukturen (z.B. größere Wassertiefen als Wintereinstand für die Fischfauna) jedenfalls erhalten bleiben sollen. Ein Rohrdurchlass im Ortsgebiet von Gottesbichl soll neu gestaltet werden.
Einreicher und Projektverantwortlich:
Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, Abteilung Umweltschutz Mag. Regine Hradetzky
Tirol - Revitalisierung Altarm Isel
Das Projekt möchte einen durch Längsverbauung abgeschnittenen Altarm der Isel wieder an den Fluss anbinden. Entstehen sollen eine größere Bucht sowie zwei weitere – bei Hochwasserereignissen dotierte – Altarmbecken als wertvolle Gewässer- und Auwaldstrukturen.
Die Bucht dient mit ihren Schotterbänken u. a. als Lebensraum für die Deutsche Tamariske und ihren Stillwasserbereichen als Fischunterstand für Huchen und Äsche (diese findet etwas weiter flussauf das bekannte Laichhabitat „Michelbach“).
Einreicher:
Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttirol
Projektverantwortlich:
REVITAL Ziviltechniker Gmbh, DI Klaus Michor
Vorarlberg - Renaturierung Forachgraben
Es ist geplant den derzeit verrohrten Forachgraben im Bereich der Einmündung in den Karlsgraben zu renaturieren. Dabei soll die bestehende Verrohrung auf einer Länge von 160 lfm entfernt werden und stattdessen ein natürliches Gewässer mit variierenden Sohl- und Kronenbreiten entstehen.
Weiters ist die Errichtung von vier Biotopen für Amphibien geplant.
Einreicher und Projektverantwortlich:
Robert
Griesebner, Stadt Dornbirn







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