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Natur des Jahres

Mit der Ernennung von verschiedenen Organismen möchte man Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum schaffen und unter anderem auf Gefährdungen aufmerksam machen. Dabei kommt es vor, dass Arten für den deutschen Sprachraum gewählt werden oder sich einzelne Arten - je nach vorherrschender Thematik - auch zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden.

An der Wahl zur Art des Jahres sind je nach Organismengruppe unterschiedliche Organisationen beteiligt. Die Nominierung einer Art erfolgt nicht zwangsläufig zu Jahresbeginn.

Baum des Jahres

2012: Elsbeere (Sorbus torminalis)

Elsbeere © Flickr/wallygrom
Elsbeere © Flickr/wallygrom
Die Elsbeere (Sorbus torminalis) ist einer unserer seltensten Bäume. Die zu den Rosengewächsen gehörige Wildobstart wird durchschnittlich 20 – 25 m hoch und bis zu 100 Jahre alt. Ihre ahornähnlichen Blätter sind spiralförmig verteilt. Die rotbrauen, rundlichen Früchte werden gerne von Vögeln, Eichhörnchen und Mäusen verzehrt, sie sind auch beliebter Rohstoff für einen geschätzten Edelbrand und bescheren der Elsbeere daher auch den Spitznamen „Königin der Obstbrände“.

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Fisch des Jahres

2012: Huchen (Hucho hucho)

Huchen, Bildautor: Harra
Huchen © Harra
Der Huchen (Hucho hucho) ist der Fisch des Jahres 2012. Wegen der durch Kraftwerksprojekte wieder aufgeflammten Existenzgefährdung haben der Österreichische Fischereiverband, das Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz und das Bundesamt für Wasserwirtschaft diese Wahl getroffen.

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Flechte des Jahres

2012: Echte Lungenflechte (Lobaria pulmonaria)

Echte Lungenfelchte, Bildautor: J.Limberger
Echte Lungenflechte © J.Limberger
Die Echte Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) ist eine unser auffälligsten, zugleich aber auch eine unserer seltensten Flechtenarten. In Mitteleuropa hat sie sich seit der Industriealisierung fast vollständig in die Gebirge zurückgezogen, wo sie in den Bergwäldern an den Stämmen alter Laubbäume hin und wieder anzutreffen ist.

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Insekt des Jahres

2012: Hirschkäfer

Hirschkäfer © J.Gepp
Hirschkäfer © J.Gepp
Obwohl den Hirschkäfer jeder kennt, haben ihn die meisten Menschen noch nicht gesehen. Auf ihr langes Leben und ihre Schönheit, aber auch ihre Bedrohung soll mit der Wahl zum Insekt des Jahres 2012 hingewiesen werden. Der Klimawandel könnte die Entwicklung der Europäischen „Riesenkäfer“ begünstigen.

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Lurch des Jahres

2012: Erdkröte (Bufo bufo)

Erdkröte © Josef Limberger
Erdkröte © Josef Limberger
Sie ist unsere größte einheimische Krötenart. Zur Ehre "Froschlurch des Jahres" ist sie aber nicht nur wegen ihrer imposanten Erscheinung gekommen, sondern vor allem deshalb weil sie die Symbolart des Amphibienschutzes an Straßen ist: Seit Jahrzehnten werden ihre Wanderungen zum und vom Laichgewässer mit Krötenzäunen, zeitlich befristeten Straßensperrungen oder Amphibientunnels gesichert und damit Tausende Amphibien vor dem sicheren Verkehrstod bewahrt.

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Moos des Jahres

2012: Grünes Koboldmoos (Buxbaumia viridis)

Grünes koboldmoos, Bildautor: W. von Brackel
Grünes Koboldmoos © W. von Brackel/ BLAM e.V.
Die Koboldmoose sind durch ihre eigentümliche Gestalt fast unverwechselbar: Im Gegensatz zu allen anderen heimischen Moosen tragen sie als ausgewachsene Pflanzen keine sichtbaren Blätter, sondern bestehen nur aus dem Stämmchen und der Sporenkapsel. In den Roten Listen der Moose wird Buxbaumia viridis in Deutschland und Österreich als "stark gefährdet" geführt.

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Tier des Jahres

2011: Eurasischer Luchs (Lynx lynx)

Luchs, Bildautor: Robert Hofrichter
Luchs im Profil: Die Pinselohren sind deutlich erkennbar © Robert Hofrichter
Seit einigen Jahren hinterlässt der als ausgerottet gegoltene Luchs wieder seine Spuren in unseren Wäldern. Das Überleben der größten heimischen Katze ist bei uns aber langfristig nicht gesichert: Ein Großteil der Todesfälle in den ohnehin kleinen Luchspopulationen geht auf den Menschen zurück. Vorurteile und "Futterneid" führen zu illegalen Tötungen, andere Tiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer...

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Vogel des Jahres

2012: Dohle (Corvus monedula)

Dohle, Autor: Josef Limberger
Dohle © Josef Limberger
Mit der Wahl der Dohle (Corvus monedula) zum Vogel des Jahres, einem der kleinsten Ver-treter unter den Rabenvögeln, soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der schwarz-grau gefiederte, sehr gesellige und schlaue Vogel zunehmend gefährdet ist. Obwohl sich die Dohle als Kulturfolger dem Menschen sehr gut angepasst hat, findet sie immer schwerer ge-eignete Lebensräume und ausreichend Nahrung (Käfer, Heuschrecken, Würmer, Schnecken) vor. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit dem verstärkten Einsatz von Pestiziden, sowie die Verringerung von Brutmöglichkeiten, sind einige Gründe dafür.

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Weichtier des Jahres

2012: Flussmuschel (Unio crassus)

Flussmuschel, Bildautor: Patzner
Flussmuschel © Patzner
Aufgrund ihrer Sensibilität gegenüber Gewässerverunreinigungen eignet sich die Flussmu-schel (Unio crassus) sehr gut als Bioindikator zur Prüfung der Wasserqualität. Außerdem zeigt sie durch ihre enge Bindung an Wirtsfische Fischsterben bzw. Rückgänge in Wirtsfisch-beständen an. Mit der Wahl zum „Weichtier des Jahres 2012“ soll auf die Situation der vom Aussterben bedrohten Muschel sowie auf die Bedeutung sauberer Gewässer hingewiesen werden.

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